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Smartphone Marke Eigenbau: Mit diesem Kit baut ihr euer eigenes Telefon

Smartphone Marke Eigenbau: Mit diesem Kit baut ihr euer eigenes Telefon

Ein chinesischer Hersteller will einen Open-Source-Baukasten für Smartphones über finanzieren. Wir verraten euch, was das RePhone Kit alles kann.

Smartphone Marke Eigenbau: Mit diesem Kit baut ihr euer eigenes Telefon

RePhone Kit. (Grafik: Seeed)

RePhone Kit: Smartphone-Baukasten landet auf Kickstarter

Mit Project Ara arbeitet Google an einem modularen Smartphone-Konzept, bei dem ihr alle möglichen Komponenten mittels vorgefertigter Module austauschen könnt. Wem das noch zu wenig Möglichkeiten zur Personalisierung liefert, der sollte sich die Crowdfunding-Kampagne des RePhone-Kits anschauen. Mit dem Open-Source-Baukasten sollt ihr euch ein eigenes bauen können.

RePhone Kit: Smartphone-Baukasten für Bastler. (Grafik: Seeed)
RePhone Kit: Smartphone-Baukasten für Bastler. (Grafik: Seeed)

Ihr habt die Wahl zwischen einem Kernmodul, das 3G unterstützt, oder einem ohne 3G-Unterstützung. Letzteres bietet dafür allerdings Bluetooth-Support. Die Kernmodule lassen sich um acht weitere Module ergänzen. Dazu gehören ein 1,54 Zoll großes Touchscreen, NFC, GPS, Audio, LEDs, verschiedene Sensoren und ein Arduino-kompatibler Mikrocontroller. Zusätzlich gibt es einen 540-Milliamperestunden-Akku. Die einzelnen Module werden einfach mittels FPC-Flachbandkabeln an das Kernmodul angesteckt.

RePhone Kit: Support für C, C++, JavaScript und mehr

Entwickler können die Arduino-IDE, Lua oder JavaScript zur Entwicklung eigener Software für ihr Bastel-Smartphone nutzen. Außerdem gibt es ein Software-Development-Kit auf Basis der Eclipse-IDE für alle C- und C++-Entwickler. Wer kein Programmierer ist, soll fertige Apps aber ohne Probleme per Drag-and-Drop auf das Smartphone bringen können. Außerdem soll es IFTTT-Unterstützung geben. Ein Gehäuse könnt ihr euch auf Wunsch einfach aus einem Stück Papier zusammenfalten.

Das RePhone Kit lässt sich natürlich auch für ungewöhnliche Smart-Devices nutzen. Ein herkömmliches Telefon müsst ihr also nicht zwingend aus dem Baukasten machen. Auch wenn Seeed, der chinesische Hersteller hinter dem RePhone Kit, einige Erfahrung im Hardware-Bereich mitbringt, gibt es bei einem Kickstarter-Projekt natürlich nie eine Garantie dafür, dass ihr das Produkt zum angegebenen Zeitpunkt in den Händen halten werdet. Immerhin wurde das angestrebte Finanzierungsziel von 50.000 US-Dollar bereits deutlich übertroffen.

Die Preise für das GSM-Kernmodul beginnen bei 12 US-Dollar. Je nach Anzahl der gewünschten Zusatzmodule müsst ihr allerdings mehr bezahlen. Derzeit bekommt ihr das RePhone Kit inklusive Audio-Modul und Touchscreen beispielsweise für 45 US-Dollar. Ausgeliefert werden soll das Paket ab Dezember 2015.

Ebenfalls interessant in diesem Zusammenhang ist unser Artikel „DIY-Handy: So baut ihr ein Mobiltelefon für 200 Dollar“.

via www.heise.de

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Eine Antwort
  1. von ARA kommt ja wohl eh nicht... am 25.09.2015 (13:43 Uhr)

    In Firmen bräuchte man öfter für Kunden Tabletts oder Bildschirme wo man das Bild auf Vorder- und Rückseite sieht. Wäre auch eine Alternative zu den iPadPros wo normalerweise auch nur einer draufguckt.
    Modularisierung wäre also auch für Tabletts interessant. Auch weil die an sich schon größer und damit modularer sein könnten. Und weil man kein Gerät wegen 5G oder 5GHz-WiFi-ac wegwerfen will wenn man es preisgünstig per Modul nachrüsten kann. Indien hatte wohl subventionierte Tablett-Projekte mit zwei USB-Anschlüssen weil es Kultur wäre, Daten auszutauschen.

    Aber Google kriegt kaum ein Projekt ans Laufen: Wave, Base, Internet-Solar-Flugzeuge, Ara,.... Ausser Youtube und Google-Mail funktioniert praktisch nur was für den Profit elementar nötig ist: Suche, Suchergebnisse (auch Maps usw. gehört dazu), Werbevermarktung und womit SEOler so ihr Geld einnehmen.

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