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E-Commerce

Neue Ideen für den Onlinehandel: Supermarkt-Kette lässt Kunden die Sonderangebote selbst auswählen

    Neue Ideen für den Onlinehandel:  Supermarkt-Kette lässt Kunden die Sonderangebote selbst auswählen

Sonderangebote zum selber aussuchen bietet Waitrose seinen Kunden. (Screenshot: Waitrose)

Sonderangebote locken Kunden an, aber nicht immer findet der Kunde in den Sonderangeboten etwas Passendes. Die britische Kette Waitrose hat sich für ihren Onlineshop und die etwa 300 Filialen deshalb etwas Neues einfallen lassen.

Die Reklameprospekte trudeln auch heute noch kiloweise in manchen Haushalten ein, vollgestopft mit Sonderangeboten. Und trotzdem ist irgendwie nie das dabei, was gerade gebraucht wird. Die britische Supermarkt-Kette Waitrose macht es ihren Kunden jetzt leichter: Sie dürfen sich einfach zehn Sonderangebote selbst aussuchen.

Die britische Supermarktkette Waitrose bietet ihren Kunden Sonderangeboten zum selber aussuchen. Ein cleveres Marketing-Konzept. (Screenshot: Waitrose)
Die britische Supermarktkette Waitrose bietet ihren Kunden Sonderangebote zum selber aussuchen. Ein cleveres Marketing-Konzept. Die Dauerbrenner der Aktion sind bisher wohl Toilettenpapier, Tomaten und Speck. (Screenshot: Waitrose)

Waitrose' neues Marketing-Konzept: „Wähle deine eigenen Sonderangebote“

Die Supermarkt-Kette bietet ihren eher anspruchsvollen Kunden auch eine Bonuskarte, die Goodies dieser Karte sind jedoch etwas ungewöhnlich: Jeder Kunde bekommt täglich gratis einen Kaffee und eine Zeitung nach Wahl. Einzige Bedingung: für fünf Pfund, umgerechnet etwa sieben Euro, einkaufen.

Ab sofort gibt es aber nicht nur die Zeitung nach Wahl, sondern gleich noch Rabatte nach Wahl: Statt mit unnützen Sonderangeboten bombardiert zu werden, dürfen sich die Waitrose-Kunden auf der Waitrose-Website selbst zehn Produkte aussuchen, die sie mit 20 Prozent Rabatt im Onlineshop und in jeder Filiale kaufen können. Dauerhaft, nicht nur einmal. Erwartungsgemäß ist die Auswahl beschränkt, damit keine teuren Produkte die Aktion unrentabel machen: Rund 950 Artikel stehen zur Auswahl. Vorerst läuft die Aktion bis September.

(Screenshot: Waitrose)

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Nachmachen erwünscht: Gute Idee für den Onlinehandel

Wie Peer Schrader vom Supermarktblog zu der Aktion folgerichtig schreibt, ist das Marketingkonzept von Waitrose ein Konzept, das gerade vom deutschen Online-Lebensmittelhandel gut übernommen werden könnte: Es gibt sowieso Mindestbestellwerte – dass nur die Sonderangebote gekauft werden, kann also eher ausgeschlossen werden.

Die Idee lässt sich aber ebenso gut auf alle Produktsegmente im Onlinehandel übertragen: Einen eingeschränkten Produktbereich definieren – mit Artikeln, die potentiell auch regelmäßig gekauft werden – und dem Kunden die Wahl des Sonderangebots überlassen. Das könnte für regelmäßig wiederkehrende Kunden sorgen. Kombiniert mit Mindestbestellwerten oder der Kopplung an eine versandkostenfreie Lieferung mit mindestens x zusätzlichen unrabattierten Produkten. Einfach ein bisschen kreativ werden.

Vielleicht interessiert dich auch dieser Artikel: Die Deutschen lieben ihren Supermarkt: Warum der Einzelhandel der Online-Konkurrenz trotzt.

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4 Reaktionen
Markus
Markus

Die Menschheit möchte belogen werden. Wenn eine Kekspackung ursprünglich 1 Euro kostet, dann werden für solche Angebote die Preise entweder angezogen, die Inhalte reduziert oder man bedient sich aus dem Werbeetat. Dann verkauft man die Kekse für 1,20 Euro und sagt dem Kunden: Hej, wir schenken dir 20 Cent … und er erhält die Kekse zu dem Preis von "ursprünglich" und ist glücklich. Letztlich bezahlt der Kunde ohnehin jede Option, denn auch das Werbeetat ist nicht vom Himmel gefallen.

So funktioniert Kapitalismus.

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Jochen G. Fuchs

Hallo Markus,

auch wenn ich gut verstehe, was du meinst: Wenn der Kunde die Sonderangebote selbst bestimmt, kann der Händler doch kaum ein komplettes Sortiment pauschal verteuern.

Viele Grüße,
Jochen

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Markus
Markus

Das war nur eine von mehreren Möglichkeiten. Es gab in der Vergangenheit oft den Fall, dass aus 75g Inhalt bei Rabattaktionen 65g wurden etc. Rabatte einfach so zu geben ist nicht wirtschaftlich, sofern(!) es nicht mit den restlichen Marketingideen und -budgets kompensierbar ist.

Jochen G. Fuchs

Rabatte zu geben ist nicht nur wirtschaftlich, sondern Handelstradition. Bei vielen Produkten wie Obst, Milchprodukten oder Grundnahrungsmitteln, die tagtäglich benötigt werden, nutzt der Handel die rabattierten Produkte als Zugpferd um Kunden in den Laden zu bekommen.

Die klassische Kalkulation bei solchen Sonderangebote werden von Quersubventionen gestützt, der Händler hofft auf Mehrumsätze bei anderen Produkten, deren Margen dann die Verluste ausgleichen sollen.

Es muss ja nicht immer gleich eine Mogelpackung sein.

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