Auf einem Tag der offenen Tür für die Presse stellte Facebook-Gründer Mark Zuckerberg das umfangreiche Update von Facebook vor. Die neue Startseite hebt die ursprüngliche Trennung von privaten und öffentlichen Inhalten auf. Durch diese Verschmelzung will Facebook anscheinend die Aufmerksamkeit der Unternehmen für sich gewinnen. Diese könnten beispielsweise Ankündigungen über ihre Fanpages veröffentlichen und sie so in den allgemeinen Informationsfluss der Nutzer einfließen lassen.
Damit das funktioniert, bedient sich Facebook quasi bei Twitter: Fanpages können nun nach dem von Twitter bekannten Follow-Prinzip abonniert werden und erscheinen somit auf den Startseiten der Abonnenten. Sinnvoll ist in diesem Zusammenhang auch die Aufhebung der Beschränkung auf 5.000 Fans für öffentliche Fanpages.
Ebenso werden die Statusmeldungen twitterähnlicher. Wurden sie zuvor noch etwa alle zehn Minuten aktualisiert, so sollen sie mit dem Update in Echtzeit angezeigt werden.
Damit die Startseite trotz der neuen Funktionen und Inhalte übersichtlich bleibt, wird sie mit der neuen Version in drei Spalten eingeteilt. In der Mitte wird der gesamte Informationsfluss aus Statusmeldungen, abonnierten Fanpages, veröffentlichte Inhalte wie Fotos und alle anderen Aktivitäten der Freunde angezeigt. Dieser Informationsfluss lässt sich nun in der linken Spalte filtern. Mögliche Filter sind beispielsweise "Alle Freunde", "Gruppen" oder auch "Applikationen". Auf der rechten Seite befindet sich dann mit den "Highlights" eine dritte Spalte. Hier finden besondere Informationen Platz, wie Geburtstage, Veranstaltungen oder Hinweise auf Antworten auf eigene Beiträge.
Fazit
Die Neuerungen werden voraussichtlich ab dem 11. März für alle Facebook-Nutzer sichtbar sein. Dann wird sich zeigen, wie die "Twitter-Anleihen" von den Usern angenommen werden und ob Facebook damit ein Stückchen näher an ein mögliches Monetarisierungsmodell gerückt ist. Sollten sich viele Nutzer finden, die öffentliche Fanpages abonnieren, dann wird Facebook sicher als Werbeplattform interessant. Darin liegt aber auch die Gefahr: Werbung statt Information wird sich kaum ein Nutzer wünschen.
Bildnachweis: Andrew Feinberg
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5 Answers
von zweipunktnull » Blog Archive &raqu… 05.03.2009 (22:47Uhr) 1.
[...] wie man Twitter nacheifern möchte. Interessanter noch ist die Tatsache, dass man in Zukunft Fanpages abonnieren kann und deren Updates somit ebenfalls in meinen Newsfeed einfließen. Damit - und mit der [...]
von links for 2009-03-06 « Das Textdep… 06.03.2009 (13:30Uhr) 2.
[...] Social Networks: Facebook schaut sich Twitter-Features ab, nimmt Unternehmen ins Visier » Beitrag
von New Facebook Logo Announced - Nico Hagen… 14.03.2009 (17:50Uhr) 3.
[...] recently redesigned it’s homepage. For most of us, it looks quite familiar—it looks just a small tiny little bit like [...]
von Twitter Trackbacks for Social Networks:… 30.08.2009 (07:16Uhr) 4.
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von Ralf Pregens 22.07.2010 (15:09Uhr) 5.
Mittlerweile scheint der Machtkampf entschieden. Kennt noch jemand Twitter? Scheint mir doch eher eine Funktion zu sein wie die SHIFT-Taste auf der Tastatur. Und das kann natürlich jeder einbauen und weiterentwickeln, wie er lustig ist. Facebook wird sich, wenn's beliebt, für seine halbe Milliarde User (Anzahl der Karteileichen mal beseite gelassen) sowas basteln, sofern sich damit Geld oder Marktmacht erwerben läßt...