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Startups

Spectral Edge: Wie dieses Startup eure Bilder verschönern will

    Spectral Edge: Wie dieses Startup eure Bilder verschönern will

Ein Bild vor und nach der Bearbeitung.
(Screenshot: Spectral Edge)

Mit Mathematik ein Bild schöner machen? Genau das verspricht das Startup Spectral Edge. Wie die Technik funktioniert – und warum sie uns auch auf Selfies besser aussehen lassen soll.

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Links normal, rechts...wow! (Foto: Spectral Edge)

Spectral Edge will die Fotografie mit Mathematik verändern

Einfach ein Bild ins Internet zu stellen, reicht heute nicht mehr aus. Mit Instagram-Filtern und Photoshop-Hilfe versuchen wir, aus unseren Fotos vom Urlaub, von Freunden, vom Essen das Schönste herauszuholen. Das Startup Spectral Edge hat nun eine weitere Variante entwickelt, um unsere Schnappschüsse auf dem Smartphone zu perfektionieren – mit Hilfe von Mathematik.

Das Unternehmen stützt sein Angebot auf eine Technologie ähnlich der, die auch heute schon bei der Xbox angewendet wird. Vereinfacht könnte man sagen, dass das geschossene Bild mit einem Infrarotbild derselben Szenerie zusammengeführt wird. Der Effekt: mehr Tiefe, schärfere Formen sowie intensivere Farben – so zumindest das Versprechen. Seine Technik bezeichnet das Unternehmen als „Phusion“, ein Mix der Wörter „Photo“ und „Fusion“.

Christopher Cytera, Chef von Spectral Edge. (Foto: Spectral Edge)
Christopher Cytera, Chef von Spectral Edge. (Foto: Spectral Edge)

Das Geheimnis sei, das Infrarotlicht mit dem für das Auge erkennbaren Licht so zu kombinieren, dass das Bild gut aussehe, sagt der Geschäftsführer von Spectral Edge, Christopher Cytera, gegenüber Techcrunch. „Das bringt spezielle Details in das Bild, die du mit einer normalen Kamera nicht automatisch erkennen kannst.“ Infrarot durchdringe Nebel und Dunst besser als gewöhnliches Licht. Der Effekt sei bei solchen Bildern daher stärker.

„See more beautifully“

Auch bei Selfies und Porträts kann die Technik helfen: Durch den Infrared-Filter soll unsere Haut glatt und pickelfrei aussehen, weil das Infrarot diese besser kaschieren kann. Passenderweise lautet der Slogan des Startups auch: „See more ... beautifully.“

Der Haken: Noch ist alles nur graue Theorie. Das eigentliche Produkt muss erst noch richtig entwickelt werden. Um seine Technik auf den Markt bringen zu können, hat das 2011 gegründete Startup deshalb nun Kapital eingesammelt. In der letzten Woche verkündete es eine Finanzierungsrunde von mehr als 1,5 Millionen US-Dollar. Zu den Investoren zählten IQ Capital und Parkwalk Advisors sowie einige Business Angels.

Mit dem Geld will Spectral Edge eine Technik entwickeln, die an große Hersteller von Kameras und Smartphones lizensiert werden kann. Mit den ersten Produzenten redet das Startup nach eigenen Angaben schon. Auf den Markt soll das Produkt laut Techcrunch erst in 18 bis 24 Monaten kommen. Bis die Technik tatsächlich in jedem Smartphone verfügbar ist, kann es sogar noch bis zu fünf Jahre dauern, schätzt Cytera. Solange müssen wir uns mit Instagram-Filtern und Photoshop begnügen.

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1 Reaktionen
Robin N
Robin N

Interessante Methode, aber Instagram wird diese Technik nicht verdrängen können, höchstens sich daneben positionieren. Instagram spielt mit eskapistischer Nostalgie und Sehnsucht und fügt den Bildern Symbole idealisierter Wunschwelten hinzu.
Die oben beschriebene Technik geht hier einen Zwitter-Weg, indem sie Farben und Details realistischer darstellt, darüber hinaus aber noch zusätzlich perfektionalisiert. Das ist sozusagen auch eine symbolische Hülle, wird aber in dieser Weise nur dem Fotografen selbst bewusst sein (die Rezipienten also weniger emotional ansprechen können).

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