Startup Hunch: Flickr-Mitgründerin hilft bei den Entscheidungen des Alltags

Die Flickr-Mitgründerin Caterina Fake hat ihr neues Startup vorgestellt. Hunch heißt es und es soll uns dabei helfen, unsere täglichen Entscheidungen zu treffen. Statt sich mit umfangreichen Recherchen selbst zu informieren, erstellt man bei Hunch einfach ein neues Thema (Topic). Anschließend stellen andere Nutzer solange Fragen zum Thema, bis man eine Entscheidung getroffen hat.

Yahoo Answers trifft auf Wikipedia

„Das Wissen der Massen ist immer größer als das Wissen von Individuen“ - Caterina Fake macht sich diese These für Hunch zunutze, da viele Entscheidungen von speziellen Fakten abhängig sind. In dem eine Fragestellung wie bei Yahoo Answers an die Masse der Nutzer weiter gegeben wird, findet eine Art „Crowdsourcing“ statt. Ähnlich wie bei Wikipedia sorgen hier viele Nutzer für eine breite Wissensbasis, mit dem Unterschied, dass hier Wissen nicht einfach formuliert und in Artikel eingearbeitet wird. Vielmehr sollen Fragen durch Rückfragen der „Experten“ beantwortet werden. Das System dahinter lernt mit jeder Entscheidung dazu und soll dadurch im Laufe der Zeit ständig bessere Entscheidungshilfen geben. Wichtig ist dafür auch das Feedback der Topic-Ersteller.

Typische Fragestellungen

hunch macswitch
Fragestellungen werden bei Hunch mit Gegenfragen immer weiter eingegrenzt

„Sollte ich auf einen Mac umsteigen?“, lautet eine typische Fragestellung, für die Hunch die Entscheidung erleichtern soll. Befragt man dazu einen Experten aus dem privaten oder beruflichen Umfeld, wird man kaum sofort „Ja" oder „Nein" zu hören bekommen. Stattdessen wird man gefragt wofür man den Mac denn nutzen wolle, wieviel Geld man ausgeben möchte oder ob man denn schon Erfahrungen mit einem Mac gemacht hat. All diese Fragen führen letztlich immer dichter an eine Entscheidung heran, wie auch immer sie letztlich aussehen mag.

Entscheidend für den Einsatz von Hunch ist dabei vor allem die Tatsache, dass die Befragung der „Experten" im realen Leben meist deutlich länger dauert. Und nicht jeder, um bei dem Beispiel zu bleiben, kennt einen „Mac-vs-PC-Experten".

Stand der Entwicklung

hunch
Das Webinterface ist simple und clean

Momentan braucht man noch eine Einladung, um sich bei Hunch registrieren zu können. Die Beta-Version ist noch nicht für alle Fragestellungen nutzbar, da die Anzahl der Nutzer dafür noch nicht ausreichend hoch ist. Caterina Fake vergleicht die momentane Phase mit der Anfangssituation bei . Auch hier wussten die Entwickler anfänglich nicht in welche Richtung sich Flickr entwickeln würde. Hunch soll sich auch durch das Feedback der ersten Power-User weiterentwickeln und frei entfalten können.

Die weiteren Pläne

Eine spätere Monetarisierung könnte über externe Webseiten laufen, die Verlinkungen auf bestimmten Kategorieseiten platzieren können. Werden über diese Links Umsätze erzielt, fliesst ein kleiner Anteil davon zurück an Hunch. Affiliate Links, beispielsweise zu Amazon, soll es dagegen nicht geben. Man wolle nicht gegen die Interessen der Nutzer handeln, verspricht Caterina Fake.

Wann Hunch für alle geöffnet wird, steht momentan noch nicht fest. Dann soll Hunch aber auch ohne Account nutzbar sein.

Bildnachweis: Caterina Fake von caterina

Weitere Artikel zu flickr

Das interessiert dich bestimmt auch

Deine Meinung


(wird nicht veröffentlicht)