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SMX, Tag 1: „Google geht wegen Facebook nicht in Flammen auf wie die Hindenburg“

SMX, Tag 1: „Google geht wegen Facebook nicht in Flammen auf wie die Hindenburg“

Die wohl bedeutendste Suchmaschinenmarketing-Konferenz auf deutschem Boden, die SMX, findet aktuell gerade wieder in München statt. Hier versammeln sich die Suchmaschinenmarketing-Interessierten aus dem deutschsprachigen Raum, um der internationalen SEO- und SEM-Elite zu lauschen. Am ersten Tag hatten die Besucher jeweils die Auswahl zwischen drei Sessions die von zwei Keynotes mit hochrangigen Speakern begleitet wurden. Für t3n vor Ort: Khalil Agheli Zadeh und Olaf Kopp. Nachfolgend ihre Zusammenfassungen einiger spannender Sessions und Keynotes. 

SMX, Tag 1: „Google geht wegen Facebook nicht in Flammen auf wie die Hindenburg“

Untersuchung zu den wichtigsten Rankingfaktoren 2011

Die erste Keynote der SMX wurde von Rand Fishkin gehalten. Rand Fishkin ist Geschäftsführer und Mitbegründer von SEOmoz. SEOmoz gehört zu den führenden Anbietern von SEO-Tools weltweit.

Bei seiner Keynote präsentierte Rand die angenommenen Rankingfaktoren 2011. Basis der Vermutungen war eine Befragung von 132 Suchmaschinenoptimierern sowie die Korrelationsdaten eines Keywordsets mit über 10.000 Suchbegriffen. Gleichzeitig wurden die Ergebnisse der Befragung mit den Ergebnissen der Korrelationsdaten verglichen.

Anhand der Korrelationsdaten wurde klar, dass Verweise von Social Media Portalen wie zum Beispiel Twitter (Tweets, Retweets) oder (Shares, Likes) künftig weiter an Bedeutung gewinnen werden. Wie von Mitarbeitern bestätigt, nutzt seit einiger Zeit Google Facebook-Graphen und Twitter-Daten aktiv zur Bestimmung des Rankings.

Rand Fishkin von SEOmoz erklärte, dass Verweise von Social-Media-Portalen wie Twitter und Facebook weiter an Bedeutung gewinnen werden.

Diskussion: Einfluss von Social Media aufs Ranking

Bei der ersten Session nach der Eröffnungs.Keynote gab es eine kleine Diskussionsrunde zwischen Maile Ohye (Google), Rand Fishkin (SEOmoz), Niels Dörje (Tandler.Doerje.Partner) und Stefan Weitz (Bing, Microsoft). Dabei ging es viel um den Einfluss von Social-Media-Signalen auf das organische Ranking. In Bezug darauf erwähnte Stefan Weitz, dass relevante Suchergebnisse immer ein digitales Abbild der realen Welt sein sollen und deshalb auch der Einfluss von Social Media logisch seien. Dabei waren sich alle einig, dass es schwerer für Suchmaschinenanbieter ist, spammige Social-Media-Profile als Spam-Websites zu identifizieren und dass Facebook auch zukünftig keine Gefahr für Google & Co ist. Stefan Weitz dazu: „Google geht wegen Facebook nicht in Flammen auf wie die Hindenburg. Auf Facebook suchen die User Gruppen und Menschen.“ Allerdings konnte man laut Weitz speziell im Entertainment Bereich in den letzten 12 Monaten eine Bewegung bei den Zugriffszahlen von den Suchmaschinen hin zu Facebook feststellen.

Die Relevanz von Bewertungen bei Google Hotpot wurde von Fishkin als noch nicht hoch eingeschätzt.

Beim neuen Dienst „Google +1“ waren sich Doerje und Fishkin uneinig. Doerje sieht +1 als weiteren hoffnungslosen Versuch von Google, im Social-Media-Bereich Fuß zu fassen. Fishkin und Doerje schlossen darufhin vor den rund 500 Zuhörern eine 100-Euro-Wette darüber ab, ob +1 in zwei Jahren noch existiert.

„PageRank Sculpting ist nutzlos“

Voller Spannung erwartet wurde die zweite Keynote des Tages von Maile Ohye mit dem Titel: „Das Aktuellste zur Google Suche“. Ohye ist für die Leitung des Google Webmaster Central Entwicklerteams verantwortlich. Wie erwartet, wurden bei der Keynote keine Google-Geheimnisse verraten. In dem sehr technischen Vortrag wurde die Entwicklung des Internets und der Web Suche seit 1996 bis heute, sowie Vorteile von HTML5 und Google Tools für Webmaster zum Verbessern der Website Performance erläutert. Ohye wies in ihrer charmanten Art und Weise daraufhin, dass Google großen Wert auf User Experience, Relevanz und Geschwindigkeit einer Website legt. Für SEO-Erfahrene keine neuen Aussagen von Google Seite. Als Tipps gab sie Webmastern noch auf den Weg, auf originelle Inhalte, relevante Keywords und stets aktuellen Content zu achten. Topics der vergangenen Jahre wie z.B. Page Rank Sculpting seien hingegen nutzlos.

Die Keynote konnte man am Besten mit einem Zitat aus der Präsentation selber auf einen Punkt bringen: „Some sites chase search engines, that are chasing users. Others chase the users themselves.“

Maile Ohye von Google räumte mit einigen SEO-Mythen auf, aber Google-Geheimnisse verriet sie logischerweise nicht.

Auf der nächsten Seite dieses Artikels haben wir noch folgende spannende Themen für euch:

  • Wie funktioniert „organische Facebook-Optimierung“?
  • Doppelsession zu Googles Universal Search
  • Suchmaschinenfreundliches Design

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Eine Antwort
  1. von Noé Tondeur am 06.04.2011 (11:56 Uhr)

    Einmal mehr lässt es sich so zusammenfassen: Nützliche, aktuelle Inhalte und Content, die auch aktivierend wirken, Dialoge und Handlungen fördern sind das A und O von erfolgversprechendem SEO und SEM. Also vor allem etwas für die Menschen tun und nicht in erster Linie für Search Engines und Systeme. Aber selbstverständlich braucht es hierzu dennoch fundierte Kenntnisse, wie Suchmaschinen und Soziale Kanäle funktionieren und vor allem wie sie sich entwickeln.

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