von , 25.08.2009

Social Networks: Facebook mit rasender Geschwindigkeit Richtung Web-Olymp

Der Aufstieg geht weiter: Facebook liegt nach dem neuesten Media Metrix Ranking der Web Properties von comScore auf dem fünften Platz, gleich hinter Google, Yahoo, Microsoft und AOL. Damit hat sich Facebook im Vergleich zum Vorjahr um elf Plätze verbessert und ist auch an Fox Interactive, dem Besitzer von MySpace vorbeigezogen. Erst kürzlich hatte Facebook in Deutschland den Konkurrenten StudiVZ als Social-Network-Primus abgelöst. Jetzt soll die Mitarbeiterzahl deutlich erhöht werden.

Kaum ein Tag vergeht ohne neue Facebook-Meldungen und die Marschroute von Mark Zuckerberg wird damit immer deutlicher. Er will sich nicht damit zufrieden geben, als eines unter vielen zu etablieren, denn dieses Zwischenziel hat er längst erreicht. Facebook soll weit darüber hinaus aufsteigen. So war die Übernahme von Friendfeed scheinbar erst der Anfang, denn auch personell wird weiter aufgerüstet. Mit David Recordon von SixApart, Arturo Bejar von und Greg Badros von kommen namhafte Persönlichkeiten zu Facebook, die die Social Platform weiter nach vorne bringen sollen. Insgesamt will man die Mitarbeiterzahl um satte 50 Prozent erhöhen. Und das in Zeiten, in denen die Konkurrenz eher Stellen abbaut. MySpace hatte beispielsweise erst im Juni angekündigt, fast jede dritte Stelle abbauen zu wollen.

Licht und Schatten

Doch auch bei Facebook gibt es nicht nur Sonnenschein. Was lange Zeit ein großer Anziehungspunkt war, wird mehr und mehr zum Problem: die enorme Vielfalt an Facebook-Apps, die die Plattform zwar zu einer Innovationsschmiede machen, aber auch die Übersichtlichkeit und Performance beeinträchtigen. Gerade neue Nutzer finden sich nur schwer zurecht und können mit der Fülle an Angeboten kaum umgehen. Eine schlankere Version soll dies zukünftig ändern und gleichzeitig eine Evolution in Richtung Twitter starten. Die ersten Tests dazu laufen.

Auch die umständliche Prozedur, bei der Facebook-Nutzer sich erst noch anmelden müssen, bevor sie beispielsweise eine per Mail erhaltene Freundschaftsanfrage beantworten können, soll einfacher werden. Facebook verbindet sich dafür mit den beiden in Deutschland marktführenden E-Mail-Diensten Web.de und GMX und akzeptiert deren OpenID-Anmeldungen. Für die Nutzer von Web.de und GMX bedeutet das: Angemeldete Nutzer können aus ihren Postfächern heraus direkt zu Facebook wechseln, ohne sich dann nochmals anmelden zu müssen.

Facebook ist weiter auf dem Weg zum Web-Olymp. An die Spitze der Social Networks hat man es schon geschafft, aber war das schon das Ziel? In einem Bloomberg-Interview nennt Facebook Gründer Mark Zuckerberg eine Nutzer-Zahl von 1 Milliarde als Ziel. Um das zu erreichen sind wohl noch einige Entwicklungen notwendig. Wir dürfen uns also auf weitere Facebook-Meldungen gefasst machen.

Bildnachweis: Foto von deneyterrio auf Flickr. Lizenz: CC BY

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