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Social Media: Welche Emotionen kommen auf den unterschiedlichen Netzwerken am besten an?

Social Media: Welche Emotionen kommen auf den unterschiedlichen Netzwerken am besten an?

Eine hat anhand von 2,6 Milliarden Social Shares untersucht, welche US-Medien am erfolgreichsten auf den unterschiedlichen sozialen Netzwerken sind. Dabei wurde auch überprüft, welche Emotionen die Nutzer der verschiedenen Netzwerke zum Teilen animieren.

Social Media: Welche Emotionen kommen auf den unterschiedlichen Netzwerken am besten an?

Social-Media-Studie. (Foto: Eden, Janine and Jim / Flickr Lizenz: CC BY 2.0)

Social Media: Vor allem LinkedIn-Nutzer teilen generell eher positive Nachrichten

Eine Studie hat insgesamt 2,6 Milliarden Social Shares von 190 führenden US-Publishern auf fünf untersucht. Dabei waren bekannte Namen wie Mashable, BuzzFeed, Huffington Post, New York Times und Forbes. Ziel der Untersuchung war es, die auf den jeweiligen Netzwerken erfolgreichsten Publisher zu ermitteln. Spannender ist für allerdings, dass die Macher im Rahmen der Studie auch überprüft haben, welche Emotionen auf welchen Netzwerken zu den meisten Shares geführt haben.

Die Studie unterteilte die untersuchten Artikel beziehungsweise deren Headlines in drei Kategorien: positiv, negativ und neutral. Die erste Kategorie scheint vor allem auf LinkedIn und Pinterest bei den Nutzern anzukommen. Ganze 70 Prozent der erfolgreichsten Artikel auf LinkedIn waren positiver Natur. Bei Pinterest waren es immerhin noch 60 Prozent. Auf waren noch 45 Prozent positiv, 38 Prozent negativ und 17 Prozent neutral. Bei Facebook und Twitter sah die Verteilung jedoch anders aus.

Social Media: Auf unterschiedlichen Netzwerken scheinen auch unterschiedliche Emotionen besser anzukommen. (Grafik: BuzzSumo / Fractl)
Social Media: Auf unterschiedlichen Netzwerken scheinen auch unterschiedliche Emotionen besser anzukommen. (Grafik: BuzzSumo / Fractl)

Social Media: Facebook- und Twitter-Nutzer teilen auch gerne negative Geschichten

Die Twitter-Nutzer scheinen generell durch schlechte Stimmungen zum Teilen angeregt zu werden. Von den 500 am häufigsten geteilten Artikeln der letzten sechs Monate waren 46 Prozent negativ und nur 40 Prozent positiv. Auf Facebook lag der Anteil an negativen Storys sogar bei 47 Prozent. Der Rest verteilt sich auf 36 Prozent positive und 17 neutrale Geschichten.

Leider lässt sich aus der Studie nicht mit Bestimmtheit ablesen, ob wirklich die Emotionen ausschlaggebend für die Anzahl der Shares waren. Da unterschiedliche Publisher ganz klar eine Tendenz zu negativen oder positiven Berichten haben, könnte die Zahlen auch nur ein Beleg dafür sein, dass sie auf diesem oder jenem Netzwerk einfach erfolgreicher sind. Dafür könnten ganz unterschiedliche Faktoren ausschlaggebend sein.

Wer sich eingehender mit der Thematik beschäftigen möchte, der sollte unseren Artikel „Psychologie der Viralität: Warum wir teilen, was wir teilen“ lesen.

via www.inc.com

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Eine Antwort
  1. von Vladimir_Lichev am 25.01.2015 (13:25 Uhr)

    Dass Emotionen einen Einfluss auf unser Klickverhalten haben, ist unbestritten. Nur: Ich hätte gern die expliziten Emotionen erfahren, die dazu geführt haben, dass die Nutzer die Texte teilen.

    Wissenschaftlich ist es bekannt, dass Freude, Angst und Überraschung das größte Potential besitzen soziales Verhalten auszulösen. Die stärkste Emotion aber ist Angst. Denn die Motivation, etwas Positives zu erleben ist viel kleiner als die Motivation, etwas Schlimmes zu vermeiden (Prospect Theory). Schaut man sich die User auf Linkedin an, so stellt man schnell fest, dass es sich hauptsächlich um Entrepreneure handelt, die erfolgreiche Zitate und inspirierende Bilder/Grafiken posten. Facebook dagegen ist viel privater, da werden gern mal auch negative Nachrichten geteilt, mal aus Empörung, mal aus Mitleid. Angesichts der Stichprobengröße sind die Ergebnisse natürlich hoch signifikant, aber die Effektstärke bei einer Verteilung von 46% gegen 40% ist so klein, sodass die Ergebnisse nicht verallgemeinert werden können.

    Eine weitere Frage ist, welche Emotionen tatsächlich bei den Nutzern ausgelöst wurden, denn die wahrgenommenen Emotionen der Nutzer und nicht die von den Redakteuren in der Überschrift formulierten entscheiden darüber, ob wir etwas teilen oder nicht.

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