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Startups

Startup-Hype-Deutschland: Bundesregierung schenkt privaten Investoren 20 %

    Startup-Hype-Deutschland: Bundesregierung schenkt privaten Investoren 20 %

Mit dem „Investitionszuschuss Wagniskapital“ fördert die Bundesregierung private Investitionen in der Startup-Szene. Kapitalgeber erhalten 20 Prozent ihrer Investitionen bis zu einer Maximalsumme von 250.000 Euro pro Unternehmen erstattet. Eine Win-Win-Win-Situation für Startups, Investoren und die deutsche Wirtschaft, hofft Wirtschaftsminister Rösler.

Am vergangenen Mittwoch startete der „Investitionszuschuss Wagniskapital“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie. Insgesamt 150 Millionen Euro investiert die Bundesregierung auf indirektem Weg in die europäische Startup-Szene. Unter bestimmten Voraussetzungen erstattet die Initiative unter Leitung des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontolle (BAFA) 20 Prozent der Investitionen privater Kapitalgeber. Wirtschaftsminister Rösler hofft auf diesem Weg „innovativen Unternehmen und Startups auf die Beine zu helfen und der Business-Angel-Szene in Deutschland Auftrieb zu verleihen."

250.000 Euro Unterstützung pro Investor und Jahr

Für Startups liegt der Vorteil dieser Unterstützung auf der Hand: Wurde dem Unternehmen durch das BAFA eine Förderfähigkeit bestätigt, dürfte sich die Investorensuche einfacher gestalten. Das Bundesamt sieht außerdem vor, die Marktüblichkeit aller Beteiligungen zu bewerten. „Mit anderen Worten prüft das BAFA, […] ob die Beteiligung des Business Angels marktüblich oder unfair zu seinen Gunsten ausfällt.“, schreibt Rechtsanwalt Christian Musfeldt. Nur bei martküblichen und fairen Beteiligungen, erfolgt eine Querfinanzierung durch den Investitionszuschuss Wagniskapital.

Das Wirtschaftsministerium unterstützt Startups und Investoren. (Quelle: © fox17 - Fotolia.com)
Das Wirtschaftsministerium unterstützt Startups und Investoren mit insgesamt 150 Millionen Euro über den Investitionszuschuss Wagniskapital. (Quelle: © fox17 - Fotolia.com)

Die Eckpunkte der Förderung finden sich auf der Website des BAFA, sie lauten:

Gefördert werden private Investoren (natürliche Personen), die Gesellschaftsanteile an jungen innovativen Unternehmen erwerben. Die Anteile müssen vollumfänglich an Chancen und Risiken beteiligt sein. Der private Investor erhält 20 Prozent des Kaufpreises für den Anteilserwerb über den Zuschuss zurückerstattet – die Beteiligung muss für mindestens drei Jahre gehalten werden.

 

Der Investor muss dem Unternehmen mindestens 10.000 Euro zur Verfügung stellen. Ist die Zahlung des Kaufpreises an die Erreichung von Meilensteinen durch das Unternehmen geknüpft, muss jede einzelne Zahlung des Investors mindestens 10.000 Euro betragen. Jeder Investor kann pro Jahr Zuschüsse für Anteilskäufe in Höhe von bis zu 250.000 Euro beantragen. Pro Unternehmen können Anteile im Wert von bis zu 1 Million Euro pro Jahr bezuschusst werden.

Investitionszuschuss Wagniskapital: Die Voraussetzungen für Startups und Investoren

Laut Musfeldt ließ sich einer Informationsveranstaltung des „Business Angels Netzwerk Deutschland“ entnehmen, dass Startups im Bereich E-Commerce wahrscheinlich nicht förderungsfähig sind. Gleiches gilt für Geschäftsmodelle, die auf Mieten basieren. Alle Details des Investitionszuschuss Wagniskapital hat das Bundesministerium am vergangenen Freitag in einer mehrseitigen Richtlinie veröffentlicht. Die wesentlichen Eckpunkte haben für Startups und Investoren haben wir im Folgenden noch einmal zusammengefasst:

Voraussetzungen, die das Unternehmen erfüllen muss, lauten:

  • klein und unabhängig, jünger als zehn Jahre alt
  • weniger als 50 Mitarbeiter (Vollzeit)
  • weniger als 10 Millionen Jahresumsatz
  • innovative Branche, gemäß Handeslregisterauszug
  • Kapitalgesellschaft mit Hauptsitz in der Europäischen Union und mindestens „einer Zweigniederlassung oder Betriebsstätte in Deutschland, die im Handelsregister eingetragen ist“

Voraussetzungen, die der Investor erfüllen muss, sind:

  • natürliche und unabhängige Person mit Hauptwohnsitz in der Europäischen Union
  • nur erstmalige Beteiligungen am Unternehmen
  • Anteile müssen mindestens drei Jahre gehalten werden
  • wenn die Anteile über eine GmbH bezogen werden, muss der Investor alleiniger Anteilseigner sein

Was haltet ihr von der Initiative des Wirtschaftsministeriums?

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5 Reaktionen
Andre
Andre

Man sollte lieber in Infrastruktur für Gründer investieren und Unternehmen wie die Telekom zurechtweisen...das Netz sollte jedem jederzeit zur Verfügung stehen.

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Ecki
Ecki

@Julian Hausman: die selbe Logik würde für die Startups gelten die du für die Investoren veranschlagst: wenn der Steuerzahler einem Gründer ODER investor bis zu 20% der Summe schnekt wäre das ein Multiplikatoreffekt.
Ergo: Umweg über Investor schafft nur zuätzliche Kosten und schwächt Eigentummsituation des gründers im eigenen Unternehmen.
Pfui für diese Steuergeldverwendung.

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Ecki
Ecki

Typisch FDP-Klientelismus. Wirtschaften in die Tasche der eigenen Interessengruppen ("Investoren" - Wer soll das wohl sein?).
Damit man nicht das Geld direkt den jungen Gründern geben muss, lässt man lieber erstmal andere Leute profitieren, die aber die eigentliche Arbeit gar nicht machen. Damit fördert man die Startup Szene eher indirekt, und die Venturekapitalszene direkt. Was dabei rauskommt? Noch mehr Blödsinnkapitalismus der die kleinen, empfindlichen pflänzchen eher kaputt macht als unterstützt.

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Jochen G. Fuchs

@Antoni
Danke für den launigen Hinweis, hab's soeben korrigiert. ;)

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Andre
Andre

Total bescheuert. Trägt das der Steuerzahler?...natürlich. Wagniskapital hat seinen Namen nicht umsonst. Wenn es einem Investor nicht save genug ist und er Angst hat nichts von seinem Geld zurückzubekommen soll er es sein lassen.

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