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Digitalisierung vs. Demokratie: Social Bots sollen Brexit verursacht haben

    Digitalisierung vs. Demokratie: Social Bots sollen Brexit verursacht haben

(Foto: Shutterstock)

Wissenschaftler warnen schon seit längerem vor Gefahren für die Demokratie durch künstliche Intelligenz. Social Bots etwa sollen den Brexit mitverursacht haben.

Social Bots für Brexit verantwortlich?

Was bedeutet die zunehmende Digitalisierung, etwa in Form von Algorithmen, Supercomputern, künstlicher Intelligenz (KI) oder Social Bots, für die Demokratie? Einige Wissenschaftler warnen vor Gefahren durch die Steuerung des Verhaltens, unter anderem in einem im Dezember 2015 beim Wissenschaftsmagazin Spektrum veröffentlichten Digital-Manifest. Darin fordern neun von ihnen „Digitale Demokratie statt Datendiktatur“. Eine der ersten direkten Auswirkungen auf politische Entscheidungen soll im Rahmen des Brexit-Votums sichtbar geworden sein.

Digitalisierung: Social Bots können offenbar politische Entscheidungen beeinflussen. (Foto: <a href="http://www.shutterstock.com/pic-411942079/stock-photo-blue-tone-city-scape-and-network-connection-concept.html?src=sEyEj2JIwqQFTnFVns_oLQ-1-1">Shutterstock</a>
Digitalisierung: Social Bots können offenbar politische Entscheidungen beeinflussen. (Foto: Shutterstock)

Beim Brexit-Votum sollen Social Bots ein gewichtiges Wörtchen mitgeredet und die Abkehr Großbritanniens von der EU zumindest mitverursacht haben, erklärte der Sozialwissenschaftler und Internet-Experte Dirk Helbing gegenüber Spektrum.de. Helbing war einer der Mitunterzeichner des Digital-Manifests. Die britischen Forscher Philip Howard und Bence Kollanyi hatten vor dem britischen Referendum eine Woche lang die Twitter-Nachrichten zum Thema Brexit durchforstet. Sie kamen laut Helbing zu dem Schluss, dass automatisch generierte Tweets das Pro-Brexit-Lager stark gemacht hätten.

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Social Bots und Co.: Digitalisierung nicht verteufeln

Wer für die offenbar absichtliche Beeinflussung verantwortlich war, steht nicht fest. Hinter den Social Bots und ihren Pro-Brexit-Nachrichten hätten aber politische und wirtschaftlich Interessen gestanden, meint Helbing. Der Wissenschaftler warnt zudem vor einer zunehmenden Datenhörigkeit. Die könnte zur Folge haben, dass „die digitale Entwicklung auf eine globale, zentrale Gesellschaftssteuerung [hinausläuft], die von künstlicher Intelligenz gelenkt wird“, sagte Helbing im Interview mit Spektrum.de. Im besten Fall könnte die Digitalisierung aber auch zur Weiterentwicklung von Demokratie und Wirtschaft verwendet werden. Dabei könnten künftig das Internet der Dinge, die Blockchain-Technologie und die Komplexitätsforschung eine Rolle spielen.

Auch interessant zum Thema Brexit: „Harter“ Brexit: 76 Prozent der britischen Firmenchefs wollen ins Ausland

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5 Reaktionen
Wo darf man kostengünstig programmieren ?
Wo darf man kostengünstig programmieren ?

Laut Studien sind 30% der Internet-User der Türkei bei Twitter.
Nur hier ist mobiles Internet mobil unterwegs kaum verbreitet.
Woanders kriegt man für 10-12 Dollar sechs Gigabyte. PREPAID.
Da ist Mobiles Internet wirklich mobil und unterwegs und nicht nur bequem auf der Wohnzimmer-Couch.

Demokratie kann man trivial programmieren. Keiner ausser mir ist dafür. Ich wollte schon vor Jahren ein Grundrecht auf Firmware-Updates. Dank CETA-TTIP-Trivial-Software-Patenten kann man das vergessen und alle Versicherungen, Verwaltungen und Bundestag müssen vielleicht für Zillionen wegen Software-Update alle - perfekt funktionierenden - Lichtschalter austauschen weil es leider keine dafür "leider" keine Firmware-Updates gibt...

Wenn hier - dank Smart-Car-Durchsetzung - die Massen-Arbeitslosigkeit (Tankstellen-Sterben, Taxifahrer, Lieferanten,... Benziner-Jobs) herrscht, werden sich viele wünschen, ich hätte hier ein Land genannt bekommt, wo man endlich alle Parteitage, PR-Konferenzen von Tim Cook, Jogi Löw, Dr.-Titel-Plagiatoren, Film-Vorstellungen, Serien-Staffel-Vorstellungen, Sendern, Startups, Fußball-Vereinen usw. digital per second Screen konstruktiv und legal Zwangs-Demokratisieren und Merkel muss endlich die Fragen vom Kleinen Bürger beantworten. Oder Tim Cook. Oder VW. Oder CDU. Oder AfD. usw.
Das würde endlich die Demokratie bringen.
Aber hier glauben wirklich noch viele, ihre Kinder würden nicht mehr analog sondern dank Politikern endlich digital erzogen werden: Har har har. Wir warten bald länger auf DSL als auf einen Trabbi in der Sozialismus-Mangel-DDR !
http://t3n.de/news/smartphones-kinder-ulbricht-spitzer-digitale-demenz-734872/

Wie schon gesagt: Diese Punkte sind trivial-Programmierung. Doch bloss wo darf man es endlich realisieren ?
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Wikipedia-Gruender-Zehn-Dinge-die-frei-sein-muessen-120873.html
Dann kriegt Ihr - ohne Investment - eine bessere Welt oder zumindest bessere Informationen. Ist wohl nicht so wichtig... Hoffentlich setzt sich Robo-Journalismus endlich durch... und in der Rezession kauft jeder jeden und es gibt nur noch 1-2 Zentral-Bundes-Redaktionen... in Berlin wo die Mieten und das Leben so super günstig sind...

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Markus
Markus

Wenn dem so ist, dann ist das eine wichtige Erkenntnis. Damit könnte man ja behaupten, dass Menschen Marionetten ihrer Informationen sind. Mal abgesehen davon, dass dem schon immer so war und es lediglich einen neuen Formfaktor bekommt, bedeutet es auch, dass keiner mehr selbstbestimmtes Denken lernt. Das wäre ein Punkt, wo man ansetzen kann.

Ich gehe gern in einen Vortrag herein und erkläre gleich zu beginn, dass ich nur 10% Objektivität liefern kann und man folglich 10 unterschiedliche Meinung braucht, um eine eigene aufbauen zu können. WICHTIG..die müssen unterschiedlich sein, denn sonst passiert es schnell, dass man in einer Blase sitzt.

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sebush
sebush

schuld sind die ignoranten Jungen die sich erst der Demokratie verweigerten und dann nur noch heulen...

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Marcel
Marcel

Das würde doch voraussetzen, dass die breite Masse sich bei Twitter tummelt und ständig mit diesen Tweets in Kontakt kommt.
Und genau diesen Umstand halte ich für völligen Käse.

Wie viel Prozent der britischen Bevölkerung tummelt sich denn bei Twitter?
Und wie viel Prozent davon wurde vermutlich mit diesen Tweets bestrahlt?

Für mich unvorstellbar, dass der Einfluss dieser Tweets spürbar gewesen sein soll.

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Jayy
Jayy

Viele Faktoren gehen damit einher. Aber diese Thematik im Artikel ist schon eine Behauptung!

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