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Star-Trek-Tricorder zum Selberbasteln auf Linux-Basis

Der US-Wissenschaftler Peter Jansen hat nach jahrelanger Entwicklungstätigkeit die Spezifikationen eines funktionstüchtigen Tricorders enthüllt. Mit dem aus Star Trek bekannten Gerät messen die Crew-Mitglieder des Raumschiffs Enterprise verschiedene physikalische oder medizinische Größen. Jansen ist damit nicht nur gelungen, woran schon viele Entwickler vor ihm gescheitert sind, er teilt sein Wissen auch mit der interessierten Öffentlichkeit. Das Messgerät, das auf den Namen „Science Tricorder Mark 2“, hört, basiert auf . Das Open-Source-Projekt ist zum Nachbau freigegeben.

Star-Trek-Tricorder zum Selberbasteln auf Linux-Basis
Science Tricorder Mark 2 in Aktion (c) The Tricorder Project

Tricorder misst Umgebungslicht, Magnetfelder und GPS-Position

Auf der Website des Tricorder-Projekts hat Jansen die im Tricorder verbauten Sensoren, Hardware-Komponenten und Schaltpläne veröffentlicht. Auf dem Tricorder in Star-Trek-Manier ist Debian Linux installiert. Unter der Haube arbeitet ein ARM920T-basierter Microcontroller von Atmel. Als Stromquelle dienen 6 einfache AAA-Batterien, wie Ars Technica schreibt. Mit der Offenlegung des Quellcodes unter GPL-Lizenz lädt der US-Wissenschaftler die Entwicklergemeinde ein, seinen Tricorder nachzubauen und gegebenenfalls weiter zu verbessern. Derweil kann der Tricorder mit seinen Sensoren Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftdruck, Magnetfelder, Farbe, Umgebungslicht, die GPS-Position und den Abstand zu einer Oberfläche messen.

„Das Tricorder-Projekt hat es sich zum Ziel gesetzt, ein Gerät zu entwickeln, das eine Vielzahl an Phänomenen misst, die der Mensch normalerweise nicht sieht, und das diese Phänomene so visualisiert, dass der Mensch etwa Temperatur, Magnetismus oder Luftdruck so sieht, wie er eine Farbe sehen kann“, erklärt Jansen. Der Tricorder soll dabei so günstig wie möglich sein. Jansens Traum: Irgendwann könnte jeder Haushalt ein solches tragbares Messgerät besitzen, das jederzeit genutzt werden kann, um Naturphänomene aller Art zu entschlüsseln. Insgesamt 5 Jahre arbeitet Jansen bereits an der Entwicklung eines Tricorders.

X-Prize sucht medizinischen Tricorder à la Star Trek

Viel Hoffnung auf den Anfang des Jahres von Qualcomm und der X-Prize Foundation ausgelobten 10 Millionen Dollar schweren Preis für den ersten funktionstüchtigen Tricorder darf sich Jansen mit seinem Messgerät allerdings wohl nicht machen. Denn die Initiatoren des X-Prize zielen mit der Ausschreibung vor allem auf die Entwicklung eines medizinischen Diagnosegeräts ab, wie Spiegel Online berichtet. Ausgerechnet diese Funktionen bietet der „Science Tricorder Mark 2“ aber nicht.

Weiterführende Links zum Thema Star Trek Tricorder:

Wissenschaftler erfindet Hobby-Tricorder - Spiegel Online

Researcher publishes specs for real Linux-powered Star Trek tricorder - Ars Technica

Alle Infos zum Science Tricorder Mark 2 - The Tricorder Project

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