Yahoo Buzz

Das Social-News-Portal von Yahoo hat aktuell die geschlossene Betaphase beendet und ist jetzt für alle verfügbar. Bisher konnten nur ausgesuchte Nachrichtenseiten teilnehmen. Der neue Digg-Konkurrent auf dem englischsprachigen Markt ermittelt zunächst aus den Suchanfragen die populärsten Nachrichten, die dann per Voting und E-Mail-Empfehlung bewertet werden. Die Top-Stories werden anschließend redaktionell gesichtet und kommen so eventuell auf die publikumsträchtige Startseite von Yahoo.
Digg

Als Experiment wurde Digg im November 2004 von Keven Rose, Owen Byrne, Ron Gorodetzky und Jay Adelson an den Start gebracht. Das Urgestein aus den USA wurde in der Folgezeit häufig kopiert und bildet quasi den Standard unter den Social-News-Portalen. Auf Digg werden alle Arten von Nachrichten, Videos und Podcasts eingereicht und von den Benutzern mit einem "digg it" positiv bewertet. Allerdings können News auch als Spam bewertet und somit ausgeschlossen werden. Eine lokalisierte deutsche Version gibt es bisher nicht.
Yigg

Yigg ist ein deutschsprachiges Social-News-Portal, das nach dem Vorbild des amerikanischen Pendants Digg aufgebaut ist und am 1. Januar 2006 von Enrico Kern und Christian Volmering gegründet wurde. Nach der Registrierung können User Nachrichten bewerten (Klick-Rate und Kommentierung) und eigene Vorschläge einstellen. Hochbewertete News gelangen auf die Startseite, die anderen kommen in die Warteliste und werden nach 24 Stunden ohne Bewertung gelöscht.
Webnews

Auch Webnews ist ein deutschsprachiges Portal. Stefan Vossköter und Thorsten Lüttger haben es im November 2006 gegründet. Neben Text-Nachrichten können User Audio-, Bild- und Videomedien einstellen. Die Bewertung findet hier ebenfalls über Klicks und Kommentierung statt. Interessant ist die Möglichkeit News einer bestimmten Region zuzuordnen (Lokalnachrichten).
Shortnews

Das älteste News-Portal in Deutschland wurde 1999 von Andreas Mihalovits und Oliver Stangl gegründet. Dem Namen folgend werden bei Shortnews Zusammenfassungen von Nachrichten eingestellt und anschließend von den Usern bewertet und kommentiert. Für jede dieser Aktionen erhalten die Nutzer Punkte, auf deren Basis ein Tagesranking gebildet wird. User bekommen für gute Platzierungen "Shorties", die in Sachpreise und Gutscheine umgewandelt werden können. Shortnews produziert auch Newsticker, die in externe Webseiten eingebaut werden können.
hype!

Mit hype! ist Yeebase auf dem Markt für Social-News-Portale aktiv. hype! ist ein offenes News- und Social-Bookmarking-Portal rund um die Themen Open Source, TYPO3 und Web 2.0. Eingereichte Beiträge werden von der Community mit "hypes" bewertet und können nach Kategorien sortiert angezeigt werden. Die News werden zugleich auf der T3N-Website verlinkt. Ausgewählte Linktipps schaffen es außerdem ins gedruckte T3N-Magazin.
Fazit
Die Anzahl der Social-News-Dienste steigt kontinuierlich an. Viele Internetnutzer versorgen sich über diese Portale tagtäglich mit aktuellen Nachrichten, interessanten Fundstücken und auch so manch skurriler Geschichte. Eine durch Bewertungen gemeinschaftlich erzeugte News-Auswahl scheint einen besonderen Reiz auszumachen. Ein unwiderrufliches Zeichen für Qualität ist eine hohe Bewertung indes nicht. Immer wieder werden die Portale auch zur Bewerbung eigener Inhalte genutzt, die künstlich gepusht werden.
Neben den allgemeinen Social-News-Diensten gibt es mittlerweile auch einige themenspezifische Portale wie beispielsweise hype! (Open-Source- und Web-Themen) oder SEOigg (Suchmaschinenoptimierung und Onlinemarketing). Auch wenn hier keine großen Besuchermassen über die Positionierung der Nachrichten entscheiden, könnte sich die Qualität deutlich unterscheiden. Wer spezielle Informationen sucht, findet hier Nachrichten, die vielleicht nur von vier Usern bewertet worden sind - allerdings kann man davon ausgehen, dass diese User "Experten" für das jeweilige Thema sind.
Und auch für die Macher der Nachrichten könnte eine Platzierung in themenspezifischen Social-News-Diensten Vorteile haben. Hier bekommt man zwar deutlich weniger Benutzer auf die eigene Seite, aber diese sind dann auch wirklich themeninteressiert. Yahoo Buzz könnte womöglich so viele Besucher generieren, dass kleine und mittlere Server zusammenbrechen, ohne dass ernsthaft Interessierte darunter wären. Durch das Fehlen einer lokalisierten Version besteht diese Gefahr im deutschen Sprachraum bisher aber eher nicht.






