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SSD-Langzeittest über 18 Monate: So lange haben die Besten durchgehalten

SSD-Langzeittest über 18 Monate: So lange haben die Besten durchgehalten

Sind wirklich so wenig ausdauernd, wie es den Laufwerken manchmal bescheinigt wird? Ein SSD-Langzeittest zeichnet ein anderes Bild – und bietet einige Überraschungen.

SSD-Langzeittest über 18 Monate: So lange haben die Besten durchgehalten

(Bild: Shutterstock / Hadrian)

Um herauszufinden, wie lange SSD im Härtefall wirklich durchhalten, haben die Kollegen von Techreport.com insgesamt sechs Laufwerke einem 18 Monate langen Test unterzogen. Dabei wollten sie herausfinden, ob die Flash-Speicher die Angaben der Hersteller zum Schreibvolumen erfüllen. Getestet wurden folgende sechs SSD: Corsairs Neutron GTX, Intels 335, zwei HyperX-3K-Modelle von Kingston, Samsungs SSD 840 und 840 Pro.

Diese Laufwerke stellten sich dem SSD-Langzeittest. (Foto: Techreport.com)
Diese Laufwerke haben sich dem SSD-Langzeittest gestellt. (Foto: Techreport.com)

Das erste Ergebnis stand relativ schnell fest: Alle getesteten SSD nahmen mühelos die erste Hürde von 100 Terabyte. Das heißt, sie übertrafen jeweils die von den Herstellern angegebene Lebenserwartung. Das ist um so erfreulicher, da die meisten PC-Nutzer nicht mehr als ein paar Terabyte an Daten pro Jahr auf ihre Speicherlaufwerke schreiben.

SSD-Langzeittest: Samsungs SSD 840 Pro hält am längsten durch

Die erste SSD, Intels 335 mit 240 Gigabyte Speicherplatz, gab nach 700 Terabyte auf. Am längsten hielt Samsungs SSD 840 Pro mit 256 Gigabyte Speicherplatz durch. Sie schaffte 2,4 Petabyte geschriebene Daten.

Allerdings gab es einen Schönheitsfehler bei beiden getesteten Samsung-SSD: Sie gaben ihren Geist nämlich ohne vorherigen Warnhinweis auf. Bei der Kingston HyperX 3K war nach dem Beschreiben mit 2,1 Petabyte komprimierter Daten Schluss – die Daten waren dann aber leider auch gleich ganz verloren.

Mehr über die Versuchsanordnung erfahrt ihr in diesem Einführungsartikel zum SSD-Langzeittest.

via techreport.com

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5 Antworten
  1. von Ergänzung am 16.03.2015 (13:40 Uhr)

    Bei der 840 gibts neben der "840 Pro" und "840" wohl auch noch die EVO die aber anscheinend nicht getestet wurde.

    Interessant wären jetzt Tools oder Methoden um die SSDs weniger zu belasten. In einer ct (ich glaube letztes Jahr) war mal eine Artikel wie man Windows auf eine bestimmte Weise installiert damit es (nach der Installation) sparsamer die SSD verschleisst.
    Bei Laptops konnte man früher die SSDs auswechseln. Bei MacBooks und AriBooks aber wohl leider auch MiniMacs ist aber immer mehr verlötet so das das evtl nicht mehr bezahlbar geht. Da wäre sparmamerer Verschleiss auch wünschenswert.

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  2. von Johanna Walther am 16.03.2015 (16:31 Uhr)

    Frage zum Verständnis: Ich dachte bisher immer, wenn eine SSD defekt wird, werden die zuletzt geschriebenen Daten "eingebrannt". D.h. es kann zwar noch gelesen, aber nicht mehr geschrieben werden. Ist das also falsch oder warum wird in Artikel von einem Datenverlust gesprochen?

    Danke,
    Johanna

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  3. von Nico Saborowski am 17.03.2015 (07:40 Uhr)

    Hallo,

    Wie sieht das eigentlich mit SSHD Karten aus? Wenn dort der SSD-Part versagt, kann ich die ganze Platte weghauen oder kann ich weiterhin auf den HDD-Part zugreifen?

    MfG,
    Nico

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    • von Haensel am 23.03.2015 (12:45 Uhr)

      Wir können uns die SSD Karte angucken und eine Diagnose machen, wenn die Daten auf der Festplatte wichtig sind. Normallerweise kann man immer noch etwas finden auch bei SSDs.

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  4. von Ergänzung am 17.03.2015 (09:20 Uhr)

    Vermutlich der Original-Artikel oder auch der von Golem von vorgestern zu dem Thema ist etwas detaillierter und Wikipedia oft auch. Ein paar Modelle geben S.M.A.R.T-Fehler aus. Manche sind auslesbar, andere nicht.

    Wenn Du einen Block überschreibst wird der alte Block evtl überschrieben und dann sind die alten Daten überschrieben und weg oder kaputt aber die neuen Daten wurden nicht korrekt draufgeschrieben. Wenn das nicht klappt, werden (auch bei Festplatten) Ersatzblöcke genutzt. Die gehen irgendwann mal alle. Man kann aber auch pro Schreibzugriff immer einen neuen Block beschreiben und den alten Block als alt markieren. TRIM macht das wohl ähnlich.

    Interessanter wären also realtime/neartime-Synchronisierungen von Daten auf die Backup-Systeme oder z.b. SD-Karten. Man schreibt ja nicht täglich 129 Gigabyte Word-Dokumente o.ä. MacOS hat ein (möglicherweise kompliziertes weil von der App und nicht wie VMS vom Betriebs-System organisiertes) Versionierungs-System. Da könnte man sowas vielleicht ergänzen. Aber man soll ja alle wichtigen internen Firmendaten in der US-Cloud lagern.

    Auf Festplatten kann man vieles doppelt halten. Bei SSDs belastet das und man bräuchte andere Techniken. Windows hat oft genug neue Festplatten-Größen erst ermöglicht als die neue Windows-Version herauskam. Zuletzt gabs Ärger mit 3 TB Platten obwohl die schon lange definiert waren. Die Betriebs-Systeme sind also das Problem.

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