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Digitale Wirtschaft

Snowden: Microsoft gewährte US-Geheimdiensten Zugriff auf Outlook, Skydrive, Skype und Co.

    Snowden: Microsoft gewährte US-Geheimdiensten Zugriff auf Outlook, Skydrive, Skype und Co.

Durch die Enthüllungen des Whistleblowers Edward Snowden war schon bekannt, dass Microsoft zu den Firmen gehört, auf deren Daten der amerikanische Geheimdienst Zugriff hatte. Der britische Guardian legte jetzt nach und veröffentlicht weitere Details zu den Verbindungen von Microsoft, NSA und FBI.

Snowden: Neue Informationen des Whistleblowers beschreiben die Zusammenarbeit des US-Geheimdienstes NSA und dem Softwarekonzern Microsoft. (Bild: Wikimedia Commons)
Snowden: Neue Informationen des Whistleblowers beschreiben die Zusammenarbeit des US-Geheimdienstes NSA und dem Softwarekonzern Microsoft. (Bild: Wikimedia Commons)

Snowden: Microsoft soll aktiv bei der Überwachung von Outlook.com und Skype geholfen haben

Nach Angaben des Guardians liegen der Zeitung neue Informationen von Edward Snowden vor. Aus diesen soll sich der Grad der Zusammenarbeit zwischen dem Software-Konzern und dem amerikanischen Geheimdienst NSA ablesen lassen. So soll Microsoft dabei geholfen haben, die eigene Verschlüsselung zu umgehen, da man auf Seiten des US-Geheimdienstes Sorge hatte, man könne den Web-Chat von Outlook.com nicht adäquat überwachen. Zu den E-Mails des Service, beziehungsweise des Vorgängers Hotmail hatte man zu diesem Zeitpunkt bereits Zugriff. Außerdem, so berichtet der Guardian, habe der Konzern aus Redmond mit der amerikanischen Polizeibehörde FBI zusammengearbeitet, um der NSA Zugang zu den Daten auf Skydrive zu liefern. Den Cloud-Speicher von Microsoft nutzen derzeit mehr als 250 Millionen Nutzer.

Eine weitere Kooperation mit dem FBI soll die Frage behandelt haben, welche potenziellen Probleme für die Überwachung entstehen könnten, wenn User die Alias-Funktion von Outlook.com nutzen. Dieses Feature erlaubt es Nutzern des E-Mail-Dienstes, zu der eigentlichen E-Mail-Adresse weitere zu benutzen und von einem Konto aus zu verwalten.

Auch Skype scheint Teil der Zusammenarbeit gewesen zu sein. In einem Dokument soll die NSA angegeben haben, dass man, neun Monate nach dem Kauf des Video-Chat-Dienstes durch Microsoft, die Anzahl der überwachten Video-Konferenzen verdreifacht habe. Laut Guardian hat die NSA ihre Daten regelmäßig mit dem FBI sowie dem amerikanischen Auslandsgeheimdienst CIA geteilt.

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Microsoft wehrt sich gegen die Vorwürfe

In einer Pressemitteilung, die dem Business Insider vorliegt, weist Microsoft die neuerlichen Anschuldigungen von sich. Der Konzern würde keiner Regierung uneingeschränkten Zugriff auf seine Daten geben. Vielmehr würde man Daten nur in Übereinstimmung mit geltendem Recht an Behörden übergeben. Gleichzeitig forderte Microsoft mehr Transparenz. Nach US-amerikanischer Gesetzeslage sind Firmen unter gewissen Umständen zur Geheimhaltung verpflichtet, wenn sie Informationen an Geheimdienststellen übermitteln. Auch Google und Yahoo hatten bereits moniert, dass sie unter den gegebenen Umständen kaum in der Lage wären, die Anschuldigungen wirklich aufzuarbeiten.

Für Nutzer ist das bestenfalls ein schwacher Trost. Wie oft und unter welcher Begründung die Herausgabe persönlicher Daten von US-Geheimdiensten gefordert wird, wissen sie nicht. Da die US-Regierung kaum Zahlen darüber herausrücken wird und Firmen wie Microsoft rechtlich gesehen dazu keine Angaben machen dürfen, sollte man vermutlich nicht unbedingt vom besten Fall ausgehen.

Weiterführende Links zum Thema „Datenschutz“

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Andre
Andre

Dazu habe ich gerade noch mal den Microsoft Werbespot gefunden ;-)

http://www.youtube.com/watch?v=gHkAtzx77Bk

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