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Social Video: Vyclone-App macht aus mehreren Blickwinkeln einen Clip

Social Video: Vyclone-App macht aus mehreren Blickwinkeln einen Clip

So wie die Foto-App schlechthin im Zeitalter ist, könnte die Anwendung Vyclone zum Pendant im Bereich Video werden. Videos von einem Ort, aber aus verschiedenen Perspektiven - das ist die Kernidee hinter Vyclone, mit der sich die in einem umkämpften Bereich von der Konkurrenz absetzen will. Mehrere Geräte - und das ist der soziale Aspekt - filmen eine Location, jedes aus anderem Blickwinkel. Die Anwendung schneidet die Videostreams zu einem Mashup zusammen.

Social Video: Vyclone-App macht aus mehreren Blickwinkeln einen Clip

Social Video-App Vyclone ebnet den Weg ins Crowd-Filming

Seit Dienstag gibt es die von David King Lassman und Joe Sumner erdachte Vyclone-App bei iTunes zum Download, berichtet die Website All Tings D. Ein dreizehnköpfiges in Los Angeles ansässiges Team hat zwei Jahre lang gebraucht, die wahrlich innovative Idee umzusetzen. Die Social Video-App Vyclone ermöglicht es, dass Events nicht bloß eindimensional, weil aus einem Blickwinkel und von einer Kamera festgehalten werden - mit Vyclone kann man ein Ereignis in mehreren Perspektiven innerhalb eines Clips filmisch darstellen. Das, was Vyclone macht, könnte man als Crowd-Filming bezeichnen. Egal ob Party, Sportevent oder Konzert - sobald mehrere Nutzer der Anwendung sich am gleichen Ort aufhalten und filmen, kann aus dem festgehaltenen Bildmaterial hinterher ein Gemeinschaftsprojekt werden.

Algorithmus erstellt editierbare Videomashups

Mehrere Videos werden zunächst unabhängig voneinander von verschiedenen Geräten aus erstellt. Sobald die Nutzer das Filmmaterial auf die Server der Anwendung hochgeladen haben, beginnt Vyclone die einzelnen Clips auf Basis von Algorithmen zu schneiden und zu editieren. Endprodukt ist dann ein 60-sekündiges Mashup aus zur Zeit bis zu vier Videoquellen. Wenn man mit dem automatischen Zusammenschnitt nicht zufrieden ist, bietet Vyclone darüber hinaus die Möglichkeit, einen Schritt zurück zu gehen und selbst Filter anzuwenden und Perspektiven zu bestimmen. Aus technischer Sicht liegt der Funktionalität von Vyclone die Ermittlung von Standortinformationen mittels GPS zugrunde. So wird erkannt, wer wann und wo gefilmt hat, was Grundlage der Gemeinschaftsvideos ist.

Social Video-App Vyclone: Gemeinschaftlich Videos von einer Location aus mehreren Blickwinkeln erstellen. (Quelle: Screenshot aus iTunes)

Teilen im Vyclone-Mikrokosmos oder mit der gesamten Internetgemeinschaft

Fertiggestellte Videomixe kann man selbstverständlich mit anderen teilen. Hier lässt sich auswählen, das Endprodukt den am Clip mit Beteiligten zukommen zu lassen, jedem in der näheren Umgebung oder aber der gesamten Öffentlichkeit. Letztere Option meint, dass das Video an die Location geknüpft wird, wo es entstanden ist. So kann dann in Zukunft jeder Vyclone-Nutzer, der den Ort besucht, auf das Video zugreifen. Optional kann man erstellte Videos auch auf sein iPhone herunterladen und damit außerhalb des Vyclone-Universums anstellen, was man möchte.

Vyclone könnte zukunftsweisend für Social Video sein

Derzeit wird das Video-Erlebnis noch dadurch limitiert, dass auf Grund des hohen Datenvolumens eine leistungsfähige Internetverbindung bestehen muss. Die filmenden Personen sollten sich außerdem nicht weiter als knapp 40 Meter voneinander entfernen, sonst funktioniert das über GPS realisierte System nicht mehr. Eine weitere Kinderkrankheit der App ist derweil noch, dass im kompletten Video überdauernd nur die Audio-Signale des ersten angesteuerten Geräts zu hören sind. Mit Umschalten des Blickwinkels ändert sich also noch nicht gleichzeitig der Ton, was störend sein kann, wenn das Bild vom ersten Gerät nicht zum Ton des zweiten passt.

Trotz aller derzeit noch bestehender Unzulänglichkeiten hievt die Idee hinter Vyclone das Social Video-Segment auf ein neues Level. Sicher wird es schnell Verbesserungen geben und Nachahmer werden den Markt aufmischen und beleben. Vielleicht interessiert sich auch schon bald einer der Internetgiganten für Vyclone, was sicherlich zu einer noch schnelleren Entwicklung und zur Verbreitung solcher Technologien führen würde.

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Eine Antwort
  1. von Auf kauf am 19.07.2012 (16:24 Uhr)

    Ich wäre ja schon froh, wenn Kamera-Apps die Neigungswinkel und Kompass-Richtung ins Bild eintragen würden.

    Erinnert an "8 Blickwinkel" oder wie der Kinofilm hiess. Nette Idee auch zum Replay von Cebit, Weihnachtsmarkt o.ä. indem man die Synchronisationspunkte unterschiedlicher Videos z.B. anhand Geräuschen synchronisiert .


    Wegen des Fazits: Die meisten aufgekauften Projekte wuchsen weitaus langsamer als vor dem Aufkauf oder wurden eingestellt. Dmoz, IMDB, Paypal, Skype, ICQ, Dodgeball, FlipCam wäre auch sowas was sehr gut passen würde, mehrere Twitter-Clients, MySpace, AOL... .
    Die Faustregel lautet: "Aufkauf=Schlecht". Mach doch mal eine Liste.
    Youtube ist eine der wenigen Ausnahmen. Android ohne Updates ist schlechter als LGPL wo Updates zwingend möglich sein müssen.

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