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Hast du das Gründer-Gen? Diese Firma will es herausfinden

Hast du das Gründer-Gen? Diese Firma will es herausfinden

Bloomberg Beta will aus 1,5 Millionen Menschen die 350 herausgesucht haben, die am ehesten ein Startup gründen werden. Jetzt will die Investmentfirma die vermeintlichen Gründer der Zukunft zu Gesprächen in ihre Büros einladen.

Hast du das Gründer-Gen? Diese Firma will es herausfinden

Gründer der Zukunft. (Foto: Brajeshwar Oinam / Flickr Lizenz: CC BY-SA 2.0)

Bloomberg Beta und Mattermark suchen die Startup-Gründer der Zukunft

Dass eine Early-Stage-Investmentfirma wie Bloomberg Beta möglichst früh Zugriff auf die Gründer des nächsten großen Startup-Erfolgs haben möchte, dürfte klar sein. Den Kontakt aufzubauen, bevor die zukünftigen Entrepreneure überhaupt ein eigenes Unternehmen gründen, ist allerdings neu. Dennoch hat sich die Investmentfirma genau daran gewagt. Um die möglichen Kandidaten ausfindig zu machen, haben sie sich an die Analyse-Experten Mattermark gewandt. Die haben anhand der Daten existierender Gründer ein Vorhersagemodell entwickelt und auf 1,5 Millionen Menschen aus der Technologiebranche angewendet.

Startup-Gründer: Bloomberg Beta und Mattermark wagen einen Blick in die Zukunft. (Foto: college.library / Flickr Lizenz: CC BY 2.0)
Startup-Gründer: Bloomberg Beta und Mattermark wagen einen Blick in die Zukunft. (Foto: college.library / Flickr Lizenz: CC BY 2.0)

Aus dem Personenkreis konnte Mattermark am Ende 350 Personen ermitteln, die ihrer Meinung nach in der Zukunft am ehesten ein Startup gründen werden. Bloomberg Beta wiederum will die Personen jetzt zu privaten Events in New York oder San Francisco einladen, sie untereinander vernetzen und Möglichkeiten zum Start einer neuen Firma erkunden. Die Chance darauf, dass einer der ursprünglich 1,5 Millionen Menschen ein Startup gründet, soll bei 0,66 Prozent liegen. Das erklärt Mattermark-Gründerin Danielle Morrill in einem Blogbeitrag. Ihrer Meinung nach liegt die Chance bei den 350 ausgewählten Personen immerhin bei 17 Prozent. Allerdings deutet auch sie an, dass die Aktion letztlich dazu führen könnte, dass sich die vermeintlichen Gründer der Zukunft erst durch die Kontaktaufnahme von Bloomberg Beta zu einem solchen Schritt entscheiden.

Was macht einen Startup-Gründer aus?

Unabhängig vom Erfolg oder Misserfolg der eher kuriosen Aktion hat Mattermark einige interessante Fakten über existierende Startup-Gründer zusammengetragen. Entgegen dem Klischee des jungen Gründers sind 38 Prozent von ihnen über 40 Jahre alt. Außerdem haben nur 15 Prozent von ihnen einen Abschluss in Informatik. Die Chance, dass ein Wirtschaftsberater ein Startup gründet, soll zweimal so hoch sein, wie bei einem Entwickler. 43 Prozent aller Startup-Gründer sollen zuvor selbst Angestellte eines gewesen sein. Darüber hinaus sollen zwei Drittel der Gründer vor der Unternehmensgründung nicht der oberen Führungsetage ihres Arbeitgebers angehört haben.

Die ermittelten Fakten über bestehende Startup-Gründer sind durchaus spannend. Ob Bloomberg Beta tatsächlich durch das Vorhersagemodell von Mattermark auf den nächsten Marc Zuckerberg gestoßen ist, erscheint hingegen eher unwahrscheinlich. Dafür hat die Investmentfirma jetzt einer Gruppe von 350 Menschen, die sich vermeintlich gut als Gründer machen würden, genau diese Idee in den Kopf gepflanzt. Inwiefern sich das für Bloomberg Beta finanziell auszahlt, können aber vermutlich auch dessen Partner von Mattermark nicht vorhersagen.

via techcrunch.com

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