Alle Xing-Nutzer mit Premium-Account können sich jetzt hier die erste Version der neuen Unternehmensprofile ansehen. Diese Seiten werden automatisch aus den Angaben der Xing-Mitglieder generiert, die bei der jeweiligen Firma arbeiten. Xing fasst hier also bereits vorhandene Daten auf neue Weise zusammen - was vielleicht nicht bei jedem Unternehmen gut ankommen wird. Bei so manchen dürften vor allem die statistischen Angaben momentan stark verzerrt sein. So gibt es beispielsweise Zahlen zur Altersstruktur und zur Dauer der Firmenzugehörigkeit. Funktionieren könnte das nur, wenn alle Mitarbeiter Mitglied bei Xing wären und korrekt von der Automatik erkannt würden.
In ihrem Blogpost zu den Unternehmensprofilen erklärt die Produktmanagerin Petra Schwenk, dass die jetzige Version erst der Beginn sei und man nun die Meinungen und Ideen der Nutzer einholen wolle. Auf dieser Seite kann man Verbesserungsvorschläge einbringen und für bereits vorhandene abstimmen. Auf Platz 1 momentan: „Verschiedene Schreibweisen derselben Firma zusammenfassen“. Ein Problem, das auch Xing selbst betrifft, wie man hier und hier sehen kann.
Was aber genau ist die Intention, die für Xing hinter dem neuen Feature steckt? Sicher wird man Firmen dazu motivieren können, Xing bewusster zu nutzen und die eigenen Mitarbeiter anzuhalten, sich dort anzumelden und angemessen zu präsentieren. Insofern ist es ein geschickter Schachzug, dass die Unternehmensprofile nicht etwa angelegt werden müssen, sondern automatisch vorhanden sind. Noch nicht ganz klar ist mir allerdings, in welcher Situation ich als Nutzer ein solches Firmenprofil wirklich gebrauchen könnte. Wie sieht das bei Euch aus? Haltet Ihr das für eine sinnvolle neue Funktion oder seht Ihr es eher als Rohrkrepierer?

















Die Hoffnung, sollte es sie bei Xing geben, dass Firmen ihre komplette Mitarbeiterschaft zur Mitgliedschaft bei Xing verpflichten, dürfte weitestgehend vergebens sein.
Übrigens gab es die Funktion im Prinzip ja auch vorher schon: Wenn man im Profil einer Person auf den Namen der Firma geklickt hat, kamen auch alle registrierten Mitarbeiter.
Auch ist interessant, ob die Daten von geschützten Profile, die ich im Normalfall nicht einsehen kann, für diesen Dienst genuttz werden. Sollte ja bei diesem "Was bieten die Mitarbeiter des UN" schnell ersichtlich werden.(In Zukunft könnten dann ja Fake-Accounts benutzt werden um Wettbewerber tolle "Angebote" unterzujubeln.)
Ich denke, dass xing hier versucht möglichst schnell und auf nicht gerade schönem Wege weitere Mitglieder zu generieren. Welches Unternehmen möchte schon gerne schlecht auf einem Business Portal darstehen.
Ganz grundsätzlich halte ich es allerdings für bedenklich, wenn Profile - das gilt für Unternehmen, wie auch Personen - automatisch angelegt werden. Nicht nur, dass es ohne Zustimmung des Einzelnen erfolgt. Vielmehr sind die Ergebnisse nicht wirklich exakt, denn bei wievielen Unternehmen sind denn 100% der Mitarbeiter (oder sagen wir mehr als 50%) bei Xing registriert? Insofern kann ganz schnell ein falsches Bild entstehen.
Gerade deswegen sollte es ganz dringend möglich sein, dass ich als Unternehmen selbst die Hoheit über dieses Firmenprofil erlangen kann. So wie es bspw. LinkedIn auch macht ;-)
Letztlich hat kein Arbeitgeber die Weisungsbefugnis über den persönlichen Internet-Auftritt eines Mitarbeiters. Es führt eher dazu, dass Mitarbeiter den aktuellen Arbeitgeber aus ihrem Profil entfernen oder anonymisieren... und Negativ-PR (sprich: Tilgung des Unternehmensprofils) riskiert kein Unternehmen freiwillig mit derartigen Maßnahmen.