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Social-Media-Kommentare: Was ihr löschen könnt – und was lieber nicht

    Social-Media-Kommentare: Was ihr löschen könnt – und was lieber nicht

Kommentare in Blogs, auf Facebook-Seiten und Co. sind schon was tolles. Denn wo sonst bekommt man so leicht Rückmeldungen wie in Social Media. Doch die sind nicht immer qualifiziert. Hier erfahrt ihr, was bedenkenlos gelöscht werden kann.

Es muss ja nicht immer ein ausgewachsener Shitstorm sein, wenn sich in Kommentaren etwas zusammenbraut. Manchmal sind Kommentare einfach daneben, weil sie so gar nichts mit dem Ursprungsgedanken des Beitrags zu tun haben. Zum Beispiel, wenn der Kommentator zusammenhanglos auf etwas ganz anderes verlinkt, zum Beispiel seine eigene Webseite, die zwar keinen Nutzwert, dafür viele tolle bunte Werbebanner bietet. Klar, so kann man Linkbuilding auch betreiben. NICHT.

Das kann (und muss) gelöscht werden

Zunächst einmal: Alles, was andere beleidigt, angreift oder herabsetzt. Erstens ist nicht alles von der Meinungsfreiheit gedeckt und in Extremfällen muss es dann doch mal die Strafanzeige sein. Immer dran denken: Ihr seid für das verantwortlich, was bei euch in den Kommentaren auftaucht, sobald ihr davon Kenntnis habt. Wer eine Äußerung, die absolut unpassend ist, stehen lässt, macht sie sich zu eigen.

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Das passiert regelmäßig in Social Media: Komischer Link, Kommentar auf Englisch und der Text ist auch noch sinnlos. Ein klarer Fall von Spam.

Hoffen wir, dass so etwas nicht all zu oft vorkommt. Dagegen bekommen selbst kleine Blogs oft Spam-Kommentare. Ein Indiz für Spam ist die Sprache: Blog auf Deutsch, Kommentare in Englisch? Verdächtig. Der Link führt auf eine Verkaufsseite? Doppelt verdächtig. Und der Kommentar hat absolut keinen Bezug zum Beitrag? Spätestens jetzt sollte die Spam-Schranke fallen. Gleiches gilt für stupide „Bitte-liked-meine-Seite”-Kommentare in Facebook-Postings.

Das kann vielleicht gelöscht werden

Manchmal ist der Spam gar nicht so plump und jemand gibt sich sogar Mühe beim Verfassen eines Kommentars in korrektem Deutsch. Der Link verrät dann die meisten, wenn er wieder auf eine Verkaufsseite führt. Unter Fachleuten ist es legitim, auf die eigene Webseite oder das eigene Blog zu verlinken. Gerade bei Links ins eigene Blog sollte jedoch für den Leser ein Mehrwert entstehen. Zum Beispiel ein Anknüpfungspunkt an das Thema oder eine weitergehende oder konträre Meinung.

Dabei solltet ihr nicht vergessen, dass das Internet zwar für uns eine zweite Heimat, für einige aber wirklich immer noch neues Terrain ist. Manche Menschen sind mit Netiquette nicht so vertraut und denken nicht in erster Linie an ihren eigenen Vorteil, wenn Sie plump auf ihre eigene Seite verlinken. Daher ist es manchmal besser, den Kommentar mit einem Hinweis zu beantworten.

Troll-Kommentare soll man ja am besten ignorieren. Das Mantra „Don't feed the Troll” ist hinlänglich bekannt. Wenn der Troll sich durch Ignoranz aber nicht vertreiben lässt, löscht seine Kommentare gnadenlos.

Lieber nicht löschen

Gar nicht löschen solltet ihr Kommentare, wenn jemand einfach einen anderen Standpunkt vertritt als ihr. Wir leben in einer Gesellschaft, in der Meinungsfreiheit ein hohes Gut ist – mit all ihren Vor- und Nachteilen. Sicher ist es unangenehm, öffentlich im eigenen Blog oder sonstwo in Social Media auf Fehler hingewiesen zu werden, aber das gehört dazu. Und andere Standpunkte sind ja auch interessant, um andere Sichtweisen kennen zu lernen. Wenn der Kommentator dennoch vollkommen daneben liegt, könnt ihr zum einen versuchen, mit ihm weiter zu argumentieren (es sei denn, er trollt, dann siehe oben) oder aber ihr habt weitere Nutzer, die euch unterstützen.

Weniger Arbeit mit den richtigen Tools

Die Moderation von Kommentaren macht Arbeit. Wer die richtigen Tools nutzt, kann die aber reduzieren – zum Beispiel mit einem guten Spam-Filter. Für WordPress haben wir hier ein paar Anti-Spam-Plugins zusammengestellt. Und wenn sich doch mal ein Shitstorm zusammenbraut, könnt Ihr mit diesen Expertentipps reagieren.

Finde einen Job, den du liebst zum Thema Social Media, Redakteur

6 Reaktionen
Silke_S
Silke_S

Euer Beitrag ist angenehm gemäßigt. Leider wird heute oft publiziert:

“Löscht ruhig großzügig alle Trollkommentare”.

Und das ist Bullshit.

Wir können nicht nicht kommunizieren und Löschungen sind bereits Aussagen, die sehr viele ungewollte Botschaften übermitteln. Leider ist der Empfänger hier nicht nur der Betroffene, sondern alle Leser, die den Konflikt nur am Rande oder gar nicht mitbekommen haben.

Zudem kommen solche pauschalen Aussagen meist nicht von denen, die persönlich “an der harten Front kämpfen” (z.B. Community Manager, die tätig sind für Mobilfunkbetreiber oder politische Magazine), sondern von Kollegen, die von außen drauf schauen und die Dynamiken einer Community und den Wirkungsgrad einzelner Mitglieder nicht einschätzen können.

Das ärgert mich.

Hier steht genauer erläutert, wie man eleganter mit drolligen Kunden umgeht.

http://dialogartists.de/kommentare-einfach-loeschen-ist-bullshit/

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skseo
skseo

Ich fand das musste sein ;-)

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Rico Weigand
Rico Weigand

Welch eine Ironie @skseo . Hast du den Artikel überhaupt gelesen.
Did you read the article?

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skseo
skseo

Hi, great work. Watch my Website too

:-)

Antworten

iwanitoo
iwanitoo

Danke Timo, für einen sinnvollen Beitrag. Erst vergangene Woche las ich einen Artikel in der W&V, der sich mit einem ähnlichen Thema beschäftigte und mir drehte sich wegen hanebüchener Argumente der Magen...

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Rico Weigand
Rico Weigand

Ich empfehle wirklich jedem Blogger, Anti-Spam Bee zu installieren. Sonst gibt es schnell mal 20 Spamkommentare im Blog pro Tag. Jedoch filtert das Plugin auch manche Posts aus, die überhaupt kein Spam sind. Deshalb empfehle ich - wenn es im Rahmen liegt - auch die Spamposts durchzulesen. Die Kommentatoren sind die Stammleserschaft, von der jeder einzelne wichtig ist. Sperrt ihr einen solchen Kommentar, dann ist der Leser schnell weg. Und naja, wenn es ein Troll ist... auf die kann man gerne verzichten.

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