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Tod und Social Media: Das machen Facebook, Twitter und Co. nach unserem Ableben

    Tod und Social Media: Das machen Facebook, Twitter und Co. nach unserem Ableben

Social Media. (Foto: Sam Howzit / Flickr Lizenz: CC BY 2.0)

Was passiert eigentlich nach dem Tod mit unseren Social-Media-Accounts? Welche Dokumente benötigen Angehörige, um das Konto eines Verstorbenen zu schließen? Eine Infografik liefert euch die wichtigsten Informationen zu dem Thema.

Social Media: Was passiert nach dem Tod mit unseren Daten?

Zwischen 2004 und 2013 verstarben 30 Millionen Facebook-Nutzer. Auch wenn solcherlei Überlegungen bisweilen schwerfallen, werden auch wir eines Tages das zeitliche Segnen. Doch was passierte in dem Fall eigentlich mit unseren Social-Media-Accounts? Werden uns uninformierte entfernte Bekannte auf ewig Geburtstagegrüße auf unserer Pinnwand hinterlassen? Bekommen unsere nächsten Angehörigen Zugriff auf unsere Daten?

Die zweite Frage lässt sich leider nicht eindeutig für alle Sozialen Netzwerke beantworten. Pinterest beispielsweise schwört, auch nach dem Tod eines Nutzers seine persönlichen Daten an niemanden herauszugeben. Facebook wiederum erlaubt den Angehörigen den Download der Daten, aber nur wenn eine vorherige Einverständniserklärung des Verstorbenen vorliegt oder es eine entsprechende richterliche Anordnung gibt. Auch Google und LinkedIn wollen eine Herausgabe der Daten an angehörige nicht vollkommen ausschließen. Bei beiden Firmen soll das aber nur in Ausnahmefällen und im Einklang mit geltendem Recht geschehen.

Social Media und der Tod: Google lässt euch entscheiden, was nach dem Tod mit euren Daten geschieht

Die meisten Sozialen Netzwerke benötigen den Totenschein des Verstorbenen, um seinen Account zu schließen. Google-Nutzer haben jedoch eine Möglichkeit sich schon vor ihrem Ableben um ihre Daten zu kümmern. Dazu könnt ihr den Inactive Account Manager nutzen. Hier könnt ihr eine Zeitspanne festlegen, nach der euer Google-Konto als inaktiv gilt. Wenn ihr wollt, löscht Google dann alle eure Daten. Alternative besteht die Möglichkeit, ausgewählte Daten an Freunde oder Familienmitglieder zu senden. So könntet ihr beispielsweise sicherstellen, dass eure Fotos nicht für immer verloren gehen.

Wer sich eingehender mit der Thematik beschäftigen möchte, der sollte einen Blick auf die unten stehende Infografik werfen – oder auf den Artikel „Klappe zu, Affe tot – Der digitale Nachlass im Netz“ des Kollegen Maik Klotz. Die Grafik fasst alle wichtigen Regelungen für Facebook, Google, Twitter, LinkedIn und Pinterest übersichtlich zusammen. Auch wenn wir uns nicht gerne mit dem Thema befassen, kann es sinnvoll sein, sich vorzubereiten.

Ein Klick auf den unten stehenden Ausschnitt öffnet die vollständige Infografik.

Social Media und der Tod. (Infografik: WebpageFX)
Social Media und der Tod. (Infografik: WebpageFX)

via allfacebook.com

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3 Reaktionen
Kai

Hier in Bremen hat das ein Bestattungsinstitut (GE-BE-IN) auch im Angebot, nennt sich "Online Schutzpaket."

:-)

Antworten
Kai

Hier in Bremen hat das ein Bestattungsinstitut auch im Angebot, nennt sich "Online Schutzpaket": http://www.ge-be-in.de/bestattungen/service/online-schutzpaket/

:-)

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Alex Schestag

An sich können sich die sozialen Netzwerke nicht dagegen wehren, gegen die Vorlage eines Totenscheins die Zugangsdaten herauszugeben. Denn die Rechtslage ist eindeutig. Die Erben erben auch den digitalen Nachlass.

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