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Stöpsel aus dem Ohr nehmen startet Anruf: Neue Smartphone-Funktionen dank Ultraschall

Stöpsel aus dem Ohr nehmen startet Anruf: Neue Smartphone-Funktionen dank Ultraschall

Forscher an der Carnegie Mellon University entwickeln im Rahmen des Projekts SweepSense neue Funktionen für Smartphones und . Dafür nutzen sie Ultraschall-Wellen über die in den Geräten eingesetzte Audio-Technik.

Stöpsel aus dem Ohr nehmen startet Anruf: Neue Smartphone-Funktionen dank Ultraschall

Ultraschall. (Screenshot: YouTube/Carnegie Mellon University)

Ultraschall für neue Smartphone-Funktionen

Du hörst Musik am , hast beide Stöpsel im Ohr; was, wenn du den einkommenden Anruf einfach dadurch annehmen könntest, dass du einen der Ohrstöpsel heraus nimmst? Dieses und ähnliche smarte Features für Smartphones und Laptops wollen Wissenschaftler an der Carnegie Mellon University entwickeln. Die Forscher nutzen dabei Ultraschall-Wellen, die über die eingebaute Audio-Technik der Geräte abgestrahlt und analysiert werden.

Ultraschall-Technik erkennt, ob die Ohrstöpsel im Ohr sind. (Bild: Carnegie Mellon University)
Ultraschall-Technik erkennt, ob die Ohrstöpsel im Ohr sind. (Bild: Carnegie Mellon University)

Dadurch lässt sich etwa erkennen, ob der Nutzer den linken, den rechten oder beide Ohrstöpsel aus dem Ohr genommen hat. So sollen neue Features – wie das oben genannte Beispiel mit dem Anruf-Annehmen – möglich werden. Auch das Stoppen der Musik, wenn gerade beide Ohrhörer nicht im Ohr sind, wäre dann möglich. Für Laptops haben die Wissenschaftler ähnlich spannende Funktionen um Sinn. Hier könnte die Software dafür sorgen, dass sich durch leichtes Kippen des Bildschirms Programme aufrufen lassen. Die Einsatzmöglichkeiten sind aber vielfältig. Beim Auto etwa könnte man durch die Ultraschall-Technik erkennen, ob und wie weit die Tür geöffnet wird.

Ultraschall-Features dank Audio-Technik

Für ihr SweepSense-Projekt nutzen die Forscher die in den Geräten wie Smartphones, Laptops und eben Ohrhörern vorhandenen Lautsprecher und Mikrofone. Über diese werden Frequenzen im Ultraschall-Bereich ausgesendet und deren Reflexionen ausgewertet. Projektleiter Gierad Laput will im März einen Fachaufsatz über die Forschung auf der ACM IUI 2016, einer Konferenz über intelligente Schnittstellen, vorstellen.

Es gibt aber schon Unternehmen, die an Bedienungskonzepten auf Basis der Ultraschall-Technik arbeiten. So hat etwa Elliptic Labs eine Software entwickelt, bei der Ultraschall für die Gesten- und Näherungserkennung auf Smartphones zum Einsatz kommt. Auch Chirp Microsystems nutzt Ultraschall zur Gestenerkennung ein, wie Technology Review berichtet.

via www.heise.de

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Eine Antwort
  1. von Multi-Touch-Sensoren am 17.02.2016 (12:59 Uhr)

    Große Bildschirme kann man schlecht mit Touch-Folie überziehen. Da wären Ultraschall-Lösungen als Nachrüstung auch für Fernseher usw. ganz nett.
    Passiv-Radar funktioniert wohl auf ähnlichem Konzept aber halt mit Funkwellen. Die für sowas nötige Rechenpower wird anscheinend immer bezahlbarer.
    Wenn Google es kauft endet es wie ARA oder Google Glass oder die vielen anderen beendeten Google-Projekte :-(((

    Als Touchscreen-Addon für Homemade-AiO-4k-TV-60"-"Tabletts" sind die Anforderungen deutlich geringer weil sich kaum was tut als wenn man überall rumläuft und die Umgebung ständig scannern muss um herauszufinden wann man den Ohrstöpsel in der UBahn herauszieht während gleichzeitig zig Leute drumherum ein- und Aussteigen. Schade das man darauf warten muss das die anderen diese Ideen erst Jahre später fürs Volk zu realisieren wenn vor Ort die Rechtskosten und Risiken zu hoch sind.

    Disney hatte ja auch Gesten an Pflanzen. Sind evtl ähnliche Konzepte. Schade das bisher keiner was draus macht :-(((
    http://t3n.de/news/disney-macht-pflanze-407442/ Disney macht aus Pflanze Multi-Touch-Sensor

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