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SoundCloud sichert sich ein millionenschweres Darlehen [Startup-News]

SoundCloud sichert sich ein millionenschweres Darlehen [Startup-News]

geht einen etwas anderen Weg der Startup-Finanzierung und sichert sich ein millionenschweres Darlehen. Außerdem in den Startup-News:

SoundCloud sichert sich ein millionenschweres Darlehen [Startup-News]

(Foto: Denys Prykhodov / Shutterstock.com)

SoundCloud erhält Darlehen in Höhe von 32 Millionen Euro

Die SoundCloud-Gründer Alex Ljung und Eric Wahlforss. (Foto: Soundcloud)
Die SoundCloud-Gründer Alex Ljung und Eric Wahlforss. (Foto: Soundcloud)

Das SoundCloud, das auf prominente Gesellschafter wie Index Ventures, Union Square Ventures oder Kleiner Perkins Caufield & Byers verweisen kann, hat im Rahmen einer Fremdfinanzierung 32 Millionen Euro frisches Kapital eingesammelt. Das Darlehen stammt von der US-Firma Tennenbaum Capital Partners, die sich auf „Alternatives Investment-Management“ spezialisiert hat und SoundCloud eine Option auf weitere 64,5 Millionen Euro einräumt. Robin Wauters zufolge, der die Nachricht heute Morgen bei Tech.eu vermeldet hat, deutet die Wahl der Finanzierungsform auf mögliche Schwierigkeiten beim Berliner Vorzeige-Startup hin:

„Wir haben hartnäckige Branchen-Gerüchte gehört, nach denen es SoundCloud sogar schwer gefallen ist, eine Fremdfinanzierung abzuschließen und selbst ein Verkauf in Erwägung gezogen wurde.“

SoundCloud selbst spricht dagegen von einer „attraktiven Option“ und einer „angemessenen Finanzierungsform für ein Unternehmen in unserer Wachstumssituation“. Seine Nutzerbasis wächst aller Konkurrenz auf dem Streaming-Markt zum Trotz, dennoch hat SoundCloud es bis jetzt nicht geschafft, diese ausreichend zu monetarisieren. Welche Strategien SoundCloud verfolgt, um Geld zu verdienen, hat unser Kolumnist Martin Weigert analysiert.

Y Combinator: Sam Altman gibt Management ab

Sam Altman, seit Februar 2014 der Präsident der kalifornischen Startup-Schmiede Y Combinator, gibt seine Verantwortlichkeiten im Zuge einer Neustrukturierung des Managements an seinen Kollegen Paul Buchheit ab. Grund ist das Wachstum des Accelerators, das auch mit einer breiteren thematischen Aufstellung einhergeht. Buchheit ist ab sofort für das Accelerator-Programm zuständig, andere Kollegen übernehmen angegliederte Projekte wie das YC Fellowship oder den im Oktober letzten Jahres angekündigten Fonds „YC Continuity“ für Later-Stage-Startups. Altman selbst kümmert sich von jetzt an primär um die Geschicke des Ablegers YC Research und übergeordnete Aufgaben. „Ich erwarte weiterhin, in jede wichtige Entscheidung eingebunden zu sein“, erklärt er bei TechCrunch.

Spreadshirt schließt Produktionsstätte in Leipzig

Startup-News: Erst vor Kurzem ist die neue Produktionsstätte in Tschechien gefeiert worden, jetzt wird die Produktion in Leipzig abgewickelt. (Foto: Spreadshirt)
Startup-News: Erst vor Kurzem ist die neue Produktionsstätte in Tschechien gefeiert worden, jetzt wird die Produktion in Leipzig abgewickelt. (Foto: Spreadshirt)

Erst im November hat der T-Shirt-Versand Spreadshirt die Eröffnung seines neuen Produktionsstandortes gefeiert: „Spreadshirt expandiert weiter und reagiert mit einer neuen Produktionsstätte im tschechischen Krupka (...) auf das steigende Bestellvolumen,“ heißt es im entsprechenden Blogbeitrag, und weiter: „Wir rechnen 2016 mit einem weiter anhaltenden Wachstum. Dafür brauchen wir schlicht mehr Kapazität.“ Diese Aussagen erscheinen heute in einem anderen Licht, ist doch Ende vergangener Woche bekannt geworden, dass Spreadshirt seine Produktion in Leipzig komplett eingestellt hat. Die Kapazität des Leipziger Werks sei zu klein gewesen, ein Ausbau aus wirtschaftlichen Gründen nicht in Frage gekommen. 26 Mitarbeiter mussten nach Informationen der Leipziger Volkszeitung ihren Hut nehmen. Die Vorteile des dritten europäischen Standorts waren also nur von kurzer Dauer.

Startup-News: 8 Millionen Euro für Mambu aus Berlin

Mambu aus Berlin hat eine Cloud-Plattform entwickelt, über die es digitale Banking-Technologien sowohl für traditionelle Finanzinstitutionen als auch für andere Fintech-Startups zugänglich macht. Seit seiner Gründung 2011 hat das Startup nach eigenen Angaben schon mehr als 100 Kunden in 30 Ländern gewonnen. Jetzt bekommt es auf seinem Expansionskurs Unterstützung: Acht Millionen Euro stellen die Investoren Acton Capital Partners, CommerzVentures und weitere im Rahmen einer Series-B-Finanzierungsrunde zur Verfügung. Das Geld soll nicht nur in die Plattform selbst, sondern auch in den Vertrieb und in Dependancen in Asien, Nord- und Südamerika fließen. Details gibt es in der entsprechenden Mitteilung von Mambu.

Tweet(s) des Tages

Via Twitter hat Tesla-CEO Elon Musk angekündigt, dass Tesla-Fahrer ihr Auto in etwa zwei Jahren per Smartphone oder Smart Key „herbeirufen“ können – egal, wo sich Fahrer und Auto jeweils befinden. Mit anderen Worten: Selbstfahrende Autos könnten schon 2018 zur – einigermaßen erschwinglichen – Realität werden. Unseren Artikel dazu gibts hier.

Lesetipp: 30 hervorragende Ratschläge für Gründer

Der auf die Seed-Stage spezialisierte Investor First Round Capital sammelt seit mehr als einem Jahr wertvolle Tipps und Ratschläge für Gründer auf seinem Blog „The Review“. Wer keine Zeit hat, regelmäßig dort vorbeizuschauen, um aus den Erfahrungen der Teams von Slack, Dropbox oder Airbnb zu lernen, sollte sich zumindest den folgenden Post näher anschauen: In „The 30 Best Pieces of Advice for Entrepreneurs in 2015“ finden sich die Highlights des vergangenen Jahres mit Kurzzusammenfassungen, darunter Stücke wie „Mache Geschwindigkeit zu deiner Gewohnheit“, „Folge diesen Schritten für nachhaltiges Wachstum“ oder „Halte dein Startup klein, während du dein Produkt skalierst“.

Hier findet ihr die Startup-News der letzten Tage. Ihr habt einen Tipp für unsere News-Redaktion? Schreibt @lojanna  oder @hexitus  bei Twitter!

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2 Antworten
  1. von grep am 11.01.2016 (22:40 Uhr)

    Hallo ...,


    wenn man liest mit welch' hohen Beträgen betreffende Unternehmen unterstützt werden fragt man sich wie hoch die entsprechenden Gewinne ausfallen mögen.


    Ciao, Sascha.

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  2. von Hinterlegung... am 12.01.2016 (02:06 Uhr)

    Womit sind die Kredite bei Insolvenz denn hinterlegt/abgesichert ? Mit allen Kunden-Daten oder Patenten auf Geschäfts-Ideen welche steuerzahlende kleine Startups dann in ein paar Jahren wirksam realisieren und dann den gescheiterten Geldgebern voll die Gebühren rüberschieben müssen obwohl andere die wahre Arbeit machen und die gescheiterte Idee kundenfreundlich wirksam realisiert haben ? Mussten die Wright-Brothers an die DaVincis alle Gewinne abdrücken nur weil er ein paar Jahrhunderte früher Flugzeuge gezeichnet aber nicht selber hinbekommen hatte ?

    Aber interessant das Finanzierungen/neue Runden aktuell nicht mehr anstehen sondern anscheinend Kredite oder Mezzazine u.ä.. Evtl. kommt der Crash/Rezession schneller als gedacht...
    Wenn man Kredite gibt glaubt man vermutlich nicht das die Firmen-Anteile besseres Wertwachstum liefern werden als 5-10% Kreditzins(oder wie viel auch immer)... Die Startup-Finanzierungs-Party ist wohl echt vorbei und die Cashburner müssen hoffentlich scharenweise schliessen und der Fachkräftemangel offiziell für beendet erklärt... Darum sollte die Gewerkschaft sich mal kümmern...
    HalbOT: RotGrün hätte Gesetze machen müssen damit man Kredite vorzeitig rückzahlen kann oder z.B. nervige Kleinaktionäre auszahlen kann.
    Wenn man wirklich schlau ist darf man am Ende wählen ob man den Kredit ausgezahlt oder wertvollere Aktien geliefert haben will. Umgekehrt gibts auch: Dann dürfen die Boni-Manager am Ende der Anleihe entscheiden ob der kleine Geldgeber echtes Bargeld oder wertlose Aktien bekommt während die Zillionen-Bonis und Berater-Gehälter weiter fliessen. (Wandelanleihen vs. Aktien-Anleihen)

    Fragt mal beim Finanzamt nach den Abschreibungs-Zeiträumen von Filmen oder Glasfasern... Damit motiviert Ihr vielleicht zum Aufbau von Glasfaser-Netzen FTTH Fiber to the Home wenn die über Jahrzehnte die Investments steuer-minimiert wieder reinholen. Manche Kabel-TV-Netze haben wohl auch eine riesige KGV-Rendite von 10:1.

    Kino-Filme/B-Movies werden vielleicht ja auch finanziert damit man alles sofort abschreiben kann und das Geld über Jahre/Jahrzehnte wieder hereinfliesst und somit viel kleinere Steuersätze produziert. Filme tun wenigstens nicht so als ob sie nützliche Produkte angeblich jedem Menschen bringen wollen.

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