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E-Commerce

Sponsored Post: Technische Tücken beim Betrieb internationaler Online-Shops [+Coding Challenge]

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Ein Online-Shop in mehreren Ländern und unterschiedlichen Sprachen eröffnet große Chancen. Besonders im europäischen Ausland können relativ leicht neue Käufer erreicht werden. Vor dem Erfolg liegen aber einige technische Herausforderungen, denen Shopbetreiber sich stellen müssen.

Mandantenfähige Shop-Systeme sorgen für mehr Umsatz

Die Basis für den Betrieb internationaler Shops ist ein mandantenfähiges System. Als technisch einheitliche Plattform ermöglicht es, alles unter einem Dach zu betreiben und zentral zu steuern. Jeder Mandant auf dieser Plattform ist in nur einem Markt aktiv und bedient häufig genau ein Land mit einer Sprache. In mehrsprachigen Ländern wie Belgien oder der Schweiz kommen entsprechend mehrere Mandanten zum Einsatz.

Herausforderung Layout

Die offensichtlichsten Herausforderungen mehrsprachiger Onlineshops entwachsen dem Layout. Hier stehen sich Gestaltung und Pflege einheitlicher Layouts und lokale Besonderheiten der jeweiligen Märkte gegenüber. Meistens müssen landestypische Erwartungen erfüllt werden. Zum Beispiel dann, wenn britische Kunden ihre Hausnummer vor dem Straßennamen eingeben und deutsche Kunden danach. Neben diesen planbaren Einflüssen kommt es häufig zu unerwünschten Darstellungen von Buttons, Navigationselementen oder Artikelinformationen. Gerade durch die sprachlichen Besonderheiten werden Texte (falsch) umgebrochen oder abgeschnitten:

Herausforderung Rechtssysteme

Die Vorgaben der nationalen Gesetzgebung in verschiedenen Ländern sollte man ebenfalls dringend berücksichtigen. Häufig müssen Shop-Betreiber schnell reagieren und die Software kurzfristig an den aktuellen Stand anpassen.

Ein Beispiel hierfür ist die sogenannte „Button“-Lösung, die in Deutschland seit dem 01. August 2012 verpflichtend gilt. Regelungen wie diese gelten auch für alle anderen Ländermandanten. Betreiber mit Sitz in Deutschland, deren Angebot sich an ausländische Kunden richtet, müssen die Button-Lösung auch in allen anderen Sprachen umsetzen.

Herausforderung Steuern und Abgaben

Auch die Umsatzsteuer ist in Höhe und Abhängigkeit von Land zu Land unterschiedlich. In Finnland beispielsweise ist ein ermäßigter Steuersatz für Kleidung abzuführen, während in Belgien Auslandslieferungen generell steuerfrei sind.

Derartige Anforderungen müssen in die Berechnungen einfließen und an entsprechender Stelle ausgewiesen werden.  Gerade bei unterschiedlichen Warengruppen bedeutet das: Mehrere Steuersätze berücksichtigen und anzeigen. Auch Sonderabgaben (z.B. für Luxusgüter, Genussmittel, etc.), Zölle durch den grenzüberschreitenden Verkauf und Versandkosten für die Auslandslieferungen müssen in die Bepreisung einfließen.

Herausforderung Payment

Welche Möglichkeiten dem Kunden zur Zahlung angeboten werden können, hängt von der Marktsituation ab. In der Regel wünschen sich Online-Shopper unkomplizierte, zuverlässige und sichere Zahlungsmethoden – bestenfalls ohne zusätzliche Gebühren. Internationale Zahlungsanbieter wie Paypal und Kreditkartenanbieter können deshalb auch weniger attraktiv sein als die Abwicklung über die persönliche Hausbank.

Die größte technische Hürde: Internationale Shops müssen zahlreiche unterschiedliche Schnittstellen und Abläufe für Zahlungen abbilden, um die diversen Systeme der Zahlungsanbieter anzubinden. Das wirkt sich bis ins Layout aus, etwa weil zusätzliche Logos, Ansichten, Texte, Masken oder Eingaben erforderlich werden.

Beim Zugriff über mobile Endgeräte kann auch eine bequeme Zahlung über die Mobilfunkrechnung in Betracht kommen (z.B. über Systeme wie MIA, M-Commerce Interface Austria, infin-Payment Smartphones).

Herausforderung Datenmengen

Das Product Information Management System (PIM) verwaltet folgende Objekte:

  • Sortimente
  • Werbemittel
  • Medienobjekte (z.B. Bilder, Videos, Logos)
  • Beschreibungstexte
  • Marken
  • Eigenschaften (Materialien, Pflegehinweise, Features, Attribute)

und viele andere Informationen zu Artikeln, Produkten, Produktgruppen und Mandanten. Ein Produkt ist dabei immer einmalig, was auch aus Gründen der Suchmaschinenoptimierung gefordert wird.

Im PIM ist man Herr über wesentlich mehr Informationen, Artikel und Medienobjekte, als die damit verwalteten Mandanten jeweils online offenbaren. So werden neben der aktuellen hier stets auch nicht mehr aktuelle und zukünftige Versionen vorgehalten. Zusätzliche Länder und Sprachen vergrößern die Menge an Informationen und machen das Datenmanagement komplexer. Beim Export der Daten aus dem PIM müssen diese Informationen jeweils auf das reduziert und zusammengeführt werden, was für den Betrieb des Shops tatsächlich erforderlich ist. Welche Datenmengen den Mandanten oder auch Portalen wie Google Shopping oder idealo zur Verfügung stehen, ist das Ergebnis eines komplexen Regelwerks.
 Ein Beispiel: Ein Artikel wird dem Sortiment eines Mandanten nur dann zugeführt, wenn das Produkt in diesem Markt verkaufsfähig ist und der Beschreibungstext auch in der jeweiligen Sprache des Mandanten vorliegt. Andere Regeln verhindern „leere“ Produktgruppen oder filtern einzelne Medienobjekte aus ethischen, moralischen oder anderen Gründen aus.

Hinzu kommt die größte Besonderheit von Online-Shops: Ein Artikel kann nicht in die Hand genommen werden, um diesen von allen Seiten zu betrachten.

Deshalb muss der Online-Shop den Kunden anderweitig von den Produkteigenschaften überzeugen. Zu diesem Zweck liegen diverse Abbildungen des Produkts als Einzelbilder vor (z.B. Detailansichten, Vollansichten, Farb- und Ausstattungsvarianten). Der Shop bietet diese Medienobjekte nun wiederum als Vorschau in Teasern, Listen, Slidern, Zoom-Ansichten, Warenkorb, Bestellbestätigungsmail, usw. an. Um die Ansichten schnellstmöglich laden zu können, werden diese Bilder in unterschiedliche Größen und Formate vorberechnet und als Einzeldateien abgespeichert. Bei einem Artikelstamm von „nur“ 100.000 Artikeln ergeben sich dadurch durchschnittlich mindestens 1,5 Mio. Bilddateien und ein Speicherplatzbedarf von ca. 10 Gigabyte. Mandantenspezifische Abbildungen erhöhen diesen Bedarf weiter.

Amazon Kindle bei der dmc Coding Challenge 2012 gewinnen

Es zeigt sich: Die Anforderungen an eine E-Commerce-Plattform sind für den Betrieb internationaler Shops sehr hoch und vielfältig. Grade weil große Datenmengen zuverlässig und performant verwaltet werden müssen, sind geeignete Lösungen gefragt - die Anforderungen an Webentwickler steigen stetig. Alle, die sich den technischen Herausforderungen solcher hochperformanten Shop-Systeme bereits gestellt haben, können sich bei der dmc Coding Challenge 2012 beweisen. In 6 kurzen Development-Herausforderungen messen sich Webentwickler in Sachen Schnelligkeit und Eleganz mit ihresgleichen, zu gewinnen gibt es einen Amazon Kindle.

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