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SMX, Tag 1: „Google geht wegen Facebook nicht in Flammen auf wie die Hindenburg“

Wie funktioniert „organische Facebook-Optimierung“?

Unsere nächste Session war von Philipp Roth und Tim Sebastian und hatte „organische Facebook-Optimierung” zum Thema. Hier wurde auch der generelle Unterschied zwischen und angesprochen: Facebook oder besser gesagt die Facebook-Suchfunktion sei in erster Linie eine Personensuchmaschine. Kein Mensch gebe beispielsweise „Waschmaschine“ in den Suchschlitz ein.

Im Grunde genommen geht es beim Facebook-Marketing darum, Fans zu generieren. Dabei ist es wichtig, dass die neuen Fans eine Verbindung zum Inhalt haben und das auch eine Verbindung von Freunden zum Inhalt besteht.

Ohne solche Bindungen kann es schnell passieren, dass Facebook einzelne Neuigkeiten-Quellen aus dem persönlichen Nachrichtenstream streicht. Laut Philipp hat der durchschnittliche Facebooknutzer 200 Quellen (!) aus denen sich der persönlich Stream zusammensetzt. Dabei sortiert Facebook automatisch Quellen aus, die nach ihrer Meinung nicht mehr relevant sind bzw. mit denen kaum oder sehr wenige Interaktionen stattfinden.

Um diesem Filter zu entkommen, sollten die Inhalte der Fanpage eine „soziale Relevanz“ für den Fan besitzen. Im Idealfall soll man nicht nur einzelne Fans, sondern ganze Freundeskreise für seine Fanpage gewinnen.

Im Umkehrschluss bedeutet das wiederum, dass die Fanpage nicht nur relevant für den Einzelnen sein muss, sondern eigentlich immer dann erfolgreich ist, wenn man neue innovative Ansätze verfolgt und den Fans neue Nutzererfahrungen schenkt.

Doppelsession zu Googles Universal Search

smx google universal search
Googles Universal Search in Aktion: Zu Tim Berners-Lee gibt es beispielsweise auf der ersten Suchergebnisseite nicht nur Websites zu sehen, sondern auch Fotos und Videos. Wie aber optimiert man dafür?

Bei der Doppelsession zum Thema Universal Search kamen die Zuhörer voll auf Ihre Kosten. Die Referenten Niels Dörje (Tandler.Doerje.Partner), Benjamin Jost (Trust You) und Marcus Tober (Searchmetrics) befassten sich mit dem immer wichtiger werdenden SEO-Thema Optimierung von Universal Search Ergebnissen wie z.B. Google Places, Video Suche, Google Shopping Suche und die Wichtigkeit von User Bewertungen.

Niel Dörje erläuterte in seinem Vortrag anhand eigener Projekte, wie Google Daten für Google Places und die Shopping Suche aggregiert und zeigte die wichtigsten Optimierungsmöglichkeiten auf. Einer der besten Vorträge zu dem Thema, den ich bisher gehört habe.

Benjamin Jost von Trust You stellte in seinem Kurzvortrag eine hauseigene Software Lösung vor, wie man User-Bewertungen im Reisebereich nach Kategorien ordnen kann, um damit Usability und Conversionrate zu verbessern. Sehr interessanter Ansatz.

Zu guter Letzt stieg Marcus Tober, seines Zeichens SEO-Urgestein und Geschäftsführer der SEO-Tool-Schmiede Searchmetrics, sehr tief in das Thema Optimierung von You Tube-Videos ein. Tober gab konkrete Tipps zur Optimierung, wobei auch Manipulationen der YouTube-internen Video Suche mit Black-Hat-Methoden erläutert wurden. Auf Nachfrage eines Zuhörers wies Tober auch auf Transcripte hin, mit denen Google zukünftig bis zu 20 Audio Spuren aus den Videos in Textform extrahieren und als Bewertungskriterium einfließen lassen kann.

Suchmaschinenfreundliches Design

Die letzte Session des Tages behandelte das Thema „Search Engine Friendly Design“ und wurde von Johannes Mueller (Webmaster Trends Analyst bei Google) und Mikkael deMib Svendsen (Creative Director bei deMib.com) abgehalten.

Am Anfang stellte Johannes ausführlich das Crawling und Indexing vor. Diese grundlegenden Arbeitschritte vollführt eine Internet-Suchmaschine bevor ein Inhalt in den Index aufgenomen wird (und dem Suchenden somit bei einer Suchanfrage überhaupt angezeigt werden kann). Interessant war hierbei die Erklärung von Johannes, dass Google pro Tag ca. 20.000 URLs crawlen kann, bevor die Server spürbar langsamer werden. Auf der anderen Seite behindern langsame Server bei der Auslieferung der Inhalte ebenfalls stark den Crawling-Vorgang. Fazit der Erläuterungen von Johannes: Je besser die Zugänglichkeit der Inhalte, desto besser für SEO.

Der zweite Teil der Session wurde von Mikkael deMib Svendsen abgehalten. Mikkael veranschaulichte sehr schön an einem Beispiel wie Google eine Webseite sieht. Dabei wurde zuerst Flash deaktiviert, dann die Bilder entfernt und anschließend CSS deaktiviert. Auch das Cache-Ergebnis (hier speziell die Textversion) gibt Betreibern einen Einblick wie Google ihre Webseite wahrnimmt.

Um eine Webseite für Google zu optimieren, empfiehlt Mikkael unter anderem: eine logische Verzeichnis- und Dateistruktur, den Einsatz von Standard Links und den Verzicht auf einer „obskuren“ und selbsterdachten Navigation. Der Ansatz von Mikkael lautet hier: „Make the site for the user and optimize it for search engines.“

Fazit zum ersten Tag der SMX

Der erste Tag auf SMX bot informative Sessions für Anfänger und Fortgeschrittene mit Luft nach oben. Viel Bekanntes wurde angesprochen, aber auch neue Ansätze für ein erfolgreiches Linkbuilding innerhalb von Social Media Portalen. Mal sehen was der zweite Tag bringt!

Unsere Gastautoren

Khalil Agheli Zadeh ist Geschäftsführender Inhaber der SEO Agentur SEO Deutschland. Olaf Kopp ist Inhaber von SEM Deutschland.

Weiterführende Links zu aktuellen Facebook-News:

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4 Answers

  1. von Noé Tondeur 06.04.2011 (11:56Uhr) 1.

    Einmal mehr lässt es sich so zusammenfassen: Nützliche, aktuelle Inhalte und Content, die auch aktivierend wirken, Dialoge und Handlungen fördern sind das A und O von erfolgversprechendem SEO und SEM. Also vor allem etwas für die Menschen tun und nicht in erster Linie für Search Engines und Systeme. Aber selbstverständlich braucht es hierzu dennoch fundierte Kenntnisse, wie Suchmaschinen und Soziale Kanäle funktionieren und vor allem wie sie sich entwickeln.

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