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Soziale Produktempfehlungen: Amazon nutzt Empfehlungen aus dem Facebook-Netzwerk

Der weltweit größte Online-Marktplatz Amazon hat ein neues soziales Feature entwickelt, mit dem sich Produktempfehlungen von Facebook integrieren lassen. Die Beta-Version verbindet sich dazu via Connect mit dem Account eines Users und bezieht dann zusätzliche Empfehlungen aus den eigenen Profildaten und aus dem Freundesnetzwerk. Bemerkenswert ist dies deshalb, weil selbst quasi als Erfinder der Recommendations gilt.

Soziale Produktempfehlungen: Amazon nutzt Empfehlungen aus dem Facebook-Netzwerk

Die eigenen Produktempfehlungen von Amazon basieren auf dem persönlichen Such- und Kaufverhalten der Konsumenten und werden darüber hinaus mit dem Verhalten anderer Kunden abgeglichen, die nach den gleichen oder ähnlichen Produkten gesucht haben. Als Ergebnis werden den Amazon-Kunden Produktempfehlungen als Kaufanreize gegeben, die auf ihren eigenen Interessen basieren. Dieses System hat sicher einen großen Anteil am Erfolg von Amazon und wurde schon von vielen anderen Plattformen kopiert.

Amazon selbst scheint damit jetzt allerdings nicht mehr zufrieden zu sein und versucht die Datenbasis für die Empfehlungen durch eine Verknüpfung mit Facebook um eine soziale Komponente zu erhöhen. Auf der neuen Amazon-Facebook-Site erhalten Nutzer, die bei beiden Plattformen eingeloggt sind und Amazon den Zugriff auf die Facebook-Daten erlaubt haben, nun deutlich persönlichere Empfehlungen. Dazu gehören allerdings nicht nur Produktempfehlungen, die sich auf den Nutzer beziehen. Auch Vorschläge für Freunde aus dem Facebook-Netzwerk, die bald Geburtstag haben, sind dabei. Hier nutzt Amazon die Wunschzettel, sofern vorhanden.

Via Facebook Connect können sich Amazon-Kunden mit ihrem Facebook-Account verbinden

Einweg-Kommunikation, Facebook bekommt keine Daten zurück

Die Verbindung zwischen Amazon und Facebook ist einseitig, erklärt Amazon. Es werden lediglich Daten von Facebook bezogen, aber keine Daten an das Social Network zurückgeschickt. Auch soll es keine Veröffentlichungen auf der Pinnwand der Nutzer oder sonst wo geben. Genauso wenig werden Account-Informationen über Bestellungen oder der Verkaufshistorie an Facebook weitergegeben.

Die Bedeutung für die Nutzer

Wer auf beiden Plattformen unterwegs ist, bekommt mit dem Social Feature noch persönlichere Empfehlungen. Der eine oder andere wird sich vielleicht auch darüber freuen, dass Amazon nun auch gleich Vorschläge für Geburtstagsgeschenke liefert. Doch die Sache hat auch eine Kehrseite. Wer Informationen bei Facebook verbreitet, muss sich darüber im Klaren sein, dass diese Daten nicht nur von Facebook genutzt werden, sondern jetzt auch einen Einfluss beim Einkauf bei Amazon haben. Das macht die Kontrolle über die eigenen Daten bei Facebook sicher nicht einfacher.

Wer das neue Feature einmal ausprobieren möchte, sollte dazu wissen, dass die dafür notwendige Daten-Freigabe auch noch Bestand hat, wenn man die Anwendung später nicht mehr benutzt. Wer das nicht möchte, sollte die Anwendungseinstellungen unter dem Menüpunkt Konto aufrufen und Amazon.com die erteilte Freigabe wieder entziehen.

Unter „Konto -> Anwendungseinstellungen“ kann man die Datenfreigabe wieder rückgängig machen

Weiterführende Links zu aktuellen F-Commerce-, E-Commerce- und Facebook-News auf t3n.de:

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Eine Antwort
  1. von spirit am 20.01.2011 (14:01 Uhr)

    Wer diesen Artikel interessant findet, sollte diesen vielleicht auch mal lesen und an der Diskussion teilnehmen. Viel Spaß!

    http://socialmedia.kkandk.de/2011/01/18/ey-rosi-geiler-schuh/

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