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Kosten in zweistelliger Milliardenhöhe: Spione schaden deutschen Unternehmen

    Kosten in zweistelliger Milliardenhöhe: Spione schaden deutschen Unternehmen

(Bild: Dmitry Tishchenko/Shutterstock)

Industriespionage kostet deutsche Unternehmen jährlich mehrere Milliarden, wie eine Analyse der durch Edward Snowden veröffentlichten NSA-Dokumente ergeben hat. Betroffen sind vor allem Autobauer.

Deutsche Unternehmen im Visier der NSA

Deutsche Unternehmen erleiden jedes Jahr Schäden in zweistelliger Milliardenhöhe aufgrund von Industriespionage durch ausländische Geheimdienste, speziell des US-Geheimdienstes NSA. Das hat eine Analyse der durch den US-Whistleblower Edward Snowden veröffentlichten NSA-Dokumente des Beratungsunternehmen Corporate Trust ergeben. Der Studie, aus der die Zeitung Welt am Sonntag zitiert, zufolge seien fast alle deutschen Großkonzerne schon von solchen Angriffen betroffen gewesen.

Deutsche Unternehmen im Visier von Geheimdiensten wie der NSA. (Foto: Shutterstock-bikeriderlondon)

Konkret werden in dem Bericht etwa Thyssenkrupp und das Deutsche Luft- und Raumfahrtzentrum genannt. Vor allem stehen demnach aber Firmen im Bereich alternativer Antriebe im Visier der NSA-Spionage. „Jeder deutsche Autohersteller beziehungsweise Zulieferer auf diesem Gebiet“ sei wahrscheinlich schon Opfer eines der NSA-Spionageangriffe geworden, meint Florian Oelmaier von Corporate Trust. Demnach seien Teile der deutschen Wirtschaft „explizit Aufklärungsziel von NSA und Co.“.

Die Ergebnisse der Aufklärungsarbeit würden dann an NSA-Kunden weitergegeben, erklärt Oelmaier. So habe es in den Dokumenten Belege dafür gegeben, dass durch Spionage gewonnene Firmengeheimnisse an US-Handelskammern überreicht worden seien. Corporate Trust warnt davor, dass die deutsche Wirtschaft nicht ausreichend gegen Spionage geschützt sei.

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Mehr IT-Sicherheit für Unternehmen gefordert

In die gleiche Kerbe schlägt auch der Grünen-Politiker und Obmann im NSA-Untersuchungsausschuss des deutschen Bundestages Konstantin von Notz gegenüber der Welt am Sonntag: „Wir brauchen im Bereich IT-Sicherheit und Infrastruktur zwingend mehr und besseres Personal“. Der Untersuchungsausschuss versucht seit beinahe drei Jahren, mögliche Ausspähung von Daten durch US-Geheimdienste, aber auch den Bundesnachrichtendienst (BND) aufzuklären. Als vorerst letzte Zeugin war am vergangenen Donnerstag Bundeskanzlerin Angela Merkel geladen. Das Gremium hatte bisher vergeblich versucht, auch Edward Snowden als Zeugen zu hören.

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