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Wasser predigen und Wein trinken? Axel-Springer-Verlag investiert in Adblocker-Startup

(Screenshot: Bild.de)

Der Axel-Springer-Verlag geht normalerweise juristisch gegen Adblocker-Anbieter vor. Dabei ist der Konzern selbst an einem Werbeblocker-Startup beteiligt – ein Widerspruch?

Adblocker-Plugin: Springer investiert in Anbieter

Wer seit Oktober 2015 mit einem aktivierten Adblocker das Online-Portal Bild.de des Axel-Springer-Verlags besucht, steht vor verschlossenen Türen. Die Inhalte werden erst nach Deaktivieren des Werbeblockers angezeigt. Mit Anbieternwie der Eyeo GmbH (Adblock Plus) duellieren sich die Juristen des Verlags zudem gern vor Gericht – bisher allerdings weitgehend erfolglos. Da ist es zumindest etwas seltsam, dass ausgerechnet der Axel-Springer-Verlag in ein Startup investiert, das Anzeigen auf Webseiten blockiert.

Adblocker: Zenguard-Web-Firewall blockiert auch Werbung auf Bild.de. (Bild: Zenguard/Google)
Adblocker: Zenguard-Web-Firewall blockiert auch Werbung auf Bild.de. (Bild: Zenguard/Google)

Die Springer-Tochter Plug and Play Accelerator hält 4,27 Prozent an dem Startup Zenguard, weitere 18,75 Prozent hält Project A Ventures, an dem Axel Springer beteiligt ist, wie Golem.de berichtet. Auf den offensichtlichen Widerspruch angesprochen gab ein Verlagssprecher gegenüber dem Techportal an, dass die zur Disposition stehende Zenguard-Anwendung Web-Firewall lediglich infizierte Ads ausblende und somit vor Schadprogrammen schütze.

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Bild.de sperrt Zenguard-Adblocker aus

Das stimmt zumindest derzeit nicht, denn die Anwendung blockiert jede Werbung – auch die Werbung auf Bild.de, sodass Nutzer dort mit dem Adblocker-Stoppschild empfangen werden. Das Browser-Plugin für Chrome arbeitet auf der Basis von Ublock und mit Filterlisten wie Easy List. Allerdings soll es sich bei dem Plugin noch um einen Prototypen handeln, wie Zenguard, Anbieter des VPN-Tools Zenmate, schreibt.

Dennoch kann eine Beteiligung am Anbieter des Adblocker-Plugins für den Axel-Springer-Verlag Sinn ergeben: Sollte das finale Produkt tatsächlich gezielt infizierte Online-Anzeigen erkennen und blockieren können, reguläre Werbung aber anzeigen, wäre das ein gutes Argument gegen die Nutzung von Adblockern. Denn viele Nutzer berufen sich bei dem Einsatz von Werbeblockern auch auf den Schutz vor Malware.

via www.golem.de

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3 Reaktionen
Markus
Markus

Was ist an dem Deal seltsam? Egal aus welcher Motivation, man bekommt einen Zugang zum "Gegner" und kann entweder diesen Zugang nutzen, um die eigen Einblendungen zu verbessern oder die AdBlockerSzene auf einen bessere Pfad zu führen. Vielleicht kann man sogar einen AdBlocker dazu bringen einen Trend zu schaffen. Egal was .. es kann AS nützen.

Oliver Pitsch

Recherchiert doch bitte mal richtig, bevor ihr so einen Artikel veröffentlicht. Als Springer (im Rahmen des Plug&Play Accellerators) investiert hat hatte das Plugin noch keinen Ad-Blocker sondern "nur" Privacy-Features. Jetzt hat die Company einen Ad-Blocker dazu gebaut.

Aber: Als Gesellschafter ist AS verpflichtet im Sinne der Firma zu entscheiden. Wenn dies heisst, dass ein Ad-Blocker gebaut wird, dann ist das so. Auch wenn AS es aus Unternehmens-Sicht nicht gut findet.

Einzige Alternative wäre ein Verkauf der Anteile, aber auch hier müssten sie erst mal jemanden finden, er zur aktuellen Bewertung die Anteile abkauft.

In Summe: Alles nicht so heiss, wie ihr es gern hättet.

Grüße, Oliver

Tobi

Danke für die Infos. Wird aktuell leider von vielen Seiten ohne solche Fakten publiziert.

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