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Kolumne

Playstation VR: Sony ist der größte Hoffnungsträger der Virtual-Reality-Branche

Playstation VR erscheint am 13. Oktober (Bild: Sony)

Ob Virtual Reality endlich den Massenmarkt erreicht, wird sich am Erfolg von Playstation VR entscheiden. Die Virtual-Reality-Kolumne „Views on VR“ von Luca Caracciolo.

Playstation VR: Marktstart entscheidend für die ganze Branche

Die Technologie-Welt blickt gespannt auf den 13. Oktober. Dann erscheint mit Playstation VR das erste bezahlbare VR-Headset, das in der Oberliga mitspielt – zwar nicht ganz auf dem technischen Niveau einer HTC Vive oder Oculus Rift, dafür aber mit der geballten Gaming-Erfahrung von Sony, den hauseigenen Studios im Rücken und dem vielleicht besten Support von Dritt-Anbietern.

Auf der diesjährigen Gamescom hat Sony eindrucksvoll bewiesen, dass das Unternehmen es mit Virtual Reality Ernst meint: Die Japaner haben das vielleicht stärkste Spiele-Lineup zum Launch einer Konsole bzw. neuen Gaming-Plattform aufgefahren. Eine Mischung aus neuen Titeln wie Farpoint, Rigs und Robinson: The Journey, spannendenden Indie-Entwicklungen wie Bound (folgendes Video) und Rez Infinite sowie bekannter Marken wie etwa Batman.

Sony hat dabei einen entscheidenden Pluspunkt: Die weltweit installierte Basis der Playstation 4, die für Playstation VR bentötigt wird, beträgt 42,5 Millionen Geräte. Allein in Deutschland sind mittlerweile über drei Millionen Geräte über die Ladentheke gegangen. Das bedeutet, dass für viele Gaming-Enthusisasten „lediglich“ die Anschaffung von Playstation VR nötig wird. Kostenpunkt: 399 Euro, mit Zubehör 499 Euro. Zum Vergleich: die Oculus Rift schlägt mit 699 Euro zu Buche, für die HTC Vive müssen Käufer sogar 899 Euro hinblättern. Und es ist für beide letztgenannte Headsets ein teurer Gaming-PC nötig, der nochmal mindestens 1.000 Euro kostet.

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Sony agiert ähnlich wie Apple

Selten war die Hoffnung auf eine Zukunftstechnologie und einer ganzen Branche so stark mit dem Marktstart eines einzigen Produkts verknüpft. Zwar haben Oculus-Chef Palmer Luckey mit Oculus VR und auch HTC und Valve Pionierarbeit in Sachen Virtual Reality geleistet, aber erst Sony hat es offensichtlich geschafft, hochwertige Virtual-Reality-Technologie mit einer ordentlichen Performance zu einem bezahlbaren Preis marktreif zu machen.

Selten war die Hoffnung einer ganzen Branche so stark mit dem Marktstart eines einzigen Produkts verknüpft.

Eine Eigenschaft, die man gemeinhin Apple zuschreibt: In Bezug auf neue Technologien nicht unbedingt der Erste auf dem Markt zu sein, aber zur richtigen Zeit das perfekte Produkt abzuliefern. Der Erfolg des iPhone-Konzerns geht im wesentlichen auf diese Fähigkeit zurück: iPod, iPhone und iPad waren nie die großen technologischen Vorreiter, aber zum Marktstart einfach die besten Geräte in ihrer Produktkategorie. Anders als jetzt bei Playstation VR zeichneten sich die Apple-Produkte bei Marktstart aber immer durch einen hohen Preis aus. Und diesbezüglich punktet Sony sogar gegenüber Apple, denn Playstation VR ist preislich moderat. In Sachen Design übrigens treffen sich Apple und Sony dann wieder: Playstation VR ist mit Abstand das stylischste VR-Headset.

Virtual Reality reif für den Massenmarkt?

Das heißt noch lange nicht, dass Virtual Reality mit Playstation VR ihren endgültigen Siegeszug antreten wird. Vielmehr wird sich an dem Erfolg des Sony-Produkts zeigen, ob der Massenmarkt die neue Technologie annimmt. Ob das Strohfeuer der VR-Branche die gesamte Technologie-Branche erreicht. Und ob Virtual Reality das Zeug hat, sich einen festen Platz im menschlichen Alltag zu erkämpfen. Sollte Playstation VR floppen, dann wäre das ein enormer Dämpfer für die gesamte Virtual-Reality-Branche, denn kein VR-Headset  liefert auf dem Preisniveau (es gibt schlicht kein vergleichbares) eine ähnliche VR-Erfahrung. Playstation VR ist sozusagen der Proof of Concept der Massenmarkt-VR.

Playstation VR ist sozusagen der Proof of Concept der Massenmarkt-VR.

Einen besseren Zeitpunkt als dieses Jahr gab es für einen VR- Siegeszug jedenfalls noch nie. Denn trotz vieler noch bestehender Herausforderungen im Hardware- und vor allem auch im Software-Bereich, ist die immersivste aller Technologien endgültig so weit, virtuelle Welten auf hohem Niveau zu erzeugen, so dass Nutzer tatsächlich das Gefühl haben, in eine andere Welt einzutauchen – in technischer Hinsicht eben mit allem, was dazu gehört: nahezu latenzfreies Head-Tracking, Positional Tracking, 3D-Sound, hohe Auflösungen bei einer Bildwiederholungsrate von mindestens 60 Hz, ein ausreichend hoher Field of View.

Ich bin jedenfalls bereit. Seid ihr es auch?

Weitere Artikel aus der Virtual-Reality-Kolumne von Luca Caracciolo findet ihr hier. Folgt ihm auf Twitter unter papierjunge.

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Sebo
Sebo

Playstation VR kommt vermutlich viel zu früh auf den Markt, die Technik steckt noch in den Kinderschuhen und hat derzeit leider noch mit essentiellen Problemen zu kämpfen:

Schnelle eigene Bewegungen des Spielers mit einem Controller führen in der Virtuellen Realität zu großen Problemen mit Übelkeit, weil die Augen Bewegungen sehen, die das Gleichgewichtsorgan nicht spürt (Stichwort Motion Sickness). Schnelle eigene Bewegungen der Spielfigur sind aber ein essentieller Bestandteil vieler beliebter und erfolgreicher Spiele-Genres.

Eine einfache Umsetzung bekannter und beliebter Blockbuster und Triple-A Titel ist damit ohne starke Eingriffe in das Gameplay nicht möglich. Dementsprechend schwach ist auch das angeblich so tolle Spieleangebot. Resident Evil 7 ist bisher der einzige ernstzunehmende Titel.

Abhilfe gegen die Übelkeit kann die Bewegungssteuerung Move bieten. Bewegt man sich selber, gibt es keine Diskrepanz mehr zwischen gesehener und gespürter Bewegung.

Playstation Move führt aber wieder dazu, das man die Spiele nicht mehr bequem in der Couch geniessen kann. Dieses Konzept hat sich bisher bei Gamern nicht durchsetzen können, Microsoft musste sich sogar von der zwangsweisen Kombination aus XBOX ONE und Kinect verabschieden, weil die Kunden in Scharen zu Sony gelaufen sind. Sony weist daher auch nur im Kleingedruckten auf Playstation Move hin.

Die Spieler verbinden viele Hoffnungen mit Virtual Reality. Wer aber glaubt, einfach den Fernseher mit dem Headset zu tauschen, wird schnell enttäuscht sein. Eintauchen kann man nämlich keineswegs in seine Lieblings-Spiele, sondern nur in das Angebot an Playstation VR Titeln.

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