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Digitale Wirtschaft

Spendable Tech-Tycoons: So viel haben Gates, Koum und Co. 2014 für wohltätige Zwecke ausgegeben

    Spendable Tech-Tycoons: So viel haben Gates, Koum und Co. 2014 für wohltätige Zwecke ausgegeben

Acht der zwölf Wohltäter aus dem Silicon Valley. (Screenshot: philantropy.com)

Das Magazin „The Chronicle of Philantropy“ hat ein Ranking der größten US-Wohltäter 2014 veröffentlicht. Es unterstreicht die neue Dominanz der Tech-Tycoons aus dem Silicon Valley unter den einflussreichsten Industriegrößen der Welt.

USA: Tech-Tycoons haben die Spendierhosen an

Zwölf der spendabelsten US-Wohltäter 2014 kommen aus dem Tech-Sektor – mehr als aus jeder anderen Branche. (Screenshot: philantropy.com)
Zwölf der spendabelsten US-Wohltäter 2014 kommen aus dem Tech-Sektor – mehr als aus jeder anderen Branche. (Screenshot: philantropy.com)

Insgesamt haben die 50 spendabelsten US-Amerikaner im vergangenen Jahr 9,8 Milliarden US-Dollar (etwa 8,5 Milliarden Euro) an wohltätige Zwecke vergeben – kein Wunder, denn Spenden hat gerade in Amerika eine lange Tradition. Neu ist allerdings der Anteil an Persönlichkeiten aus dem Technologie-Sektor, die im Top-Ranking der Wohltäter überproportional vertreten sind:

  • Platz 1: Microsoft-Gründer Bill Gates und seine Frau Melinda (1.509.700.000 US-Dollar)
  • Platz 4: Jan Koum, der Gründer von WhatsApp, das 2014 für 19 Milliarden US-Dollar von Facebook übernommen wurde (555.975.000 US-Dollar)
  • Platz 5: Sean Parker, Mitgründer von Napster, Anteilseigner von Facebook und Spotify (550.000.000 US-Dollar)
  • Platz 6: Nicholas Woodman, der Kopf hinter GoPro, und seine Frau Jill (500.029.162 US-Dollar)
  • Platz 9: Sergey Brin, Google-Mitgründer (382.780.556 US-Dollar)
  • Platz 10: Microsoft-Mitgründer und Investor Paul Allen (298.000.000 US-Dollar)
  • Platz 12: Ebay-Gründer Pierre Omidyar und seine Frau Pam (180.000.000 US-Dollar)
  • Platz 13: Google-CEO Larry Page (177.300.000 US-Dollar)
  • Platz 14: Salesforce-Gründer Marc Benioff und seine Frau Lynne (154.000.000 US-Dollar)
  • Platz 19: Steve und Connie Ballmer (110.000.000 US-Dollar)
  • Platz 21: John Morgridge, ehemaliger Vorsitzender Cisco Systems, und seine Frau Tashia (102.000.000 US-Dollar)
  • Platz 41: Intel-Mitgründer Gordon Moore und seine Frau Betty (50.000.000 US-Dollar)

Die meisten Wohltäter 2014 stammen aus Kalifornien und dem Tech-Sektor

Sean Parker gehört zu den Tech-Tycoons und zu den jüngsten Mitgliedern des Philantropy-Rankings. Er hat ein Allergiezentrum an der Stanford University ins Leben gerufen. (Foto: LeWeb14 / flickr.com, Lizenz: CC-BY)

„Alle U40-Wohltäter stammen aus der Tech-Branche.“

Die Verteilung der wohltätigsten Amerikaner 2014 lässt einige Rückschlüsse auf die aktuellen Chancen in der Tech-Branche zu: Jan Koum, Sean Parker und Nick Woodman, die im allgemeinen Ranking die Plätze 4 bis 6 belegen, sind zugleich die einzigen Spender in den Top 50 überhaupt, die jünger als 40 Jahre alt sind. Diese Tatsache kann als Indikator für die relativ hohe Geschwindigkeit gesehen werden, mit der sich im Technologiesektor Reichtum anhäufen lässt – dass insgesamt natürlich viele Faktoren zusammen kommen müssen, damit es zum ganz großen Geld reicht, dürfte klar sein.

Außerdem sind die Vertreter des Technologie-Sektors mittlerweile die zahlenstärkste Fraktion unter den 50 Top-Wohltätern. Zwölf Tech-Tycoons finden sich im Ranking, aus dem Finanzwesen immerhin noch elf. Alle anderen Sektoren, von Werbung über Industrie und Medien bis hin zu Immobilien und familiärem Reichtum, sind deutlich seltener vertreten. Konsequenterweise sind ein Großteil der Top-Spender in Kalifornien ansässig.

Die Stars der Tech-Branche lösen die alten US-Magnaten ab

Spenden als Lebensaufgabe: Bill und Melinda Gates führen das Wohltäter-Ranking mit großem Abstand an. #FLICKR#
Bill und Melinda Gates führen das Wohltäter-Ranking mit großem Abstand an. (Foto: jurvetson / flickr.com, Lizenz: CC-BY)

Die US-amerikanische Wired führt diese Entwicklung auf das derzeitige finanzielle Klima im Tech-Sektor zurück, das sich mit horrenden Übernahmesummen, Börsenboom und exorbitanten Unternehmensbewertungen zusammenfassen lasse. So werde quasi über Nacht enormer Reichtum generiert. Die amerikanischen Wohltäter, die noch vor einiger Zeit eher aus dem Öl- oder Industriegewerbe kamen, seien heute eben App-Entwickler wie Koum oder Firmenchefs wie Nick Woodman, der mit seiner Mini-Kamera GoPro das private Filmemachen revolutioniert hat und 2014 erfolgreich an die Börse gegangen ist.

Einen Grund, wohltätig zu werden, teilen aber wohl beide Generationen: Auch in den USA sind Spenden steuerlich absetzbar – und nicht selten fließt das wohltätige Geld in familiäre Stiftungen oder Projekte.

„Ein Großteil des Geldes fließt in familiäre Projekte.“

Da sich mit Spenden zudem ein Stück weit Politik machen lässt, bleibt abzuwarten, inwiefern sich auch ein Wandel bei den geförderten Initiativen und Organisationen zeigen wird. Gewinner der Entwicklung ist in jedem Fall das Community-Projekt „Silicon Valley Community Foundation“, das 2014 allein eine Milliarde US-Dollar von Jan Koum und den Woodmans erhielt.

In dieser interaktiven Übersicht findet ihr weitere Infos zu den spendablen Tech-Tycoons.

via www.wired.com

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