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So geht Smartwatch! Designer präsentiert atemberaubendes Konzept

So geht Smartwatch! Designer präsentiert atemberaubendes Konzept

Jeder will sie, kaum einer trägt sie – Die bleibt bisher eine Randerscheinung. Das Problem: Nutzer sehen in Uhren vor allem Accessoires. Genau das sind smarte Uhren aber nicht. Wie man High-Tech und Mode zusammenbringen könnte, zeigt das beeindruckende Konzept eines Designers.

So geht Smartwatch! Designer präsentiert atemberaubendes Konzept

Smartwatch der Zukunft? (Bild: Gabór Balogh)

Eine Smartwatch mit Stil und ohne Touchscreen

Schon wieder eine Smartwatch? Stimmt! Gefallen an einer smarten Uhr am Handgelenk hat inzwischen fast alles gefunden, was in der Tech-Riege Rang und Namen hat. Samsung und Pebble gehören genauso dazu wie Google, Sony und gerüchteweise natürlich auch Apple. Die Liste ist lang. Nur: Der Erfolg bleibt aus. Das hat in erster Linie mit den Nutzern zu tun, die smarten Uhren trotz teils interessanter Funktionen nicht sonderlich viel abgewinnen können. Ein Grund: der bisher weitgehend fehlende Designanspruch bestehender Modelle.

Ein schlichtes und zeitloses Smartwatch-Konzept. (Bild: Gabór Balogh)
Ein schlichtes und zeitloses Smartwatch-Konzept. (Bild: Gabór Balogh)

Genau das hat der ungarische Entwickler Gábor Balogh erkannt und präsentiert auf Behance ein mehr als augenfälliges Smartwatch-Designkonzept. Es zeigt eine Uhr, wie man sie bisher auf dem Markt vermisst. Sie verbindet – zumindest in der Theorie – technische Raffinesse mit modischem Anspruch. Beim Design hat sich Balogh dabei von der Havana Nevil Brown inspirieren lassen, einem Modell des schwedischen Uhrenherstellers TRIWA. Die Besonderheit liegt vor allem auf dem Ziffernblatt, das Smartphone-typische Funktionen übernehmen soll, aber kein berührungsempfindlicher Bildschirm ist. Stattdessen sollen Nutzer über die mechanischen Rädchen am Gehäuse durch Apps wie Wetteranzeige, Musikspieler und Kartendienste scrollen.

Das Konzept trifft besonders den Geschmack von Gábor Balogh, der nach eigener Aussage eine Vorliebe für „diskrete“ Produkte hat. Als Beispiel nennt er das smarte Thermostat von Nest oder den Apple-Router Airport Express, die sich trotz vieler technischer Funktionen mit einem zeitlos-schlichten Design in den Alltag integrieren, wie er sagt. Sieht so also Zukunft der Smartwatch aus, wie sie sich viele Menschen wünschen?

Warum so eine Smartwatch noch nicht umsetzbar ist

In den Kommentaren zur Designstudie zeigen sich Nutzer begeistert: „Die Uhr sollte per Crowdfunding finanziert werden, ich würde sie sofort kaufen!“, schreibt einer. Ein anderer zeigt sich ebenfalls dankbar: „Endlich jemand, der versteht, wie eine Smartwatch wirklich aussehen sollte!“ Dennoch dürfte eine solche Uhr noch einige Zeit auf sich warten lassen.

Natürlich liegen Designkonzepte und Realität immer auseinander. Das ungewöhnliche Steuerungskonzept ohne berührungsempfindlichen Bildschirm ist nämlich nicht mehr als ein Kompromiss, da runde Touchscreens aufgrund der stets rechtwinklig angeordneten Leiterbahnen zur Übertragung der Spannung nicht ohne weiteres möglich sind. Ein Signal sollte die Uhr für die großen Tech-Konzerne aber dennoch sein.

via www.theverge.com

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9 Antworten
  1. von A am 08.03.2014 (10:45 Uhr)

    DAS ist eine Uhr, die wirklich gut aussieht. Ich hoffe, das Designkonzept gibt eine andere Richtung bei den Smartwatch-Produkten vor. Heute find' ich die alle zu futuristisch aussehend...

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  2. von Neue Steuerungen needed am 08.03.2014 (12:00 Uhr)

    Mit Mechanischen Tasten will ich morgens nicht die Emails durchgehen.
    Die Leute wollen anscheinend runde Uhren. Das sollte man also im Kopf behalten. Buttons sollten gut erreichbar sein. Bei klassischen Uhren ist das deutlich optimierbar aber war auch nicht nötig weil man nicht ständig die Uhrzeit verändert oder aufzieht. Cool wäre eine Mechanische Aufzieh-Uhr die per Generator den Strom erzeugt. Per stromsparenden gut lesbarem E-Ink braucht man dann auch tagsüber keine Beleuchtung und keinen Strom wenn man nicht grade was macht.

    Man kann ja (wie MacOS früher mal) die Ecken abrunden aber im Prinzip quadratisch oder rechteckig bleiben. Man könnte auch Ambilight-Mäßig das Armband hinzuziehen und dort Buttons und touchflächen reinmachen und das Uhrendisplay stetig ins Armband übergehen lassen statt eine rechteckige oder runde "Pillendose" und das davon unabhängige Armband an zwei Seiten.

    Aber ich würde trotzdem Touch benutzen stat Mechanik.
    Oder findet Ihr die physischen Homebuttons oder Lautstärkebuttons bequem zu benutzen bei schnee, eis, költe, hitze,... ? Na also.
    Mit dicken Wurstfingern kann und sollte man schlecht auf einem Touch-Smartwatch-Display rumtouchen und noch weniger in Emails oder Webseiten rumscrollen. Daher wäre schlau, die Ränder zu benutzen um den Blick auf den Text zu haben. Das war bei Smartphones und Tabletts bisher nicht relevant.
    Das ipod-touch-mini hat doch auch so einen kleinen aber dicken/breiten Ring. Der muss so breit sein um mit dem Finger gut treffbar zu sein. Bei der Uhr reicht schmal weil man ja den Rand des Gerätes benutzt und spüren kann oder wie die f/j-Taste oder 5-Taste auf Tastaturen mit einer spürbaren Linie versehen kann die wie scrollräder und buttons funktionieren könnte.
    Mit den 4 Kanten kann man dann nette Dinge machen wie durch Apps und durch Emails wischen und z.b. unten oder oben 2-3 buttons simulieren.

    Gibts keine Designer-Tools um die Wischgesten und Aktionen bei Android oder Apple zu messen damit man mal erkennt womit die User ihre Zeit verbrauchen z.b. beim Email-Lesen oder täglicher Benutzung und das dann zu optimieren ?

    Mixkonzepte mit Fernsteuerung wären nett. Die sind ja oft Bluetooth aber die Geräte und Kameras sind leider zu dumm um damit bedient zu werden, viele Raspberry-Distros sind schlauer :-(, schliesst mal eine Bluetooth-Tastatur ans Iphone an. Bei Listen Texte eingeben zum filtern/suchen geht eher nicht. Aber alle Mediaplayer-Tasten gehen. Hmm :-( Evtl setzt dieser Bluetooth-Ring durch, das sich Betriebssysteme durch Bluetooth endlich mal steuern lassen.

    Geld haben alte Leute. Die sind oft weitsichtig. Die feinen Schriften sind also für Werbung ganz nett aber in echt sollte man die Fonts größer drehen können. Auch das liefert sogar iOS nicht wirklich brauchbar.

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  3. von JMK am 08.03.2014 (12:43 Uhr)

    anstatt neue Wege zu gehen, macht man auch Retro. Anstatt einem platzgebenden rechteckigem Format wählt man eine rund Form. Den Leuten gefällts weil sie mit der Form was anfangen können, weil sie vertraut ist. Was daran atemberaubend sein woll, weiß wohl nur der Autor

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  4. von nk am 08.03.2014 (15:22 Uhr)

    > Was daran atemberaubend sein woll, weiß wohl nur der Autor

    Vermutlich das Lederarmband :)

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  5. von Jqwe am 08.03.2014 (15:29 Uhr)

    Für die meisten Leute, die eine Uhr am Handgelenk tragen UND ein Smartphone besitzen stellt die Uhr kein technisches Gerät dar, sondern ein Accesoir. Ein Schmuckstück mit der Fähigkeit die Uhr anzuzeigen. Aber es geht nicht um die Uhrzeit, sondern um die Optik. Ginge es nur um die Uhrzeit, würde das Handy in der Hosentasche ja schon vollkommen ausreichen. Deswegen sind Smartwatches auch nicht so erfolgreich. Diejenigen, die ein Smartphone haben, brauchen keine technische Kopie am Arm. Sie wollen nur ein Schmuckstück mit besonderen Fähigkeiten haben. Und eben weil bisherige Smartwatches keine Schmuckstücke sind, verkaufen sie sich nur schleppend.

    Der Designer hat das sehr gut erkannt! Allerdings würde ich persönlich auch eher eine Touch-Sensitive Bedienung bevorzugen. Diese müsste garnicht mal nur im Display sein. Ich könnte mir vorstellen, dass diese auch anstelle der mechanischen Knöpfe eingesetzt werden könnte.

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  6. von meridian am 08.03.2014 (15:43 Uhr)

    Das mit dem Touch Display und den runden Uhren ist nicht ganz wahr. Es gibt z.B. von Tissot die "touch". Die Uhr ist rund und hat ein Touch Display. Was man alles damit machen kann, weiss ich aber nicht. Ich habe sie nicht.

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  7. von sven am 10.03.2014 (10:44 Uhr)

    Ich versteh nicht diese Kommentare aller: "Mit Mechanischen Tasten will ich morgens nicht die Emails durchgehen"! Ich will mit einer Smartwatch überhaupt nicht die Emails durchgehen, egal welche Form!
    Ich verstehe nicht, warum die Leute immer denken, eine Smartwatch muss alle Funktionen des Smarphones übernehmen. Ich denke, eine Smartwatch ist als Notification-Center zu sehen. Mein Smartphone vibriert in der Tasche und ich sehe kurz aufs Handgelenk, um was für eine Nachricht es sich handelt, und ob ich da jetzt drauf reagieren muss. Ich spare mir einfach das Smartphone ständig in die Hand zu nehmen. Auch die Steuerung von Musik ist ein schönes Extra, aber ich muss doch nur Play/Pause und Vor- Zurückspringen, für alles weiter nehme ich das Smartphone einfach in die Hand.

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  8. von Christian am 10.03.2014 (15:56 Uhr)

    Wundert mich das noch keine grosse Firma auf die Idee gekommen ist, Smartwatches in diesem Format anzubieten anstatt die klobige viereckige Form zu nehmen. Wie Sven schon schrieb, wäre eine Smartwatch zum lesen von Emails doch eher ungeeignet. Wieviele Zeilen wären dort sichtbar? 3-4? Dann lieber ein kurzer Hinweis und ein Blick aufs Handy (Tablet). Ist doch wesentlich Augenfreundlicher und die runde Uhr sieht auch besser aus.

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  9. von andy.mustermann am 21.09.2014 (17:51 Uhr)

    Runde als auch eckige Uhren sehen und sahen schon immer Scheiße aus.

    Ach was? Geschmackssache?

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