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Smartphone-Akku mit heißem Kaffee oder kaltem Bier laden

Kein Saft mehr im Akku und keine Steckdose in Sicht? Für alle, die ihren Smartphone-Akku in der Kneipe oder auf Reisen unabhängig von einem Stromnetz aufladen wollen, könnte schon bald eine innovative Lösung bereitstehen: Der OnE Puck des Entwicklerteams Epiphany Labs nutzt heiße oder kalte Getränke, um die Akkus von iPhone oder Android-Smartphone aufzuladen.

Smartphone-Akku mit heißem Kaffee oder kaltem Bier laden

Smartphone-Akku laden: Mit OnE Puck so schnell wie an der Steckdose

Dabei steht eine fast 200 Jahre alte Technik, die des Sterlingmotors, Pate, bei dem – kurz gesagt – Wärmeenergie in mechanische Energie umgewandelt wird. Für den OnE Puck wurde die Technik mit neuesten Materialien und Elektronik verbessert. Das kleine Gerät, das an einen Eishockey-Puck erinnert, versorgt angeschlossene mit Strom, wenn entweder eine heiße Tasse Kaffee, Tee oder Kakao auf die Seite mit dem roten „E“ oder ein kaltes Glas Bier, Cola oder Wasser auf die Seite mit dem blauen „E“ gestellt wird. Die Smartphones können dann über den integrierten USB-Anschluss angesteckt werden. Das Laden soll dann so schnell gehen, als ob das Ladegerät in einer Steckdose steckte, schreibt Gizmag.

Smartphone-Akku mit Heiß- oder Kaltgetränk laden (Foto: Epiphany Labs/Kickstarter)

„Sagen wir, du bist am Abend in einer Kneipe und dein Smartphone-Akku ist leer. Statt sofort in eine Ecke zu gehen, um dein Ladegerät anzuschließen oder gleich ganz zu gehen, kannst du den Epiphany OnE Puck hervorholen und ihn mit dem kalten Bier in deiner Hand zum Laufen bringen und dein Handy damit aufladen“, beschreibt Epiphany eine Einsatzmöglichkeit des kleinen Ladegeräts auf Kickstarter. Über die Crowdfunding-Plattform suchen die Entwickler derzeit nach finanzieller Unterstützung. Aktuell sind bereits knapp 80.000 der gewünschten 100.000 Dollar erreicht, noch sind fast 50 Tage Zeit, um sich finanziell zu beteiligen.

In der aktuellen Finanzierungsrunde ist ein einfacher OnE Puck zum Preis von 115 US-Dollar (plus 15 US-Dollar Versand nach Europa) zu haben. Will man eine spezielle Gravur, kostet das Paket 135 US-Dollar plus Versandkosten. Die Geräte sollen allerdings erst im März 2014 ausgeliefert werden. Geladen werden neben iPhone, iPod und Android-Smartphones alle Geräte, die über eine Lademöglichkeit via USB-Kabel verfügen und 1000 mA oder weniger benötigen. Größere Versionen, die auch Laptops laden können, sollen entwickelt werden, wenn OnE Puck fertig ist.

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6 Antworten
  1. von Denos am 17.02.2013 (12:13 Uhr)

    Für ein einfaches Peltier Element ein ganz schön stolzer Preis...

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  2. von gremmling am 18.02.2013 (07:01 Uhr)

    "...um dein Ladegerät anzuschließen oder gleich ganz zu gehen..."
    OH GOTT Handy ist leer, sofort gehen und laden. Für das Geld kauft man einen Ersatzakku oder einen Akku mit USB Anschluss. So ein Quatsch.

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  3. von Sven am 18.02.2013 (12:27 Uhr)

    @Denos
    Lesen bildet...O.o

    Zitat :
    "Dabei steht eine fast 200 Jahre alte Technik, die des Sterlingmotors, Pate, bei dem – kurz gesagt – Wärmeenergie in mechanische Energie umgewandelt wird..."

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  4. von blogger am 18.02.2013 (13:55 Uhr)

    @ Sven

    Denos hat nicht ganz Unrecht, mit einem Peltierelement würde es auch gehen. Nachdem aber eine heisse und kalte Seite markiert ist, wird es sich wohl wirklich um einen kleinen Sterlingmotor handeln
    siehe http://www.youtube.com/watch?v=uh4G0G0xPDA
    noch etwas Magneten, Spulen und Gleichrichter hinzufügen und fertig ist das Teil ;)

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  5. von KnowYourGadgets am 18.02.2013 (23:17 Uhr)

    Ein Peltier-Element nutzt elektrischen Strom, um eine Temperaturdifferenz zu erzeugen. Ein Peltier-Element "verbraucht" in dem Sinne Strom (und wird üblicherweise als Kühler eingesetzt).

    Einen anderen Effekt, den Seebeck-Effekt, kann man nutzen, um aus einer Temperaturdifferenz eine Spannung zu erzeugen. Diese Spannungen sind jedoch dermaßen klein, dass das Laden eines Lithium-basierten Akkus bei Kaffee-Temperaturen und auf dieser kleinen Tassenfläche eher utopisch ist.

    Siehe Wikipedia-Artikel "Thermoelektrizität" und "Thermoelektrische Spannungsreihe".

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  6. von Sven am 19.02.2013 (01:41 Uhr)

    @blogger

    DAS es geht ist mir schon klar. Aber FAKT ist nunmal das in dem Artikel eindeutig steht das es eben ein Sterling ist und kein Peltier. Insofern hat er völlig unrecht mit seiner Aussage :
    "Für ein einfaches Peltier Element ein ganz schön stolzer Preis..."

    @KnowYourGadgets
    Das von dir beschriebene Verfahren versorgt sogar z.B. Raumsonden und den letzten Mars Rover. Die Wärme kommt hier von einem Uranstab.
    Die Spannung selbst ist zudem nur eine Frage der verschaltung. Aber ob bei einer Kaffeetasse die erbrachte LEISTUNG ausreicht ist wirklich fraglich mit einem Peltier.

    Bezüglich des Sterling Motorprinzips mal allgemein :
    Ich weiß aus eigener Erfahrung (darf leider nicht sagen woher und warum) das es durchaus möglich ist den Mechanischen Wirkungsgrad eines Sterling auf über 80% zu treiben.
    Beim eingebauten "Dynamo" gehts heute auch schon über 90%. Aber eben alles mit ERHEBLICHEN kostenaufwand. Wenn man dann noch mit einrechnet wieviel Energie eine Tasse Kaffe in Form von Wärme in sich trägt und wieviel davon in welcher ZEit abgegeben wird traue ich der Aussage nicht so wirklich das man ein 1Ah Akku genauso wie an der Steckdose laden kann. Aber über den Grad der Entladung sollte man kommen können.

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