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Startups

SoundCloud meldet fast 40 Millionen Euro Verlust in 2014

    SoundCloud meldet fast 40 Millionen Euro Verlust in 2014

#FLICKR#

SoundCloud, Zenefits, Yelp und Xing: In den heutigen Startup-News finden sich ungewöhnlich viele Hiobsbotschaften.

Startup-News: Zenefits-CEO dankt nach Skandal ab

Der bisherige Zenefits-CEO Parker Conrad. (Foto: TechCrunch / flickr.com, Lizenz: CC-BY)

Der Zenefits-CEO Parker Conrad wirft nach Angaben von Re/Code das Handtuch – ursächlich dürfte der Skandal um Versicherungsverkäufe durch nicht-lizensierte Mitarbeiter gewesen sein, mit dem Zenefits seit einigen Wochen zu kämpfen hat. Das Startup verdient an der Vermittlung solcher Gesundheitsversicherungen, die es als Teil seiner HR-Rundumbetreuung anbietet, bisher hat es aber nicht ausreichend Sorge dafür getragen, dass seine Mitarbeiter auch die Befugnis haben, solche Deals abzuschließen. „Zenefits' Fokus darauf, den Markt zu gewinnen, hat seine Aufmerksamkeit auf ordnungsgemäße Prozesse geschwächt“, räumte Conrads Nachfolger David Sacks in einem Memo dazu ein. Nun befinde sich das Startup in einer Phase, in der es sich verstärkt um Vertrauen bemühen müsse. Keine schlechte Erkenntnis – auch wenn sie dem mit knapp 600 Millionen US-Dollar finanzierten Zenefits ruhig eher hätte kommen können.

Übrigens hat heute ein weiteres Startup den Abgang eines Top-Managers verkündet: Der Finanzchef von Yelp, Rob Krolik, wird das Unternehmen vor Ende des Jahres verlassen. Grund ist nicht nur die deutlich negative Unternehmensbilanz im letzten Quartal, für die hohe Steuerzahlungen verantwortlich sein sollen, sondern auch, dass die entsprechende Mitteilung durch ein Versehen zu früh an die Öffentlichkeit gelangte. Auch die Tatsache, dass Yelps Umsätze insgesamt angestiegen sind, scheint Krolik nicht mehr geholfen zu haben. Mehr Infos gibt's bei Heise.

SoundCloud mit 39 Millionen Euro Verlust in 2014

SoundClouds Büro in der Berliner Factory: Hohe Personal- und Marketingkosten haben den großen Verlust in 2014 verursacht. (Foto: SoundCloud)
Das SoundCloud-Büro in der Berliner Factory: Hohe Personal- und Marketingkosten haben den großen Verlust in 2014 verursacht. (Foto: SoundCloud)

Yelp und Zenefits sind nicht die einzigen Startups mit negativen Schlagzeilen. Wie heute bekannt geworden ist, hat der Berliner Startup-Liebling SoundCloud im Jahr 2014 fast 40 Millionen Euro Verlust gemacht. Die Zahlen wurden mit einiger Verspätung im britischen Handelsregister veröffentlicht. Zwar ist der Umsatz von 11,3 (2013) auf 17,4 Millionen Euro (2014) gestiegen, die Verluste überwiegen mit 39,1 Millionen Euro aber deutlich. Grund sind vor allem gestiegene Personalkosten, aber auch in Technologie und Marketing sei stark investiert worden, um weiter Richtung Marktführerschaft zu gehen.

Mittlerweile experimentiert SoundCloud in den USA mit Werbung auf der Plattform und testet weitere Monetarisierungsstrategien (mehr dazu in unserem Artikel „SoundCloud am Scheideweg: Wie das Berliner Startup jetzt Geld verdienen will“). Erst vor wenigen Wochen hat das Startup sich zudem einen millionenschweren Kredit gesichert, um flüssig zu bleiben. Oliver Voß von WiWo Gründer schreibt dazu: „2016 wird zum Schicksalsjahr für Soundcloud.“

XING-Aktien von LinkedIn-Börsentief erfasst

Und noch mehr Hiobsbotschaften aus der Digitalszene: Wie Meedia berichtet, ist die Aktie des in Hamburg ansässigen Karrierenetzwerks Xing vom Abwärtssog des US-amerikanischen Konkurrenten LinkedIn erfasst worden. Dessen Aktie war Ende vergangener Woche nach einem unterdurchschnittlichen Quartalsausblick eingebrochen, und auch die XING-Aktie hat seit Freitag deutlich an Wert verloren. Für den bei Meedia anklingenden Abgesang auf die Xing-Aktie („filetiert wie frischer Fisch auf dem Wochenmarkt“) ist es aber wohl noch ein bisschen zu früh: Immerhin stellt das Unternehmen selbst erst am 22. Februar seine vorläufige Bilanz vor. Auch aus Sicht eines Händlers sollten Anleger nicht ohne Weiteres von LinkedIn auf XING schließen: Viele der Probleme des englischsprachigen Karrierenetzwerkes seien unternehmensspezifisch.

Die Oscars der Startup-Szene: Slack räumt bei den „Crunchies“ ab

Startup-News: Slack ist auf einem Höhenflug, wie auch das Motiv seiner ersten Anzeigenkampagne verdeutlicht. (Grafik: Slack)
Startup-News: Slack ist auf einem Höhenflug, wie auch das Motiv seiner ersten Anzeigenkampagne verdeutlicht. (Grafik: Slack)

Sie inszenieren sich gerne als „Startup-Oscars“: die 2016 schon zum neunten Mal vergebenen „Crunchies“, mit denen das Magazin TechCrunch herausragende Unternehmen, Produkte und Persönlichkeiten der Startup- und VC-Szene auszeichnet. In diesem Jahr kann Slack als der große Gewinner gelten: Sowohl den Preis für das am schnellsten wachsende Startup als auch den Titel als „Gründer des Jahres“ konnte Slack-CEO Stewart Butterfield mit nach Hause nehmen. Als „VC des Jahres“ wurde Benchmark-Partner Bill Gurley ausgezeichnet, unter den technologischen Errungenschaften machte Space X mit seiner Falcon-9-Rakete das Rennen. Alle Kategorien und Gewinner findet ihr bei TechCrunch.

„Startup-Unternehmer sind die Hippies von heute“ – Peter Thiel im Interview

In einem Interview mit der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung (HAZ) verrät der Investor Peter Thiel, warum Gründer seiner Meinung nach zu viel Wert auf ihren Pitch legen und warum es mehr als 30 Minuten braucht, um eine Idee richtig evaluieren zu können. Wer an Thiels durchaus lesenswerten Aussagen („TV-Shows wie ‚Die Höhle der Löwen‘ (…) sind völlig unrealistisch“; „Wir können den Tod bekämpfen“) interessiert ist, sollte sich vom boulevardesken Titel nicht abschrecken lassen und hier weiterlesen: „Peter Thiel – Sind Sie ein Wahrsager?

Hier findet ihr die Startup-News der letzten Tage. Ihr habt einen Tipp für unsere Redaktion? Schreibt @lojanna oder @hexitus bei Twitter!

 

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2 Reaktionen
Philipp Blum
Philipp Blum

Nutze kein SoundCloud. Habe nie verstanden, warum man es ueberhaupt nutzen sollte. Hatte fuer mich noch nie Substanz. Ist zwar cool, weil es zum groessten Teil nur Indie Musik ist und dadurch einen gewissen Charmen hat. Allerdings laesst sich damit kaum Geld verdienen. Spotify, Deezer etc. gehen auf den wichtigsten, Mainstream, Markt. Das ist vielleicht nicht ganz so cool, lohnt sich aber mehr. Mal schauen, vielleicht kommen sie in 10 Jahren auf Plus Minus Null.

Antworten
grep

Hallo ...,

tja, scheinbar ist SoundCloud nicht so'n 'Hit'; unfassbar was dort an Geld 'verbrannt' worden ist.
Hochmut kommt vor dem Fall und wer hoch steigt fällt tief - da haben ein paar Leute zu viel Geld und zu wenig Ahnung (gehabt ?).

Ciao, Sascha.

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