„Square“: Jack Dorseys (Twitter) neues Startup ist da – Jederzeit und simpel Kreditkarten-Zahlungen entgegennehmen

Jack Dorsey Foto: magerleagues, Flickr.com

Der Twitter-Erfinder Jack Dorsey hat sein neues Projekt „Square“ vorgestellt. Square ist ein neuartiges Bezahlsystem mit dem Verkäufer von ihren Kunden Beträge bis zu 60 US-Dollar ganz einfach über ein Smartphone einziehen können. Dabei entstehen weder für den Käufer noch für den Verkäufer irgendwelche Kosten. Damit könnte Square zu einem interessanten bargeldlosen Bezahlsystem für die kleinen Dinge des Alltags werden.

Gedacht ist Square für Verkäufer, die ihren Kunden eine bargeldlose Bezahlung ermöglichen wollen, die sich dafür aber den dafür üblicherweise nötigen Aufwand ersparen möchten. Statt sich also an die vielen verschiedenen Kreditkarteninstitute zu wenden, mit ihnen Verträge abzuschließen und zusätzliche, zum Teil teure Hardware anzuschaffen, bekommen Verkäufer mit Square eine vergleichsweise einfache Lösung an die Hand.

square lesegeraet
Das Kartenlesegerät wird in die Kopfhörerbuchse gesteckt

Rein technisch funktioniert Square über ein kleines Magnetstreifen-Lesegerät, das einfach in den Kopfhörerausgang des Smartphones gesteckt wird. Anschließend zieht man die Kredit- oder Geldkarte des Kunden durch das Lesegerät, wobei die ausgelesenen Informationen in Audiodaten umgewandelt und von der Square-Software verschlüsselt an den Sqaure-Server geschickt werden, der dann wiederum eine Verbindung mit dem Netzwerk der Bezahlkarte aufbaut. Die Sicherheit wird durch die Anzeige eines persönlichen Profilbildes des Kunden im Vergleich zur herkömmlichen Kreditkartenzahlung erhöht. Was dann noch fehlt ist die Unterschrift auf dem Touchscreen und fertig! Eine Quittung bekommt der Kunde dann im Anschluss wahlweise per SMS oder E-Mail.

In der Theorie ist das Bezahlsystem also einfach und clever. Die Verbindung über den Kopfhörereingang ist so universell, dass das kleine Lesegerät theoretisch beispielsweise mit allen Smartphones genutzt werden kann. Es eignet sich vor allem für kleinere Geschäfte, für die sich der normale Aufwand einer Kreditkartenunterstützung nicht lohnen würde. Das „Cafe um die Ecke“ könnte Kunden auch mit Rabattaktionen werben, bei der beispielsweise jeder zehnte Kaffee reduziert oder umsonst ist. Square merkt sich dabei die bereits gekauften Kaffees des Kunden und berechnet dann beim zehnten Kaffee automatisch einen reduzierten Preis oder auch gar nichts.

Interessant dürfte auch das Business Modell von Square werden. Das Kartenlesegerät wird da vermutlich eher eine untergeordnete Rolle spielen, um die Einstiegshürden für die Verkäufer möglichst gering zu halten. Bleiben noch Verträge mit den Kreditkarteninstituten und Erlöse aus dem Verkauf der Software.

Video: Jack Dorsey erklärt „Square“

Im folgenden Video erklärt Jack Dorsey im TechCrunch-Interview sein neues Projekt. Im Anschluss wird dann der Bezahlvorgang in der Praxis gezeigt:

„Square“ in Bildern

Square Signature
Die erforderliche Unterschrift wird einfach auf den Touchsreen geschrieben

square receipt
Beispiel einer Rechnungsquittung

Bildnachweis für die Newsübersicht: Foto von magerleagues auf Flickr. Lizenz: CC BY

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7 Answers

  1. von sneakerdigga 23.01.2010 (12:02Uhr) 1.

    Hört sich ja gut an, aber um eine große Akzeptanz zu erreichen müsste der Betrag höher sein!

  2. von ipad games 02.06.2010 (10:31Uhr) 2.

    Card in das mobile Gerät wirklich bequem, aber Sicherheit ist noch verdient unsere Aufmerksamkeit

  3. von Mobile Payment: Bargeldloses Einkaufen m… 06.07.2010 (15:03Uhr) 3.

    [...] ganz ähnlichen Ansatz verfolgt auch schon Square, das neue Projekt von Twitter-Erfinder Jack Dorsey. Seit der Einführung von Square gibt es allerdings weitreichende Versorgungsengpässe mit der [...]

  4. von Digg-Gründer startet kostenpflichtigen… 04.01.2011 (11:31Uhr) 4.

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