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Du frierst ständig im Büro? Das kannst du dagegen tun

Du frierst ständig im Büro? Das kannst du dagegen tun

Spätestens ab Oktober leiden die Frostbeulen unter uns im Büro wieder unter den sinkenden Temperaturen. Was man gegen die innere Kälte unternehmen kann, lest ihr hier:

Du frierst ständig im Büro? Das kannst du dagegen tun

(Foto: Shutterstock)

Es ist wieder soweit: Der Herbst steht wieder vor der Tür und klopft mit seinen eisigen Strunken an. Plötzlich hat man im Büro das Gefühl, es ist drinnen noch kälter als draußen, wenn es vom Fenster hereinzieht. Und die Heizung will man ja auch noch nicht anmachen. Es ist schließlich noch nicht einmal Winter. Und wenn man sich die Heizungsluft noch ein Weilchen vom Leib halten kann, dann tut man das auch.

Frieren musst du trotzdem nicht. Denn es gibt noch andere Mittel und Wege, wie man sich im Büro warm halten kann. Hier sind ein paar davon.

Gadgets

Die gute alte Heizdecke

Ein Heizkissen oder eine Heizdecke sind nicht nur etwas für Omas. Sie wärmen über eine größere Fläche. Sie lassen sich praktisch zwischen Rücken und Stuhllehne schieben und sorgen so für einen wohlig warmen Rücken. Es gibt sie in vielen verschiedenen Ausführungen, die etwa zwischen 20 und 100 Euro liegen. Man kann sich auch eine Wärmflasche mit ins Büro nehmen. Die befüllt man in der Regel jedoch deutlich heißer. Acht geben muss man, wenn man eine dieser Wärmequellen täglich auf höchster Stufe nutzt. Dann kann es zu Hautveränderungen kommen. Für Menschen, die im Büro selten Kundenkontakt haben und ihre Schuhe ausziehen können, bieten sich auch beheizte Fußmatten an. Fast alle Gadgets gibt es mittlerweile auch mit USB-Anschluss. Nachteil: der Stromverbrauch ist nicht ganz ohne.

Die beheizte Maus Mousepad

staendiges frieren beheiztes mousepad
Ein beheiztes Mousepad soll gegen die kalte Maushand helfen.  (Foto: Amazon)

Jeder Webworker kennt die eisig kalte Maushand. Hat man kalte Hände, fühlt sich auch der Rest schnell kalt. Ein beheiztes Mousepad oder sogar eine beheizte Maus können da helfen. Ein wärmendes Mousepad gibt es für circa 15 – 30 Euro. Eine Maus mit wärmender Funktion liegt zwischen 30 und 100 Euro. Die Bewertungen im Netz fallen allerdings sehr zwiegespalten aus. Dieser Tipps gilt also unter Vorbehalt.

Wolle

Dieses Gadget ist absolut Oldschool, aber trotzdem ein wahres Wärmewunder. Geht man sich heute im Laden einen warmen Pullover kaufen, ist dieser meist nur zu einem kleinen Teil aus Wolle, manchmal ist er auch komplett aus Baumwolle oder gar Acryl. Dabei besitzt kaum eine Faser so großartige Eigenschaften wie die Wolle. Zum einen ist sie Meister darin, die Körpereigene Wärme zu speichern, zum anderen kann sie ein hohes Maß an Feuchtigkeit aufnehmen, ohne sich klamm anzufühlen. Besonders gut (aber auch teuer) ist die Merinowolle. Sie kann bis zu 40 Kräuselungen pro Zentimeter haben, was eine hohe Isolation ergibt.

Ernährung

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Vielen Gewürzen wird eine wärmende Eigenschaft zugesprochen. (Foto: Shutterstock)

Ob einem leicht kalt ist, hängt auch mit der Ernährung zusammen. Die traditionelle chinesische Medizin (TCM) und die indische gesundheitslehre Ayurveda haben wärmende und kühlende Lebensmittel klassifiziert. So gelten zum Beispiel Walnüsse, Rindfleisch, Kohl und Rüben als wärmend, während Zitrusfrüchte, Milchprodukte und Rohkost im allgemeinen kühlende Eigenschaften haben. Salat ist demnach nicht das passende Essen für die Mittagspause an kühlen Tagen, es sei denn man kombiniert hier mit Lebensmitteln, die wärmende Eigenschaften haben.

Wärmend wirken auch zahlreiche Gewürze, die man nicht umsonst der kühlen Jahreszeit zuschreibt: Beispielsweise Zimt, Fenchel, Anis, Muskat, Nelken, Kardamom, Kurkuma, Kreunzkümmel, Paprika, Pfeffer, Ingwer oder Knoblauch. Sehr gut lässt sich im Büro eine Suppe mit wärmenden Gewürzen heiß machen. Die liegt dann auch nicht so schwer im Magen.

Bewegung

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Ein Gang um den Block kann Wunder wirken. (Foto: Shutterstock)

Wer den ganzen Tag am Computer sitzt, kennt die Plagen des ewigen Sitzens. Obwohl im Büro 20 Grad sind, friert man trotzdem. Bewegung ist wichtig für die Durchblutung. Ist unser Kreislauf in Schwung, frieren wir auch nicht so schnell. Deswegen ist es wichtig, regelmäßig vom Arbeitsplatz aufzustehen und eine kleine Runde zu drehen. Für die meisten bietet sich auch eine kleine Tour um den Block an. Das muss gar nicht länger als zehn Minuten dauern und hat schon einen positiven Effekt auf das Frieren. Was so ein kleiner Spaziergang außerdem bewirken kann, erklärt Kollege Luca Caracciolo in seiner Kolumne.

Und wenn es dann doch irgendwann Zeit für die Heizung wird, gilt: Es sollten mindestens 20 Grad Celsius bei sitzender Tätigkeit herrschen. Das empfiehlt die Arbeitsstättenregel ASR A3.5 - Raumtemperatur - (ASR).  Zudem wird eine Luftfeuchtigkeit von 40 – 60 Prozent empfohlen. Damit es nicht permanent zieht, eignet sich im Büro regelmäßiges Stoßlüften von fünf bis zehn Minuten zudem besser, als wenn die Fenster den ganzen tag auf Kipp sind.

Lies in diesem Zusammenhang auch: Richtig naschen: Gesunde Snacks für den Büroalltag

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5 Antworten
  1. von ElmarHinz am 22.09.2015 (09:38 Uhr)

    Pullover? Mütze!

    Das Gehirn ist der aktivste Teil des Körpers. Der Kopf gibt ein Vielfaches an Wärme ab.

    Kalte Füsse oder Hände? -> Mütze aufsetzen.

    Antworten Teilen
  2. von Tobias Setzer am 22.09.2015 (11:04 Uhr)

    Mein Opa hatte einen Heizschuh.. quasi ein trockenes Fußbad und wesentlich besser als nen Heizlüfter unterm Schreibtisch. Gleich mal schauen, was da heute Stand der Technik ist..

    Antworten Teilen
  3. von Besserwisser am 22.09.2015 (12:12 Uhr)

    Informiert euch mal über Merinowolle, z. B. hier: https://www.youtube.com/watch?v=gtnPXQrdnWw

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  4. von Frieren stört beim Denken am 22.09.2015 (14:15 Uhr)

    Heiz"Schuhe" gibts bei den Discountern. Stromverbrauch ist halt ein Problem.
    Zwei Socken übereinander hilft auch etwas. Evtl auch zur Arbeit trockene Socken mitnehmen. 30% der Leute haben angeblich schwitzende Füße. Wasser kann möglicherweise relativ viel Kälte oder Wärme aufnehmen was gut für die Heizung aber schlecht bei Kleidung ist.

    Odlo-Unterhemden helfen. Wenn man sich bewegt weil man zur Arbeit laufen muss, kann es allerdings sein das man schwitzt und sich dann deshalb erkältet.
    Supratherm usw sind die günstigeren Marken von den Discountern. Kann man bei Kälte mit Odlo übereinanderziehen oder halt wenns etwas weniger kalt wird, einfach tragen.
    Bei den Discountern liegen diverse Dinge herum.

    Was es zu wenig gibt sind extralange Ärmel oder Extender dafür. Auch gegen Sonne wäre das sinnig. Gleiches für am Hals. Die berühmten Steve Jobs Rollkragen helfen gegen Sonnenbrand aber auch gegen Kälte.

    Es gab doch mal dieses Armband-Kickstarter-Projekt wo gezielt Wärme oder Kälte ans Handgelenk übertragen werden sollte. Ein weiterer Kritikpunkt des seit neuestem Gemeinnützigen Exit-Freien Kickstarter (1) ist also, das die Produkte nicht regulär zu fairen Preisen (also ohne händisches Umverpacken in USA und doppelte Porto-Kosten) aus China bestellbar sind.

    (1) http://t3n.de/news/startup-news-36-641805/

    An Hygrometern kann man einiges Lernen und spart sich Austrocknen und oft noch teure Hautcremes. Die meisten hier von den Discountern sind nur analog und digitale Hygrometer sind leider klassischerweise oft recht teuer während Thermometer sehr günstig sind (Min/Max/Uhr/Null-Grad-Warnung per Beeps/Aussensensor für 5-10 Euro). Für 6-10 Euro bei Ebay aus China (3 Wochen Lieferzeit) kriegt man Min/Max Hygrometer/Thermometer und kann lernen wie die Luftfeuchtigkeit sich entwickelt. Sowas sollte man auch mal in allen Jahreszeiten z.b. im Keller und Garage oder Abstellräumen und unterm Dach einsetzen. Sowas ist sehr informativ und man lernt wieso/wo man was lagern sollte damit es nicht kaputt geht oder weniger rostet.
    Von Apple gibts wohl inzwischen (seit iphone6 ?) Home-Control-Systeme die bei CNBC manche nutzen. Hier anscheinend noch nicht. Bluetooth/ZigBee/ZWave/...-Temperatur/Feuchtigkeits-Sensoren wären sehr nett. Leider kostet sowas bei Kickstarter gerne 50 Euro pro Stück. Also muss man auf die guten Discounter warten die das Leben preiswert machen.

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  5. von Jandilo am 13.10.2015 (09:29 Uhr)

    Es liegt aber auch in der Verantwortung des jeweiligen Unternehmens, die innere Kälte in den Griff zu kriegen. Da reicht eine gut funktionierende Heizung schon aus. Was ich manchmal ein wenig vermisse, sind Investitionen zur Wärmedämmung. Gerade, wenn die Mitarbeiter in den Urlaub gehen, könnten Maßnahmen zur energieeffizienten Gestaltung, z.B. durch Dämmung der Wände oder der Böden, ergriffen werden. Ansätze wie die Dämmung mit Material aus Papier von Zeitungen (z.B. hier bei Thermofloc unter https://www.thermofloc.de/ ) sind hochinteressant und auf finanzieller Ebene erschwinglich.

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