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Wie Star-Investor Andreessen mit einem Tweet seine Fangemeinde vergrault [Startup-News]

Wie Star-Investor Andreessen mit einem Tweet seine Fangemeinde vergrault [Startup-News]

Investor Marc Andreessen ist für seine scharfzüngigen Kommentare auf bekannt. Jetzt ist er allerdings zu weit gegangen: In den Startup-News verraten wir euch mehr.

Wie Star-Investor Andreessen mit einem Tweet seine Fangemeinde vergrault [Startup-News]

Marc Andreessen. (Foto: Andreessen Horowitz)

Darum hat Microsoft die iOS-App „Groove“ gekauft

Startup-News: Die App „Groove“ wird nach der Übernahme durch Microsoft eingestellt. (Foto: Zikera)
Startup-News: Die App „Groove“ wird nach der Übernahme durch Microsoft eingestellt. (Foto: Zikera)

Microsoft hat sich das kanadische Startup Zikera, das hinter der Musik-App „Groove“ steckt, einverleibt, wie unter anderem Venture Beat berichtet. Hintergrund des Aufkaufs ist allerdings weniger die Technologie. Vielmehr scheint Microsoft mit der Übernahme einen mehrmonatigen Namensstreit beendet zu haben: Im Juli 2015 hatte das Unternehmen verkündet, seinen Musikstreamingdienst von „Xbox Music“ in „Groove Music“ umbenennen zu wollen. Den Namen Groove hatte aber auch schon Zikera für seinen intelligenten Musikplayer, der seine Playlists an den Geschmack der User anpassen konnte, gewählt. Jetzt gehört Zikera samt Groove zu Microsoft – was auch für einen Acqui-Hire als weiteres Übernahme-Motiv spricht – und die Verwechselungsgefahr ist gebannt. Die App wird aus dem App Store genommen und nicht weiter aktualisiert. Bestehende Nutzer können die App aber weiter verwenden.

Marc Andreessen setzt sich auf Twitter in die Nesseln

Investor Marc Andreessen. (Foto: Joi / flickr.com, Lizenz: CC-BY)

Wer die VC-Szene auf Twitter regelmäßig verfolgt, hat bestimmt schon des Öfteren Gezwitscher von Marc Andreessen gelesen. Der populäre Investor von Andreessen Horowitz twittert gerne und viel, wobei er Themen aus seiner Arbeit und Branchen-Insights mit humorvollen Kommentaren kombiniert. Dass er als @pmarca auch vor Diskussionen nicht zurückschreckt, ist ihm heute allerdings mehr oder weniger zum Verhängnis geworden: Er, der auch Vorstandsmitglied bei Facebook ist, kommentierte in mehreren Tweets die Entscheidung Indiens, Facebooks „Free Basics“-Programm, das die Nutzung einzelner Apps und Services ohne Anrechnung auf das Datenvolumen vorsieht, zu verbieten. Aus Sicht der indischen Regulatoren verstößt das Programm gegen die Netzneutralität, für Andreessen ist es vielmehr eine Art „Entwicklungshilfe“ für arme Menschen, die sich sonst überhaupt kein Internet leisten können. Im Zuge der Diskussion erweckte er den Eindruck, Indien solle sich lieber einem „Internet-Kolonialismus“ beugen als keine Hilfe zu akzeptieren, da es aus eigener Kraft den Aufschwung nicht schaffe. Auch wenn Andreessen seinen kontroversen Tweet später löschte, gibt es ihn natürlich noch als Screenshot:

Nach anfänglichen Versuchen, die Situation herunterzuspielen, veröffentlichte Andreessen heute Vormittag doch noch eine Entschuldigung. Von einem Schuldeingeständnis ist auch dieser Tweet allerdings weit entfernt. Mehr dazu bei Re/Code.

40 Millionen: Karma Ventures legt neuen Fonds für europäische Startups auf

Europäische können sich über einen weiteren, 40 Millionen Euro schweren Fonds freuen: Die in Luxemburg ansässigen Karma Ventures legen einen besonderen Fokus auf das Series-A-Funding und wollen damit eine Lücke schließen, die Gründer in Europa, wo es viel Early-Stage-Funding aber wenige große Investoren gibt, immer noch deutlich zu spüren bekommen. Der Fonds und seine Manager haben Wurzeln in Estland, weshalb ein Schwerpunkt auf estnischen Innovationen liegen soll. Aber auch das europäische Ökosystem als Ganzes soll unter die Lupe genommen und auf viel versprechende Startups abgeklopft werden. Zu den anvisierten Sparten zählen – nicht nur, aber auch – FinTech, EdTech, Cyber-Security und das Internet of Things. Mehr dazu bei TechCrunch.

Bezos, Gates und Schmidt: Diese Top-Manager sind die aktivsten Angel-Investoren

Viele der CEOs und Top-Manager aus dem Silicon Valley lenken nicht nur ihr eigenes Unternehmen, sondern geben nebenbei als Business Angels auch zahlreichen Newcomern Starthilfe. So haben etwa Googles Sergey Brin und Larry Page beide in Tesla investiert, Tony Fadell hält Anteile am Pflegedienst-Startup Honor und Google-Manager Bradley Horowitz hat mit frühen Investments in Slack und Dropcam den richtigen Riecher bewiesen. Das Magazin „The Information“ macht die Verbindungen zwischen den einzelnen Startups und ihren prominenten Geldgebern jetzt in einer Übersicht greifbar, die stetig aktualisiert werden soll. Eric Schmidt, Jeff Bezos und Bill Gates stehen ganz oben auf der Liste, aber auch Mark Zuckerberg und Tim Cook sind auf den oberen Rängen vertreten. Um die „Insider List“ einsehen zu können, müsst ihr allerdings eure E-Mail-Adresse an The Information preisgeben.

Hier findet ihr die Startup-News der letzten Tage. Ihr habt einen Tipp für unsere Redaktion? Schreibt @lojanna oder @hexitus bei Twitter!

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2 Antworten
  1. von grep am 10.02.2016 (19:40 Uhr)

    Hallo ...,


    warum wird ein Shitstorm - grundsätzlich - als negativ empfunden ... er (der Shitstorm) generiert Aufmerksamkeit und wenn man Mainstream-Ansichten vertritt dann hebt man sich nicht von der Masse ab sondern geht in ihr unter.

    Viele Menschen, viele Meinungen ... am Ende zählt nur das Resultat.


    Ciao, Sascha.

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  2. von More for more am 10.02.2016 (22:59 Uhr)

    Resultat war bisher immer: More for less, less for More. Reiche Reicher, Arme Ärmer... Boni steigen, zufriedene Kleinaktionäre, Kunden, Mitarbeiter werden weniger... In der wahren Demokratie hingegen gibts fast jährlich More for More damit es allen besser geht. Manche Kleinstaaten beweisen das es geht. Oder Warren Buffets Firma.

    Und man erkennt glasklar deren Mentalität. Aber wo Diplome dank überlegener Schul-Minister immer einfacher werden, kann man Fehler von früher immer schneller vergessen und am besten sogar noch als verdienstwürdig bejubeln um die Geschichte (Reiche Reicher, Arme Ärmer) mal wieder zu wiederholen. Demnächst mal wieder die Rezession und die Neue Markt Blase...
    Und wir müssen es bezahlen...

    Gute Startups werden aufgekauft und die Idee beendet. Na super. Wie üblich und hier schon vermutlich 100 Mal berichtet...

    Toyota und Daimler hatten wohl auch mal große Prozent-Anteile von Tesla aber vor einer Weile wohl leider verkauft...

    Die vielen Startups dieser vermeintlichen Super-Investoren müssten ja voll durchboosten und weltweit ausbauen. Netflix hat meine triviale Idee des parallelen Angebots in allen Weltsprachen ja neulich fast vollständig (bis auf China) bewiesen. Die Samwers hingegen haben wohl passende Infrastrukturen für schnelles Ausrollen von Produktsorten in vielen Ländern/Sprachen.
    Aber Amazon auf Spanisch hat trotz der vielen spanisch-sprechenden Bevölkerung in USA auch wohl recht lange gebraucht obwohl Bezos doch so hochbegabt sein soll...

    Und keiner von denen versorgt trotz Milliardenkäufen für Drohnen und Flug-Firmen z.b. Aleppo(?) mit den sprichwörtlichen Medikamenten und EPA-Packs um das hungernde Volk per Super-Drohnen zu versorgen und somit alle Drohnen-Aufträge zu erhalten und das sprichwörtliche weltweite Drohnen-Brand zu werden welches wie das BatMan-Logo am Himmel steht. Lieber nach Steuersubventionen und Flugregularien-Änderungen rufen wo doch manche Gebiete regulierungsfrei beweisen könnten welche Drohnen besser sind... Mit Drohnen im TV auftreten und das tägliche Presse-Cashburner-Gejubel ist halt Boni/Steuer/Subventions-Fördernder als hungernde Menschen täglich mit Superdrohnen zu versorgen oder mit den für Millionen aufgekauften Super-Solar-Drohnen die angeblich wohl !jahrelang! (oder Monate lang) im Himmel bleiben können das Meer auf Flüchtlinge zu scannen und sie vor dem Ertrinken zu retten und per Internet(dafür sind diese Flugzeuge ja) die Positionen an die Rettungs-Schiffe zu melden... .

    Vermutlich ist sogar Trump bald innovativer als die meisten Cashburner indem er drone-basiert die Grenze überwacht und illegale Einwanderung verhindert.

    Triviale Technologien werden uns seit Jahren vorenthalten. Wenn diese Super-Investoren wirklich so toll wären, wäre Nest in mehr Häusern als Prime (dort $99 pro Jahr und ZWEI TAGE Lieferzeit) um die Klima-Anlagen-Kosten und Heizkosten zu sparen und sich innerhalb eines halben Jahres locker auszuzahlen.

    Vermutlich nur Musk, vielleicht Zuckerberg und natürlich NetFlix sind die wahren Macher.
    Dem Rest ist der Golfplatz und TV-Auftritte und natürlich Boni-Steigerung durch ständige nutzlose Übernahmen oft zum Nachteil der übernommenen Bestandskunden vielleicht wichtiger...

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