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Spotify ist in Deutschland gelandet – inklusive kostenlosem Angebot

Spotify ist in Deutschland gelandet – inklusive kostenlosem Angebot

, der Platzhirsch unter den Musik-Streaming-Diensten, ist in Deutschland gelandet. Nach , Rdio und einigen weiteren Anbietern startet der schwedische Dienst als Nummer acht auf dem deutschen Markt. Mit insgesamt 16 Millionen Songs gehört Spotify zu den Diensten mit dem breitesten Musikangebot.

Spotify ist in Deutschland gelandet – inklusive kostenlosem Angebot

Spotify – Kostenlos-Modell wird auch in Deutschland angeboten

Axel Bringéus, Spotify-Chef für Deutschland, Österreich, die Schweiz und Belgien, hatte bereits am gestrigen Montag in einem Interview gegenüber dem Magazin Focus den Starttermin verraten. Heute geht es nun also los. Die Preise zur Nutzung von Spotify entsprechen 4,99 Euro pro Monat für eine werbefreie Variante, mit der der Nutzer ohne Beschränkungen von seinem Spotify-Desktop-Client Musik streamen kann. Legt man 9,99 Euro auf den Tisch, besteht außerdem die Möglichkeit, den Service über mobile Apps zu nutzen. Wie in den anderen 12 Ländern, in denen Spotify bereits genutzt werden kann, wird es auch in Deutschland ein kostenfreies Modell geben, das sich über Werbung finanziert, so Bringéus.

spotify preise
Die Preise von Spotify

Für dieses kostenfreie Modell hatte es bislang in Deutschland keine konkrete Regelung gegeben. Inwiefern Spotify sich mit der GEMA diesbezüglich geeinigt hat, wollte Bringéus nicht sagen. Auch der Branchenverband BITKOM konnte gegenüber t3n keine Auskunft dazu geben. Womöglich muss Spotify den vollen Betrag von 6 Cent pro gehörtem Titel zahlen, obwohl die Werbeeinblendungen die Kosten vermutlich kaum decken können. Laut Bringéus wird der kostenlose Account in Deutschland unbegrenzt nutzbar sein. Ob das, wie in anderen Ländern, lediglich für die ersten sechs Monate gilt und dann auf 10 Stunden pro Monat begrenzt wird, ist bislang unklar.

Simfy hatte anfänglich auch ein ähnliches Angebot, mittlerweile können Nutzer der kostenlosen Variante lediglich 5 Stunden gratis Musik hören. Für Spotify dürfte das kostenlose Modell also unter Umständen ein Verlustgeschäft werden und in erster Linie Free-User anziehen, durch die der Service zwar rasch wachsen, aber kaum Umsatz generieren dürfte. Es ist allerdings durchaus möglich, dass auf der morgigen Bilanz-Pressekonferenz der GEMA ein Tarif für kostenfrei angebotene On-Demand-Dienste vorgestellt wird. Falls dem so ist, wird dieser für alle Anbieter dieser Dienste seine Gültigkeit haben.

Spotify-App Standardansicht
Spotify-App in der Standardansicht

Spotify bietet Apps und Anschluss an soziale Netzwerke

Spotify ist nicht nur ein einfacher Musik-Streaming-Dienst, denn der soziale Aspekt des Musikhörens spielt eine große Rolle. So besteht zum einen die Möglichkeit, seine Musik auf Facebook und Twitter mit seinen Freunden zu teilen. Zum anderen können Nutzer zusammen mit anderen Usern Playlisten anlegen oder die von anderen abonnieren. Doch diese Features existieren auch bei Simfy und Rdio.

Was Spotify neben seiner großen Bibliothek auszeichnet, sind die vor einigen Monaten eingeführten Apps. Drittanbieter können Spotify quasi als Plattform nutzen, sodass sie selbst nicht Lizenzgebühren zahlen müssen. Zum Deutschlandstart sind beispielsweise die Musikmagazine Visions und Laut.de mit dabei. Diese können in Spotify Playlisten und andere Services anbieten. Im geschlossenen Testlauf in Deutschland, an dem ich teilnehmen durfte, stellen sich diese Apps als recht praktisch zum Entdecken neuer Musik heraus. Alternativ können User sich aber auch durch das Feature „ähnliche Künstler“ inspirieren lassen. Neugierige sollten sich den kostenlosen Spotify-Account zu Gemüte führen und die vielen Features ausprobieren.

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11 Antworten
  1. von Moszeed am 13.03.2012 (07:59 Uhr)

    "Neugierige sollten sich den kostenlosen Spotify-Account zu Gemüte führen und die vielen Features ausprobieren."

    würd ich sehr genre, nur wird ein gültiger Facebook Account als Anmeldung vorrausgesetzt !

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  2. von René am 13.03.2012 (08:06 Uhr)

    Ich bleibe wohl beim Simfy, auch wenn die Apps und die Programme nicht die besten sind...

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  3. von Tonton am 13.03.2012 (08:16 Uhr)

    Durch den zwang Facebook Anmeldung werde ich es nicht Nutzen bleibe beim iTune Bin auch nicht neugierig kann ja nur Scheisse sein

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  4. von Andy am 13.03.2012 (08:23 Uhr)

    Schade, habe mich schon gefreut. Ich werde mich aber ganz bestimmt nicht mit Facebook registrieren.
    Was soll das?

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  5. von Norvik am 13.03.2012 (09:42 Uhr)

    Die Preise sind ja identisch mit denen von Simfy. Selbst die Anzahl der Songs scheint gleich zu sein. Warum sollte man also umsteigen?

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  6. von Calmundo am 13.03.2012 (10:29 Uhr)

    Ich sage nur http://www.20freiMP3.de
    Ich will Musik H A B E N und nicht nur hören dürfen (was man im übrigen überall im Netzt kostenlos seid Jahren tun kann). Aber das ist eben die neue Taktik der Musikindustrie - man lässt den User für temporäre Nutzungsrechte (mit Verfallsdatum) zahlen - immer und immer wieder - und wenn er nicht mehr zahlen mag, ist alles WEG und er hat NIX mehr - ne intelligente Art der Abzocke. Schade nur, dass das so wenig Leute begreifen, wie sie da gerade abgezogen werden ....aber macht nix, das böse erwachen kommt dann, wenn man feststellt, dass man nach 3 Jahren monatlicher Zahlung GAR NIX erworben hat ;-)

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  7. von frankyd am 13.03.2012 (10:43 Uhr)

    habe denen mal einen Mail geschrieben, das die zwanghafte Anmeldung über Facebook nicht optimal ist. Was mich am meisten ärgert ist, das es auf der Seite heißt das man sich auch direkt bei dem Dienst anmelden kann. De-facto geht dies aber nicht! Mal sehen ob die sich melden. Im Autoresponder hieß es das sie sich in spätestens 3 tagen melden würden ...

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  8. von Björn am 13.03.2012 (11:29 Uhr)

    @frankyd: Die Registrierung direkt bei Spotify ist/war nur in den Ländern möglich, in denen Spotify bereits vor deren Kooperation mit Facebook verfügbar war. Seitdem wird in den neu hinzukommenden Ländern diese Option nicht mehr angeboten.

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  9. von Flo am 13.03.2012 (11:40 Uhr)

    @Calmundo
    Das ist bei Kino, Fernsehen, Wohnungsmiete, Autobahnmaut oder Prostituierten nicht anders...

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  10. von Puma am 13.03.2012 (11:54 Uhr)

    Calmundo, so einen Schrott habe ich lange nicht mehr gehört. Vor ein paar Jahren habe ich genauso gedacht. Durch die performantere und schnellere Internetverbindungen und der immer besser werdenden Streamingtechnik und den heutigen Plattformen sehe ich das aber ganz anders.

    Wie Flo geschrieben habe, bezahlt man ja auch für eine Wohnung die monatliche Miete. Wenn man dann nach 3 Jahren auszieht, was hat man dann von den 3 Jahren Mietzahlung? Überraschung: NICHTS!.

    Und solange du mir nicht eine Seite zeigst á la 20freiMIETEN.de oder 20freiNUTTEN.de brauchen wir hier auch gar nicht zu disskutieren, wie viel Wert deine Aussage hat.

    Um mal b2t. zu kommen. Finde es auch ein wenig Schade, dass atm ein Fb-Account vorhanden sein muss. Zum Glück hab ich hier noch einen Fake-Acc rumfliegen, der reicht ja zum Registrieren, was danach mit dem passiert, mir egal :).

    Preislich ist spotify anscheinend nicht anders als die anderen Plattformen wie rdio oder simfy.
    Die Programmoberfläche ist so ziemlich iTunes abgekupfert mit einem Unterschied, es braucht augenscheinlich weniger Performance xD.

    Bis vor kurzem war ich am Überlegen, ob ich mich für rdio entscheide. Teste jetzt erstmal Spotify, mal sehen wer das Rennen macht.

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  11. von nik am 13.03.2012 (16:22 Uhr)

    Gott ja, was soll die Aufregung? Spotify wird den Weg alles irdischen (von der GEMA gesperrt/verklagt/wasauchimmer) oder den von Simfy (kurze Kostenlosphase, dann GEMA-Vertrag (oder auch nicht - und generelle Paywall einführen, Indie-Labels ziehen sich zurück) gehen.

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