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Starbucks: Virale Kampagne verspricht kostenlosen Kaffee

Die Kaffeehauskette Starbucks ist für Social-Media-Kampagnen bekannt und auch dafür, immer wieder mal neue Wege auszuprobieren. Das könnte jetzt mit einer neuen viralen Kampagne auch wieder der Fall sein, die den Kunden kostenlosen Kaffee verspricht. Diesen gibt es tatsächlich, doch nach außen wird der Anschein erweckt, als sei die virale Kampagne gar nicht von Starbucks initiiert, sondern von einem Entwickler für Mobile Payment Apps.

Starbucks: Virale Kampagne verspricht kostenlosen Kaffee

Starbucks Kaffee kostenlos - Virale Kampagne „Jonathan’s Card“ macht's möglich

Starbucks ist für virale Kampagnen bekannt. (Foto: marcopako  / flickr.com, Lizenz: CC-BY-SA)

Kaffee und Nerds, Geeks, Tech-Begeisterte - das passt schon ganz gut zusammen. Und so ist die virale Kampagne, bei der es kostenlosen Kaffee bei Starbucks gibt, auch keine schlechte Idee. Gestartet wurde die Aktion als „Social Experiment“ bei dem der Mobile Payment App-Entwickler Jonathan Stark ein Bild seiner Starbucks Bezahlkarte online stellte und jeder sie zum Bezahlen bei Starbucks einsetzen konnte. Die Nutzer wurden ermuntert, die Karte wieder aufzuladen. Auf diese Weise wollte Jonathan nach eigener Darstellung herausfinden, ob ein solches freiwilliges Prinzip funktioniert.  Auf der Seite Jonathan’s Card finden sich alle Informationen dazu. Die Aktion lief hervorragend und viele Techblogs nahmen sich des Themas an und sorgten für zusätzlichen Schub.

Mit dieser Starbucks Bezahlkarte löste Jonathan Stark eine virale Kampagne aus.

Virale Kampagne doch von Starbucks?

Auch wenn Jonathan Stark betont, er habe mit Starbucks nichts zu tun, so wirklich glaubwürdig scheint das nicht zu sein. Wie Andrew Hetzel von coffee business strategies recherchiert hat, arbeitet Jonathan Stark hauptberuflich für Mobiquity, einem Anbieter für mobile Business Lösungen. Rein zufällig stand Starbucks nun aber auf der Seite mit den Kunden von Mobiquity, die bestimmt ebenso zufällig aktuell nicht erreichbar ist. Was man aber noch im Mitarbeiterblog von Jonathan Stark findet, ist ein Post mit dem Titel „Mobile Payments: Starbucks App“, in der er eine App für iOS und Android beschreibt, die zum mobilen Bezahlen bei Starbucks genutzt werden kann.

Kommentar: Was bringt Starbucks eine gekaufte virale Kampagne?

Offensichtlich funktionierte der Trick mit der vermutlich in Auftrag gegebenen viralen Kampagne ganz gut für Starbucks. Doch wäre der Erfolg nicht auch mit einer offiziellen Kampagne erreichbar gewesen? Na klar, ist man versucht zu sagen. Starbucks hat doch einen guten Ruf, fast jeder - ja ich auch - liebt den Kaffee und Nettigkeiten wie freies WLAN in den Starbucks-Geschäften sorgen für zusätzliche Sympathie-Werte.

Das Guthaben der Karte ist verbraucht und muss erst wieder aufgeladen werden...

Bei näherer Betrachtung hat die virale Kampagne aber einen bitteren Nachgeschmack wie alter Kaffee. Via Twitter hält Jonathan Stark seine Kaffee-begeisterten auf dem Laufenden und über eine API erhält man direkten Einblick in die Statistik. Programmable Web hat daraus die folgende Grafik für den Verlauf der viralen Kampagne gezaubert:

Die Grafik zeigt: Die Karte wurde zwischendurch immer wieder aufgeladen, um die virale Kampagne am Laufen zu halten (Grafik: Programmable Web).

Ursprünglich war Jonathan’s Card mit 300 US-Dollar aufgeladen, doch mittlerweile wurden bereits über 7.000 US-Dollar verbraucht. Woher all das Geld kommt ist unklar. Sind die Nutzer nun wirklich so spendabel und laden die Karte immer wieder auf? Oder hilft hier Starbucks hinter den Kulissen doch nach, um die Aktion am Leben zu erhalten?

Für Starbucks dürfte sich das Experiment aber nicht nur als virale Kampagne ausgezahlt haben. Vielleicht hat sie durch Spenden von Sympathisanten noch nicht mal was gekostet.

Weiterführende Links zur viralen Kampagne mit Starbucks Kaffee:

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Eine Antwort
  1. von ocean90 am 10.08.2011 (19:39Uhr)

    Wie sich jetzt wieder rausgestellt hat, ist es doch keine Aktion von Starbucks, so berichtet zumindest Techcrunch.

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