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Sponsored Post Was ist das?

Wie „Smart Contracts“ die komplette Finanzwelt umkrempeln könnten

Quelle: Shutterstock / Zapp2Photo

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Die Blockchain ermöglicht neben Kryptowährungen wie Bitcoin auch so genannte „Smart Contracts“, die die komplette Finanzwelt umkrempeln werden. Was dahintersteckt, liest du hier.

Über den Autor: Marco Berg ist bei ti&m „Head Frankfurt am Main | Principal“

Jeder hat inzwischen etwas von Bitcoin gehört, der Kryptowährung im Internet. Sie ermöglicht sichere, anonyme und sofortige Geldtransfers, ohne dass Banken oder andere Institutionen involviert sind. Das macht diese Währung natürlich besonders für zwielichtige Gestalten aller Schattierungen interessant, aber auch immer mehr „normale“ Benutzer wissen es zu schätzen, dass eine verlässliche Infrastruktur ihnen die Aufgabe der Banken abnimmt und damit auch die teils happigen Transaktionsgebühren erspart. So ist eine Bitcoin-Transaktion von der Schweiz nach Südamerika innerhalb weniger Sekunden durchgeführt, mit minimalen Kosten für den Sender.

Möglich macht das die der Bitcoin zugrundeliegende Infrastruktur – die Blockchain, eine verteilte, mit Verschlüsselungsalgorithmen abgesicherte Plattform, die sicherstellt, dass jede Transaktion unveränderbar und nachvollziehbar protokolliert wird. Willst du also zum Beispiel deinem Freund Steve 0,7 Bitcoins (entspricht etwa 1.100 US-Dollar, Stand 28. Februar 2017) in die USA transferieren, so generiert diese Aktion auf der Blockchain einen Eintrag „ich habe 0,7 Bitcoins an Steve transferiert“. Der ist nicht mehr veränderbar und von jedem einsehbar, Steve kann also nicht behaupten, du hättest nichts überwiesen. Andererseits kannst auch du nicht einfach behaupten „habe ich doch überwiesen“ – wenn es nicht auf der Blockchain zu finden ist, dann ist es nicht passiert!

Smart Contracts – nochmal einen Gang hochgeschaltet

Das volle Potenzial spielt die Blockchain aber erst in Verbindung mit den als ihre Killerapplikation bezeichneten „Smart Contracts“ aus. Das sind digitale Versionen von Verträgen beliebiger Art, die sicherstellen, dass Interaktionen zwischen verschiedenen Parteien automatisch nach vorher vereinbarten Regeln ablaufen. Automatische Ausführung von Aktionen, die gleichzeitig auch verbindlich und nicht widerrufbar sind – eine Kombination, die die Finanzwelt aufhorchen ließ. Derivatenhandel, Darlehens- und Hypothekenverträge und Finanzierungen sind potenzielle Anwendungsfälle, die durch Smart Contracts auf der Blockchain abgehandelt werden können und an denen auch bereits gearbeitet wird.

Grafik: Shutterstock / Fotograf Zapp2Photo

Dezentraler Handel auf der OTC-Blockchain

ti&m steht für technology, innovation & management. ti&m ist Leader für Digitalisierungs-, Security-, Innovations-Projekte und -Produkte in der Schweiz. Das Unternehmen integriert für seine Kunden vertikal die gesamte IT-Wertschöpfungskette. In den Niederlassungen in Zürich, Bern, Lausanne und Frankfurt am Main beschäftigt das Unternehmen über 270 Ingenieure, Designer und Berater.

Tel: +41 44 497 75 00

Ein schönes Beispiel liefert eine der ersten erfolgreichen Implementierungen in der Schweiz: eine auf der Blockchain basierende Plattform für außerbörslich gehandelte Währungen, Rohstoffe und Wertpapiere (OTC = Over the Counter Handel). Diese OTC-Blockchain soll bis Mai 2017 von einem Schweizer Konsortium aus Banken, der ti&m AG aus Zürich und dem Institut für Finanzdienstleistungen (IFZ) der Hochschule Luzern umgesetzt werden.

Der OTC-Handel läuft klassisch über einen Broker und unterliegt in letzter Zeit immer strengeren Vorschriften zur Geldwäsche, was ihn zunehmend uninteressanter für die beteiligten Parteien macht. Ein direktes Peer-to-Peer Modell auf der Blockchain mit einer automatischen und verlässlichen Überprüfung der Vorschriften per Smart Contracts löst dieses Dilemma auf.

Ergänzt wurde dieses Setup noch um ein ausgefeiltes Identitätsmanagement, welches die Handelspartner sicher identifiziert, sowie um eine verschlüsselte Datenhaltung außerhalb der Blockchain, die auch die Speicherung von größeren Datenmengen ermöglicht. So werden in Zukunft mit der OTC-Blockchain außerbörsliche Trades direkt zwischen den Handelspartnern erfolgen, ohne Broker und vor allem mit automatischer, auditierbarer und damit rechtssicherer Überprüfung der Geldwäscheregeln.

Ausblick: Blockchain und Smart Contracts 2025

Laut einer Studie der New Yorker Unternehmensberatung Accenture befassen sich bereits neun von zehn Banken mit Anwendungen auf der Blockchain. Und auch Versicherungen, Logistikunternehmen, Pharmafirmen und andere Industrien loten die Möglichkeiten der Blockchain aus. Damit hat sie das Potenzial, die heutige Wirtschaft in weiten Teilen zu verändern.

Blockchain und Smart Contracts sind kein momentaner Hype, der übermorgen wieder vergessen ist. Ganz im Gegenteil: Ihre Revolution wird voranschreiten und uns stehen aufregende Zeiten bevor.

Um die Möglichkeiten der Blockchain live in deinem Unternehmen zu erleben, kontaktiere ti&m für ein „Hack a Coin“-Management-Seminar. Dabei lernst du, was hinter der Technologie steht, und kannst bei der Programmierung von Smart Contracts erste Erfahrungen sammeln.

Jetzt mehr über Smart Contracts erfahren!

2 Reaktionen
datenraume.de

Das ist interessant zu wissen. Ich arbeite im Bereich von Immobilienverkauf und habe eine Tendenz bemerkt: seitdem virtuelle Datenräume benutzt werden, hat sich die Situationen mit den Marktpreise deutlich verbessert.

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