von , 25.03.2009

Social Web: „Skimmer“ – Lifestream-Aggregator im Hochglanz-Design

In der schönen neuen Social-Network-Welt lässt es sich gut leben: Man bekommt laufend Neuigkeiten, Bilder, Videos und persönliche Nachrichten seiner Freunde in der virtuellen Welt und ist so immer auf dem Laufenden. Es könnte aber noch etwas bequemer sein, denn ständig zwischen verschiedenen Portalen und Anwendungen hin und her zu switchen ist mühselig. Und hier kommt nun Skimmer ins Spiel. Dieser neue Lifestream-Aggregator auf Adobe AIR-Basis versorgt die Nutzer mit Aktivitäten von Twitter, Facebook, Flickr, YouTube oder Blogger und gibt einem auch gleich die Möglichkeit via Twitter, Flickr und YouTube zu antworten.

Die Werbeagentur Fallon aus Minneapolis will mit Skimmer eine Lücke schließen. Zwar gibt es mittlerweile für fast jedes einzelne Social Network komfortable Reader, wie beispielsweise Tweetdeck für Twitter, aber einen AIR-basierten Reader für alle Aktivitätsströme gab es bisher nicht.

Design vor Funktionalität

Bei der Entwicklung von Skimmer lag der Fokus der Fallon-Entwickler augenscheinlich zunächst einmal auf dem der Anwendung - wie es für eine Werbeagentur auch nicht anders zu erwarten ist. Das Ergebnis kann sich dann sprichwörtlich sehen lassen (siehe Bilder-Galerie unten). Hochauflösende Avatare mit 50 x 50 Pixeln lassen beispielsweise die sonst so kleinen Bildchen der Freunde in einem anderen Licht erscheinen.

Skimmer lässt sich in drei verschiedenen Darstellungen betreiben. Der Fullscreen-Modus ist wohl am beeindruckendsten, allerdings werden die meisten Nutzer eher die mittlere Variante wählen. Der Widget-Modus bietet dann noch jede Menge Platz für andere Anwendungen auf dem Bildschirm.

Nützliche Funktionen von Skimmer

Flickr- und YouTube-User werden ein Feature von Skimmer besonders schätzen: Bilder und Videos in den Feeds lassen sich mit einem einfachen Klick direkt in Skimmer betrachten. Dabei sind sogar eine Zoomfunktion und Slideshows möglich.

Auf einer eigenen Profilseite können Skimmer-User detaillierte Informationen über sich hinterlegen und dabei gleich Flickr-Bilder oder die letzten Twitter-Meldungen einbinden. Zudem soll es möglich sein, über eingebetteten Code webseitenähnliche Profile entstehen zu lassen.

Hier einige Eindrücke von Skimmer:

Fazit

Wo das Design im Vordergrund steht, kommt die Funktionalität meist etwas zu kurz. Das trifft auf Skimmer aber nur bedingt zu. Der Ansatz, Dienste wie Twitter, Facebook, Flickr, YouTube oder Blogger miteinander zu verbinden und über eine einzelne AIR-App abzugreifen, bringt auch einige Probleme mit sich. Der TechCrunch-Autor John Biggs berichtet beispielsweise von einigen Abstürzen von Skimmer unter Mac OS X, allerdings handelt es sich noch um eine Beta-Version. Auch die notwendige Eingabe aller Passwörter der angeschlossenen Dienste könnte man als Baustelle bezeichnen. Hier wäre ein Single-Sign-On-System wie OpenID (hier im t3n-Review) sicherlich von Vorteil. Wie Web Worker Daily berichtet, braucht Skimmer, wie viele andere AIR-Anwendungen auch, offenbar sehr viel Arbeitsspeicher.

Auch wenn noch einige Arbeit auf die Entwickler von Skimmer zu kommt, die Anwendung hat Potenzial. Eine mobile Version macht Fallon übrigens von der Akzeptanz und Verbreitung der Desktop-Version abhängig.

Weitere Artikel zu Design, Diaspora und Social Networks



Empfohlene Produkte

Empfohlene Artikel

Eine Antwort

  1. von Timo Heuer 25.03.2009 (13:00Uhr) 1.

    Sieht nett aus :)

Deine Meinung


(wird nicht veröffentlicht)