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Marketing

SMX München, Tag 2: Neueste Google-AdWords-Tipps und fiese Tricks

    SMX München, Tag 2: Neueste Google-AdWords-Tipps und fiese Tricks

Ob nun mit Erkenntnissen aus der Psychologie oder mit hinterhältigen Tricks: Im Bereich der Suchmaschinen-Optimierung und des Suchmaschinen-Marketings wird mit allen Kniffen und harten Bandagen um die besten Plätze gefochten. Das wurde auf der Search Marketing Expo (SMX) in München erneut deutlich. Für t3n vor Ort ist Olaf Kopp. Hier sein Bericht vom zweiten Tag.

Kampagnenoptimierung bei Google AdWords

Der zweite Tag war für mich etwas PPC/AdWords-lastiger und begann gleich mit einer für mich sehr interessanten Session. „Neue und heiß diskutierte Technologien: Retargeting und Bid Management“. Kollegen von Intelli Ad, DC Storm, Criteo SA und pilot 1/0 waren als Referenten geladen.

Mischa Rürup gab einige interessante Ansätze zur Kampagnenoptimierung. So empfiehlt er die Conversion Rate künstlich zu erhöhen, indem man zusätzliche Ziele einführt, um schneller an valide Daten zu einzelnen Keywords zu kommen. Zudem sei ein antizyklisches Bietverhalten in Abhängigkeit von Tageszeiten und Jahreszeiten zu empfehlen. Weitere Tipps von Rürup waren das Optimieren auf Rohertragsbasis oder die Berücksichtigung der Conversionketten.

Jens Jokschat, Geschäftsführer von pilot 1/0, konzentrierte sich in seinem Vortrag auf das „SEM Re-Targeting“ - sprich: Das Erfassen von Usern, die eine AdWords-Anzeige geklickt haben und nachträglich über Cookies direkt mit z.B. Display Ads angesprochen werden können. Auch sehr interessant, aber grenzwertig was den Datenschutz angeht.

Psychologie & Konversion

In der zweiten Session meiner Wahl ging es um Konsumpsychologie und Konversionraten. Im ersten Vortrag hielt Moritz Habermann von blogzwonull.de einen interessanten Vortrag zur Optimierung der Conversion Rate. Er teilte diesen Prozess in vier Phasen auf und stellte einige kostengünstige Tools vor, die einem die Analyse erleichtern sollen. Auf seinem Blog kann man die Präsentation inkl. der Toolvorschläge herunterladen.

Ein sehr plakativer Vortrag und Ausflug ins Neuromarketing kam dann von Andre Morys von der Web Arts AG. Hier ging es darum, warum wir uns für bestimmte Produkte entscheiden und für andere nicht. Mit der These, dass wir alle Gefühle kaufen, relativierte er das stark pragmatische Thema Usability. Grundlagen waren Ergebnisse von Tests, bei denen die Hirntätigkeit von Probanden untersucht wurde. Stefanie Dürr von Google ging auf die gängigsten Landingpage-Testmethoden ein und hob heraus, dass das Testen von Websites keine Option sondern ein Muss ist.

Wie Suchmaschinen Spam erkennen

Die nächste Session war mit einem meiner Lieblingsreferenten Mario Fischer. Es ging darum, wie Suchmaschinen Spam erkennen können, welche Penalties es gibt und wie man diese erkennen kann. Zuerst erläuterte Ben Hendrickson von SEOmoz den Indikator „Incoming und Outgoing Links“ für die Einstufung als Spam. Dann ging Fischer auf grundlegende Fehler ein wie z.B. gleiche IP Adressen und dasselbe Analytics-Konto oder die Webmaster Tools auch für Satelliten-Seiten zu nutzen. Interessant war auch der Hinweis, dass Google Spam ebenfalls anhand des HTML-Footprints erkennt. Insbesondere bei automatisch erstellten Websites sei dieser oft gleich. Zudem ist die Mischung der verweisenden Links ein Indikator, so Fischer. Follow, nofollow, von PageRank 0 bis PageRank 6, ... - natürlich muss es eben aussehen. Fazit von Mario Fischer: „Be White Hat!“ Danke, Herr Fischer, Sie haben mich wieder mal nicht enttäuscht.

Blackhat AdWords-Tricks

„PPC Blackhat“ war das nächste Thema bei der Session meiner Wahl. Hierbei ging es um unerlaubte PPC/AdWords-Techniken wie z.B. Ad Hijacking und wie man sich davor schützen kann. Wieder mit von der Partie Evert Veldhuijzen, der bereits auf der SES letztes Jahr in Berlin für einen interessanten Beitrag in Sachen PPC sorgen konnte. Zudem der Geschäftsführer von etracker, Christian Bennefeld, sowie Kim Engels von metapeople.

Bei der Session ging es in erster Linie um Klickbetrug. Laut Bennefeld haben die Suchmaschinen selbst nur wenig Möglichkeiten, dieses Problem zu lösen. Klickbetrug kann man ansatzweise über das eigene Trackingsystem herausfinden, z.B. wenn Auffälligkeiten in der Traffic-Herkunft oder bei den Konversionsraten von besonders generischen Keywords festzustellen sind. Wenn auffällige Qualitätsveränderungen beim Traffic auftreten, sollte man sich auch nicht scheuen, mit den Suchmaschinen selbst zu sprechen.

Um „Brand Bidding“ bei AdWords zu vermeiden, also fremde Anzeigen für die eigenen Marken, kann man bei Google den Markenschutz einreichen. Um Ad Hijacking aufzudecken, sollte man seine vermeintlichen Anzeigen und Ihre Ziel-URL im Live-Einsatz überprüfen. Dann zeigt Veldhuijzem wieder einmal ein paar Black-Hat-Tricks mit denen man Ad Hijacking oder Brand Bidding verschleiern kann. Alles mit dem Hinweis: Nicht zur Nachahmung empfohlen. Fazit: Black Hat PPC Methoden sind nicht hundertprozentig zu verhindern und sollten einkalkuliert werden.

Google AdWords für Profis

Zum Abschluss meines Tages führte es mich noch zur Session mit dem vollmundigen Titel „Google AdWords für SEM-Profis“. Da AdWords/PPC eines meiner Lieblingsthemen ist, war ich natürlich gespannt. Daniela Moisel vom Reiseportal opodo präsentierte sehr interessante Testergebnisse bezüglich der Themen SEA in Kombination mit SEO, Ausrichtung der Gebote in Abhängigkeit von Wochentagen und Uhrzeiten. Zudem erlaubte sie Einblicke in die Art und Weise der Analyse von Daten bei den PPC-Kampagnen von opodo.

Eine weitere interessante interne Studie gab sie zu Suchketten preis: Diese Erhebung wiederlegt das typische Suchen von generischen Suchbegriffen hin zu spezielleren Suchanfragen hin zur Conversion. Dieser Vortrag war eines meiner persönlichen Highlights. Marc Hoeft von pilot ging auf den Qualitätsfaktor an sich und dessen Optimierung ein. Pilot testete die von Google angegebenen Kriterien rund um den Qualitätsfaktor in der Praxis. Einige Ergebnisse waren, dass man z.B. bei einer Pausierung von Kampagnen von Google runtergestuft wird oder dass die Platzierung von Keywords im Title oder Content der Landingpage sich nicht positiv auf den Qualitätsfaktor auswirkt. Fand ich nicht so überzeugend wie den Beitrag von Frau Moisel, aber dennoch nicht überflüssig.

Fazit

Mein Fazit zur SMX: Eine sehr gelungene Veranstaltung mit fast durchweg sehr interessanten Vorträgen für die man zwei bis drei Identitäten benötigen würde, um alles mitzunehmen. Es gab nur wenig oberflächliches Gerede, sondern es wurde schnell ans Eingemachte gegangen. Leichte Abzüge in der B-Note für die Organisiation bzw. technische Infrastruktur wegen der fehlenden Steckdosen und stockender Internetverbindung wodurch man teilweise recht eingeschränkt war. Für alle Online-Marketing-Interessierten und -Verantwortlichen ist die Reise nach München mehr als nur einen Gedanken wert und die zahlreichen Besucher scheinen ein Indiz für den zu Recht verstärkten Fokus auf das Thema Suchmaschinenmarketing zu sein.

Über den Gastautor

Olaf Kopp ist Inhaber der SEO- und AdWords-Agentur SEM Deutschland aus Hannover. Die Agentur hat sich auf performanceorientiertes Suchmaschinenmarketing spezialisiert. In seinem Online Marketing Hannover Blog schreibt er über die Themen Social Media Marketing, PPC bzw. AdWords und Suchmaschinenoptimierung (SEO).

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3 Reaktionen
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Hallo, vielen Dank für den Artikel! Ich hatte mich schon gefragt was ich verpasst habe, was hiermit zu einem großen Teil beantwortet sein sollte.

Beste Grüße, ebenfalls aus Hannover.

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Jan Tißler

@Max: Vielen Dank für den Hinweis, ist inzwischen korrigiert.

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Max - Allblogs.de
Max - Allblogs.de

Sehr schöner Beitrag. Ich glaube der letzt Link ist defekt und es fehlt ein http:// oder?

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