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Digitale Gesellschaft

Staatsanwaltschaft: kino.to-Nutzern droht Strafe

(Foto: Vectorportal / flickr.com, Lizenz: CC-BY)

Die Dresdner Generalstaatsanwaltschaft hat Nutzer des im Vorjahr vom Netz genommenen illegalen Streaming-Portals kino.to weiter im Visier. Den Premium-Kunden von Kino.to drohen „am Ende der Ermittlungen“ Strafen. Auch die Werbekunden des einst populären Filmportals sind noch nicht aus dem Schneider.

kino.to heute: Ehemalige Nutzer der Seite müssen sich sorgen
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Kino.to – Strafen für Premiumnutzer

Bisher gehen die Staatsanwälte im Fall Kino.to vor allem gegen Betreiber und Werbevermittler vor. Ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Dresden hat nun aber gegenüber irights.info weitere Ermittlungen gegen Premium-Nutzer bestätigt und „Maßnahmen“ angekündigt. Dabei scheint es um den Tatbestand der Beihilfe zur Urheberrechtsverletzung zu gehen. Allerdings muss die Staatsanwaltschaft den Betroffenen dazu nachweisen, dass sie wissentlich mit ihren Zahlungen das rechtswidrige Verhalten von Kino.to unterstützt haben. Premium-Nutzer hatten für einen werbefreien Zugang gezahlt – allerdings wohl nicht bei Kino.to direkt.

Können die zahlreichen „normalen“ Kino.to-Nutzer also aufatmen? Liest man nur die aktuellen Aussagen, könnte man davon ausgehen, dass diese Nutzer keine Strafen fürchten müssen. Fraglich ist sowieso, ob entsprechende Verbindungsdaten gespeichert wurden. Allerdings hatte ein Leipziger Richter bei der Verkündung eines der bisher gesprochenen Kino.to-Urteile auch das bloße Ansehen illegaler Streams als Verstoß gegen das Urheberrecht gewertet. In die gleiche Kerbe schlägt auch die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzung (GVU), die die Nutzung von illegalen Streaming-Diensten für illegal hält.

Auch auf Unternehmen, die auf Kino.to Anzeigen geschaltet haben, könnte noch Ungemach zukommen. Die Staatsanwaltschaft schließt nicht aus, dass auf die Ermittlungen noch Strafen folgen könnten. Die GVU ortet in der Werbelandschaft gar eine Schattenwirtschaft, die illegale Internetseiten gezielt am Leben erhalten wolle, um dort Werbung platzieren zu können. Der Lobby-Verband setzt jetzt auf einen Boykott solcher Angebote durch die seriösen Werbeunternehmen.

Weiterführende Links:

Kino.to: Nutzer und Werber im Visier - irights.info

Kino.to: Staatsanwaltschaft droht Nutzern mit Klage - chip.de

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3 Reaktionen
THO
THO

Ich halte die Überlegung Stream-Nutzer zu bestrafen für sinnvoll. Nicht, dass ich es befürworte, aber wenn man so etwas in Zukunft verhindern möchte, dann muss man dafür sorgen, dass niemand mehr illegale Streams schaut.

Und dass kino.to illegal war, das wusste ja nun wirklich jeder. Das hat erstmal überhaupt nichts mit Youtube-Videos zu tun. Zumal dort ja auch schon ein paar gesperrt werden, dass man eben davon aus gehen könnte, dass man nur legale Videos sieht.

Felix
Felix

Bei kino.to gab es Premium User? Oder sind die mitbetriebenen Hoster gemeint?

Dennis
Dennis

Wenn ich sowas schon lese
...auch das bloße Ansehen illegaler Streams als Verstoß gegen das Urheberrecht gewertet....

Woher soll ich wissen ob was illegal ist was gestramt wird? Meiner Meinung nach sollten Filme gleich mit dem Kinostart auch für 5-10 EUR als Stream angeboten werden. Aber das raffen die ja net, also wird es weiterhin illegale Angebpote geben die diese Lücke schliessen.

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