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Smartphones mit mehr als 7 Tagen Akkulaufzeit: In 2 Jahren ist es soweit

Smartphones mit mehr als 7 Tagen Akkulaufzeit: In 2 Jahren ist es soweit

Smartphones werden von Jahr zu Jahr performanter und besser – an einer Eigenschaft hat sich in den letzten Jahren aber kaum etwas getan: der Akkulaufzeit. Bisher kommt man nicht weiter als zwei Tage mit einer Akkuladung – das soll sich jetzt aber ändern. Das Ziel: Mit integrierten Brennstoffzellen Laufzeiten von über einer Woche zu erreichen.

Smartphones mit mehr als 7 Tagen Akkulaufzeit: In 2 Jahren ist es soweit

(Foto: Intelligent Energy)

Lange Akkulaufzeit: Smartphones mit Brennstoffzellen 2 Jahre entfernt

Das britische Unternehmen Intelligent Energy hat als erstes Brennstoffzellen in die schwarzen Londoner Taxis verfrachtet und schon kleine Speicher, die aus Wasserstoff Energie erzeugen, in iPhones gepackt. Jetzt hat das Unternehmen angekündigt, die stattliche Summe von 6,7 Millionen Euro von einem aufstrebenden Smartphone-Hersteller erhalten zu haben, um mit ihm gemeinsam Brennstoffzellen zu entwickeln. Sie sollen nicht wie bisher als Akkupack-Ersatz verbaut werden, sondern direkt in Smartphones des Unternehmens, das nicht namentlich genannt wird, integriert werden. Das Produkt soll in zwei Jahren marktreif sein und eine Laufzeit von über einer Woche gewährleisten.

Wie aus der offiziellen Ankündigung des Joint-Ventures hervorgeht, beabsichtigt Intelligent Energy seinen im letzten Jahr vorgestellten Prototypen mit integrierter Brennstoffzelle weiterzuentwickeln und das finale Produkt zu lizenzieren. „Unsere Brennstoffzellen-Technologie in mobile Geräte zu integrieren, liefert eine Lösung für das anhaltende Dilemma von kurzen Akkulaufzeiten,“ so Julian Hughes, Geschäftsführer der Consumer-Electronics-Abteilung vom Intelligent Energy. „Konsumenten erwarten immer mehr von ihren Smartphones, aber die Entwicklung von Akkus kommt nicht hinterher.“

Lange Akkulaufzeit: Intelligent Energy experimentierte schon mit iPhones

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Um unterwegs eine längere Akkulauftzeit zu erreichen, muss bisher noch ein Akkupack herhalten. (Foto: Intelligent Energy)

Im letzten Jahr hatte Intelligent Energy ein iPhone mit Brennstoffzellen-Technologie ausgerüstet, das laut Entwickler über eine Woche Laufzeit verfügen soll. Das iPhone hatte sowohl einen herkömmlichen Akkus als auch eine Brennstoffzelle an Bord, in der Energie durch eine chemische Reaktion erzeugt wird.

Ob das Unternehmen weiterhin mit Apple kooperiert, ist nicht ausgeschlossen, allerdings scheint es sich bei dem Investor um einen kleineren Smartphonehersteller handeln – es heißt in der Ankündigung zumindest, es handele sich um einen „emerging OEM“, also einen „aufstrebenden Hersteller“. Um wen es sich letztlich handelt, werden wir wohl erst erfahren, wenn das Produkt offiziell vorgestellt wird.

Obwohl die Technologie der Brennstoffzellen durchaus innovativ und erfreulich für Smartphone-Nutzer klingt, ist sie nicht neu. Schon seit Jahren wird an entsprechenden Lösungen geforscht. Ganz kritiklos ist der Einsatz dieser Technologie ebenfalls nicht. Tesla-Chef Elon Musk hält die Verwendung von Brennstoffzellen sogar für dumm, wobei er sich bei seinen Aussagen überwiegend auf den Einsatz in Autos bezieht. Seinen Aussagen zufolge ist dieEnergiegewinnung durch Brennstoffzellen vor allem hochgradig ineffizient.

via www.bloomberg.com

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3 Antworten
  1. von grep am 09.02.2016 (16:03 Uhr)

    Hallo ...,


    ebenso wie die toxischen Lithium-Akkus, sind betreffende Brennstoffzellen- / Wasserstoff-Akkus (vermutlich) höchst explosiv ... dass sollte man NICHT außer Acht lassen.


    Ciao, Sascha.

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  2. von Bessere Akkus braucht jeder am 09.02.2016 (16:41 Uhr)

    Vorhandene Brennstoffzellen basieren auf Methanol. Das ist hoch giftig (Jedes Quartal eine Standard-Meldung ein paar Blinde, ein paar Tote, gepanschter Alkohol auf indischer Hochzeit).
    google: site:www.golem.de methanol toshiba
    Man beachte die Jahreszahlen.

    Interessant an Wasserstoff wäre Rückgewinnung beim Bremsen, Rückenwind, Bergab-fahren o.ä. also aus Wasser wieder O2 und H2 zu generieren. Das geht mit Methanol vielleicht nicht.
    Es generell ablehnen wie Musk finde ich schlechte Wortwahl. Aber wenn man auf den Wirkungsgrad hinweist und mit aktuellen Akkus vergleicht, gibts statt Brennstoffzellen für bestimmte Einsatz-Zwecke wohl bessere Alternativen.
    Interessant ist aber auch das Backend also einsammeln und neu-befüllen. Sowas kann dank Chemie-Industrie und halbwegs geschlossener Systeme vielleicht sehr gut und umweltfreundlich funktionieren.
    Als PowerPack unterm Handy in wählbaren Ausbau-Stufen macht sowas auch mehr Sinn weil Handies immer kleiner und schlanker werden sollen und daher die Bauformen nicht wie SD-Karten, USB-Stecker, Festplatten-Anschlüsse, RAM-Riegel,... zumindest eine Weile lang einheitlich nachkaufbar bleiben oder wie HDMI und Glühlampen-Anschlüsse sehr lange.


    News Google: belenos akkus
    Ist vielleicht bald wirklich verfügbarer als die (leider auch hier) alle paar Monate neue Meldungen über bessere Akkus die dann doch nie kommen genau so wie auch die mehrmals im Jahr versprochenen besseren Solarzellen. Bisher nur die Festplatten-Forschungs-Fortschritte kann man oft wohl wirklich 2-3 Jahre später für unter 200 Euro in normalen Festplatten kaufen.
    Wegen der iWatch hatte ich gehofft, die Akkus würden endlich besser werden: Stattdessen werden vermutlich nur die CPUs Moores Law folgend stromsparender :-(

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  3. von Twittelatouser am 13.02.2016 (19:42 Uhr)

    Elon Musk kann ich verstehen. Die Explosionsgefahr durch Brennstoffzellen ist extrem hoch, weshalb es in einem Gerät, das häufig dauernd am Körper getragen wird, nicht gerade sinnvoll ist. Ein weiteres Problem ist, es gibt keinen 100%ig dichten Behälter für Wasserstoff. Das ist noch ein Problem. Das praktische Problem wäre, man müsste mind. ein Mal in der Woche z.B. an die Tankstelle fahren, um so ein Behälter zu ergattern. Das ist nerviger als das Gerät z.B. über die Nacht an ein Ladegerät zu hängen, da Strom fast überall besorgt werden kann. Deshalb sehe ich es auch praktisch problematisch. Und auf Vorrat kann man nicht kaufen, da die Behälter sowieso den Wasserstoff nicht vollständig halten können.

    => Deshalb sehe ich es als nicht so offensichtlich. Nur weil es Tolles denkbar ist, heißt es nicht, dass es praktisch schon nutzbar ist. Was wäre sonst mit Fusionskraftwerken?

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