In ihrem Blogpost zu den Unternehmensprofilen erklärt die Produktmanagerin Petra Schwenk, dass die jetzige Version erst der Beginn sei und man nun die Meinungen und Ideen der Nutzer einholen wolle. Auf dieser Seite kann man Verbesserungsvorschläge einbringen und für bereits vorhandene abstimmen. Auf Platz 1 momentan: „Verschiedene Schreibweisen derselben Firma zusammenfassen“. Ein Problem, das auch Xing selbst betrifft, wie man hier und hier sehen kann.
Was aber genau ist die Intention, die für Xing hinter dem neuen Feature steckt? Sicher wird man Firmen dazu motivieren können, Xing bewusster zu nutzen und die eigenen Mitarbeiter anzuhalten, sich dort anzumelden und angemessen zu präsentieren. Insofern ist es ein geschickter Schachzug, dass die Unternehmensprofile nicht etwa angelegt werden müssen, sondern automatisch vorhanden sind. Noch nicht ganz klar ist mir allerdings, in welcher Situation ich als Nutzer ein solches Firmenprofil wirklich gebrauchen könnte. Wie sieht das bei Euch aus? Haltet Ihr das für eine sinnvolle neue Funktion oder seht Ihr es eher als Rohrkrepierer?


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6 Answers
von Herr Voß 16.04.2009 (13:25Uhr) 1.
Mmmh. Für Bewerber könnte es interessant sein, zu sehen wie viele Leute im Xing-fähigen Alter in einem Unternehmen arbeiten. Auch kann sich so leicht keine 1-Mann-Werbe-Klitsche als "Das Profi-Team von XY" verkaufen, wenn bei Xing nur 1 Mitarbeiter zu finden ist.
Die Hoffnung, sollte es sie bei Xing geben, dass Firmen ihre komplette Mitarbeiterschaft zur Mitgliedschaft bei Xing verpflichten, dürfte weitestgehend vergebens sein.
Übrigens gab es die Funktion im Prinzip ja auch vorher schon: Wenn man im Profil einer Person auf den Namen der Firma geklickt hat, kamen auch alle registrierten Mitarbeiter.
von Thomas 16.04.2009 (13:51Uhr) 2.
Ein Problem ist für mich ganz klar die Aggregation der Daten. Diese sind wohl in den meisten Fällen wenig representativ für ein Unternehmen.
Auch ist interessant, ob die Daten von geschützten Profile, die ich im Normalfall nicht einsehen kann, für diesen Dienst genuttz werden. Sollte ja bei diesem "Was bieten die Mitarbeiter des UN" schnell ersichtlich werden.(In Zukunft könnten dann ja Fake-Accounts benutzt werden um Wettbewerber tolle "Angebote" unterzujubeln.)
Ich denke, dass xing hier versucht möglichst schnell und auf nicht gerade schönem Wege weitere Mitglieder zu generieren. Welches Unternehmen möchte schon gerne schlecht auf einem Business Portal darstehen.
von jati 16.04.2009 (14:06Uhr) 3.
Das stimmt, das Feature gab es an sich schon. Eine eigene Seite zu machen, die dann auch von Google gefunden wird, sowie Zahlen und Fakten zu aggregieren, gibt dem Ganzen aber schon einen neuen Dreh, finde ich.
von Hugo E. Martin 16.04.2009 (14:16Uhr) 4.
Ich denke die Interessen der Unternehmen und der Xing-Mitglieder liegen oft [zu oft] weit auseinander oder gar konträr. Bevor man in größeren Unternehmen Mitarbeiter zu einer Teilnahme anregen wird, kommt es wohl eher zu einer Beeinflussung das persönliche Profil zu ändern: "Suche neue Herausforderung", "Suche spannende Aufgabe / Job", "Biete xJahre Praxis", "Erfolgreich bei der Umsetzung neuer Ideen" etc. bedürfen, dann wohl der Zustimmung der Personalabteilung ...
von Mario Grobholz 21.04.2009 (09:31Uhr) 5.
Das Feature Unternehmensprofile zu erstellen gibt es bei LinkedIN, dem amerik. Vorbild von Xing schon seit knapp einem Jahr. Neu ist das also nicht. Aus meiner Sicht ist es eher schlecht kopiert oder noch in einer Alpha-Version. Bei LinkedIN bekomme ich zu den Unternehmen wirklich Information angezeigt (Statistiken, News, Börsenkurs, Jobs, ...). Das sieht bei Xing noch sehr halbherzig aus.
Ganz grundsätzlich halte ich es allerdings für bedenklich, wenn Profile - das gilt für Unternehmen, wie auch Personen - automatisch angelegt werden. Nicht nur, dass es ohne Zustimmung des Einzelnen erfolgt. Vielmehr sind die Ergebnisse nicht wirklich exakt, denn bei wievielen Unternehmen sind denn 100% der Mitarbeiter (oder sagen wir mehr als 50%) bei Xing registriert? Insofern kann ganz schnell ein falsches Bild entstehen.
Gerade deswegen sollte es ganz dringend möglich sein, dass ich als Unternehmen selbst die Hoheit über dieses Firmenprofil erlangen kann. So wie es bspw. LinkedIn auch macht ;-)
von Gehrmann PR 27.04.2009 (15:22Uhr) 6.
Ich denke es wird - zumindest in Deutschland - schwer für Unternehmen, Arbeitnehmer zu beeinflussen, die persönlichen Profile abzuändern (schon alleine im Bezug auf das geltende Arbeitsrecht).
Letztlich hat kein Arbeitgeber die Weisungsbefugnis über den persönlichen Internet-Auftritt eines Mitarbeiters. Es führt eher dazu, dass Mitarbeiter den aktuellen Arbeitgeber aus ihrem Profil entfernen oder anonymisieren... und Negativ-PR (sprich: Tilgung des Unternehmensprofils) riskiert kein Unternehmen freiwillig mit derartigen Maßnahmen.