Konzeption, um intelligente, zielgruppenorientierte Navigationswege zu erarbeiten
Häufig wird bei Online-Projekten der Fehler gemacht, alle Seiten und Produkte im gleichen Raster anzuzeigen (es wird also nur ein Template für den gesamten Internetauftritt angefertigt). Die Benutzerfreundlichkeit bleibt bei einer solchen Herangehensweise weit hinter den Möglichkeiten zurück, die Zielgruppe nimmt den Internetauftritt nicht optimal an, hat einen schlechten Qualitätseindruck vom Internetauftritt und damit auch vom Unternehmen.
Während der Konzeptionsphase erschließen sich erfahrungsgemäß Ideen und Möglichkeiten der Benutzerführung, die sich ohne professionelle Anleitung nicht ergeben hätten. Im Ergebnis wird der Internetauftritt dadurch einfach benutzbar und kann von der Zielgruppe intuitiv navigiert werden. Durch eine mediengerechte Umsetzung wird der Internetauftritt besser angenommen, positiver bewertet und damit häufiger genutzt. Und dies ist eine wesentliche Voraussetzung, um den Internetauftritt zu einer zentralen Kommunikationsplattform für Kunden und Interessenten zu entwickeln.
Ohne Konzeption besteht die Gefahr, dass der Internetauftritt später eine zentrale Anforderung nicht erfüllen kann oder dies nur mit hohem Aufwand nachträglich implementiert werden kann. Durch sorgfältige Planung und die Einbindung eines Beraters zu einem frühen Projektzeitpunkt wird die Basis für einen Internetauftritt geschaffen, der langfristig den strategischen Kommunikationszielen gerecht wird.
Konzeption, um zentrale Fragen aus Sicht der Zielgruppe zu beantworten
Um dem Anspruch einer zielgruppenorientierten Navigation gerecht zu werden, müssen die zentralen Fragen aus Sicht der Zielgruppe betrachtet werden:
- Welche Informationen sollen auf dem Internetauftritt verfügbar sein?
- Wie navigieren die Zielgruppen auf dem Internetauftritt?
- Wie vertraut sind die Zielgruppen mit dem Medium Web?
- Wie werden die Informationen am einfachsten benutzbar gemacht?
- Welche Zugänge zu den Inhalten sollten zusätzlich zur klassischen Navigation geschaffen werden?
- Welche Inhalte sind so wichtig, dass sie direkt auf der Startseite des Internetauftritts platziert werden sollen?
- Welche Darstellung ist für einzelne Seitentypen am sinnvollsten?
- Wie werden neue Kunden am besten gewonnen?
Das Ziel der Konzeptphase ist ein schriftliches, vom Kunden freigegebenes Konzept für das Online-Projekt. Die Teilnehmer der Workshops kommen von Kunden- und Agenturseite. So werden Branchen- und Fach-Know-how gewährleistet sowie Akzeptanz und Ergebnisqualität sichergestellt. Den Konzeptionsprozess gestaltet anders und sehr folgendermaßen:
- Konzeptworkshop 1
- Sitemap, Aufbau der klassischen Navigation
- Beginn mit der gemeinsamen Erstellung der einzelnen Seitentypen in Form von Wireframes
- Weiterentwicklung des ersten Konzepts in Form von Wireframes
- Konzeptworkshop 2
- Diskussion des Konzepts im Kreis der Entscheider
- Gemeinsame Weiterentwicklung der Wireframes
- Finalisierung des Konzepts, Abschluss der Wireframes
- Konzeptworkshop 3
- Einarbeitung letzter Änderungen
- Freigabe des Konzepts
- Im Anschluss: ggf. technische Konzeption zur Umsetzung der erarbeiteten Anforderungen (z.B. Anbindung von anderen IT-Systemen, …)
Das finale Konzept besteht schließlich aus Wireframes für jeden einzelnen Seitentyp, die nach der Abnahme verbindlicher Vertragsbestandteil sind und als Basis für Design und technische Realisierung dienen. Nach der Konzeption wird auch das Angebot überarbeitet, sodass alle Erkenntnisse aus der Konzeptphase berücksichtigt werden.
Beispiel von Infotech mit Wireframe und endgültigem Design:
Konzeption als Basis für das technische Pflichtenheft
Aus der Konzeptionsphase ergeben sich in der Regel technische Anforderungen an ein Web-Projekt, die nicht mit den Standard-Funktionen eines Content Management Systems abgedeckt werden können. Beispiele dafür sind die Anbindung von Fremd-Systemen, beispielsweise die Übernahme von Mitarbeiterdaten aus einem Personalverwaltungssystem oder eine Schnittstelle, um Veranstaltungen aus einer anderen Software zu übernehmen.
Sobald in einem Projekt solche Funktionen implementiert werden sollen, ist ein technisches Pflichtenheft obligatorisch. Es gibt dem Kunden Planungssicherheit und reduziert die Wahrscheinlichkeit von nachträglichen Änderungen.
Konzeption, um Aufwände zu reduzieren
Die folgende Tabelle verdeutlicht, welchen Aufwand eine vergessene Funktion (z.B. ein zusätzliches Eingabefeld in einer Web-Anwendung und die Weiterverarbeitung der dort eingegebenen Daten) verursachen kann, je nachdem, wann das Versäumnis entdeckt wird.
| Entdeckung in Projektphase | Aufwand in Stunden |
|---|---|
| Konzeption | 0,25 |
| Technisches Pflichtenheft | 1 |
| Implementierung | 4 |
| Test | 8 |
| Produktivnutzung | 16 |
Über anders und sehr
Anders und sehr ist eine Full-Service Internetagentur in Stuttgart und spezialisiert auf die komplette Realisierung von Internetauftritten und deren Integration in den Online-Marketing-Mix. Dienstleistungen umfassen Beratung, Konzeption, Webdesign, Webseiten-Programmierung, Content Management mit TYPO3, Online-Marketing, Suchmaschinenoptimierung und Suchmaschinenmarketing.
Kontakt: m.widra@andersundsehr.com, Tel. 0711/128 968 26 www.andersundsehr.com






6 Answers
von Elisabeth Krohne via facebook 26.10.2010 (13:20Uhr) 1.
nice
von Peter Holländer via facebook 26.10.2010 (13:37Uhr) 2.
Elisabeth, nice wie nett? Das ist ja kein Kompliment ;-)
von Pascal Wild via facebook 26.10.2010 (20:02Uhr) 3.
Wirklich ein guter Post ;)
von Konzeptionsphase in Online-Projekten … 02.11.2010 (20:49Uhr) 4.
[...] in Online-Projekten Warum die Konzeptionsphase in Online-Projekten so wichtig ist, zeigt der ‘Sponsored Post’ auf t3n. Die Internet Agentur anders und [...]
von » Blog Archive » Warum die K… 12.11.2010 (12:16Uhr) 5.
[...] http://t3n.de/news/sponsored-post-konzeptionsphase-online-projekten-wichtig-283159/ [...]
von Javier Salas 24.02.2011 (13:25Uhr) 6.
Danke für die positiven Kommentare, wir veröffentlichen Artikel und Links nicht nur in unserem Blog, sondern auch auf unserer Fanpage http://www.facebook.com/andersundsehr.