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Auch Smalltalk will gelernt sein: So kommst du auf Events ins Gespräch

Auch Smalltalk will gelernt sein: So kommst du auf Events ins Gespräch

Die meisten Menschen besuchen Business-Events nicht nur wegen der Vorträge, sondern auch, um Kollegen aus der Branche zu treffen. Doch einigen fällt schon der Einstieg schwer. Hier sind ein paar Tipps, wie es mit dem Smalltalk klappen kann.

Auch Smalltalk will gelernt sein: So kommst du auf Events ins Gespräch

Smalltalk fällt nicht jedem leicht

Es gibt Menschen, die blühen unter einem Haufen fremder Menschen erst richtig auf. Sie haben Freude daran, auf Events viele Leute danach abzuklopfen, ob sie in ihr Netzwerk passen. Auf Menschen, die sie interessant finden, gehen sie unbeschwert zu und reden einfach drauf los. Beobachtet man diese Menschen, könnte man den Eindruck gewinnen, dass Netzwerken und Smalltalk die einfachsten Dinge der Welt sind.

Dann gibt es da aber noch die Anderen. Die, die schweißnasse Hände kriegen, wenn die erste Event-Pause eingeläutet wird und sich dann 30 Minuten an ihren Kaffee klammern – ohne ein einziges Wort mit jemandem zu wechseln. Das Unbehagen ist dabei nicht immer rational und lässt sich deswegen gar nicht so leicht überwinden. Wir haben ein paar für euch zusammengestellt, wie es leichter wird.

Gründe für das Unbehagen

Die Angst davor, fremde Menschen anzusprechen oder in ein Gespräch mit Unbekannten zu geraten, liegt laut Kommunikations-Coaches oft an einem oder mehreren der folgenden Punkte:

  • der Angst vor Ablehnung
  • der Scheu, zu viel von sich preis zu geben
  • der Sorge, aufdringlich zu erscheinen
  • der Angst, nichts Interessantes sagen zu können oder nicht spontan reagieren zu können
  • der Angst, zu stören

Tipps und Tricks für den Einstieg

Man sollte sich bewusst machen, welche der Punkte das persönliche Schreckgespenst sind. Nicht jeder hat gleich den Anspruch, mit einem Haufen Telefonnummern und neuen Geschäftskontakten von einem zurückzukommen. Einige wollen einfach nur nicht alleine rumstehen und sich unwohl fühlen. Andere wollen sich auf einem Event am liebsten in den Pausen über die Vorträge austauschen, um den Stoff besser einsortieren zu können. Je nachdem, was das Ziel ist, muss man nicht alle folgenden Tipps beherzigen.

In Kontakt treten

Das Schwerste ist meist der Anfang. Wie kommt man überhaupt mit Unbekannten ins Gespräch? Es ist zum Beispiel gar nichts komisches daran, Blickkontakt mit jemandem aufzunehmen und zu lächeln. In der Regel erntet man darauf ein Lächeln zurück, was ungeheuer ermutigend wirken kann. Mit etwas Glück ist das Gegenüber weniger scheu und nimmt dir den Einstieg ins Gespräch ab. Wenn nicht, dann musst du ran.

Als mögliche Einstiege bieten sich ganz banale Floskeln an. Zum Beispiel mit einem Angebot à la „Ich gehe mir einen Kaffe holen. Kann ich ihnen einen Mitbringen?“ oder eine Bemerkung zum vorhergehenden Vortrag, wie „Das war aber ein spannender Vortrag eben“ oder „Wie hat ihnen der Vortrag gefallen?“. Es geht aber auch noch simpler: Eine Konversation mit einer Bemerkung zum Wetter oder zum Essen zu starten, ist ebenfalls völlig in Ordnung. Nur sollte man darauf achten, positiv zu bleiben. Und da kommen wir zum nächsten Punkt.

netzwerken und smalltalk events
Ein Angebot wie „Ich gehe mir einen Kaffe holen. Kann ich ihnen einen mitbringen?“ kann ein guter Gesprächsanfang sein. (Foto: Shutterstock)

Positiv bleiben

Gerade am Anfang einer Unterhaltung ist es besser negative Aussagen zu vermeiden. Du sollst natürlich nicht lügen und das Essen in den Himmel loben, wenn es nicht gut ist. Aber dann meide das Thema lieber und mach den Anfang mit etwas, was dir gut gefällt. Auch Diskussionen sollte man eher umschiffen, wenn man sich noch im Smalltalk üben muss. Sonst kann schnell eine unangenehme Situation entstehen aus der man vielleicht nicht mehr souverän herauskommt.

Vorstellen nicht vergessen

Oft beginnt das Gespräch nicht mit einer Vorstellung. Man gerät ins Plaudern und merkt dann irgendwann, dass man sich gar nicht vorgestellt hat. Das sollte man so schnell wie möglich nachholen. Mit einem lockeren „Ich bin übrigens ...“. Ist es noch nicht zur Sprache gekommen, kann man hier auch gut einstreuen, warum man auf dem entsprechenden Event ist. Daraus könnte sich dann gleich ein neuer Gesprächsfaden ergeben.

Fragen

Fragen sind immer die Rettung, wenn man nicht mehr weiß, was man sagen soll. Du weißt nichts über dein Gegenüber und das ist dein Kapital: Alle Fragen sind offen. Dabei solltest du allerdings nicht zu persönlich werden. Gerade bei Branchenevents bietet sich an, erstmal Tätigkeit und Wohnort in Erfahrung zu bringen. Manchmal ergibt sich dann ganz automatisch ein Thema, wenn man zum Beispiel in der gleichen Position beschäftigt ist, oder einen das Unternehmen interessiert, für die der Gesprächspartner arbeitet.

Wer wird vor Ort sein

Das ist zwar schon etwas herausfordernder, aber es gibt auch die Möglichkeit, sich gezielt Gesprächspartner herauszusuchen, die einen interessieren. Manchmal gibt es auf den Event-Seiten direkt eine Teilnehmerliste mit Firmenzugehörigkeit. Oder man kann über den Veranstaltungs-Hashtag auf Twitter gucken, ob jemand dabei ist, den man gerne einmal kennenlernen würde. Das funktioniert übrigens auch prima während einer Veranstaltung: In der digitalen Branche twittern viele Teilnehmer während der Vorträge. Die Tweets bieten eine gute Grundlage für Gespräche, wenn man einem eifrigen Twitterer über den Weg läuft.

netzwerken smalltal auf events
Mach dich vorher schlau, wer vor Ort sein wird. Dann kommt es dir nicht vor, als wären alle fremd. (Foto: Shutterstock)

Elegant aussteigen

Möchte man weiterziehen, sollte man sich keine faulen Ausreden einfallen lassen, sondern ganz offen damit umgehen, sich für das nette Gespräch bedanken und sagen, das man nochmal die Runde machen will. Hat man es nicht schon während des Gesprächs getan, weil es sich anbot, ist das auch der Moment, in dem man die Visitenkarten austauschen kann.

Nicht verrückt machen

Das Wichtigste ist, sich nicht verrückt zu machen. Im Zweifel geht es deinem Gesprächspartner sogar genauso wie dir und er ist sehr dankbar, wenn du den ersten Schritt machst. Und auch hier gilt: Übung macht den Meister. Und hat man das mit dem Smalltalk raus, dann ist das gezielte Netzwerken nicht mehr fern.

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