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Startup von Netzaktivisten will Glasfaserausbau beschleunigen

    Startup von Netzaktivisten will Glasfaserausbau beschleunigen

Viaeuropa will nach dem Vorbild Schweden den Glasfaserausbau in Deutschland voranbringen. (Foto: Shutterstock/ChiccoDodiFC)

Nach dem Vorbild der Freifunker will ein Startup beim Ausbau schneller Breitbandleitungen in Deutschland mit einem dezentralen Geschäftsmodell den Turbo ansetzen.

„Schweden hat uns gezeigt, wie der Glasfaserausbau dezentral funktioniert“

Ein Startup aus Brandenburg will in Deutschland nach dem Vorbild Schwedens den Ausbau von Glasfasernetzen für schnelles Internet beschleunigen. Viaeuropa Deutschland setzt dabei auf den dezentralen Ausbau, bei dem die Kommunen und Gemeinden selbst ihre Glasfasernetze aufbauen. „Schweden hat uns gezeigt, wie der Glasfaserausbau dezentral funktioniert“, sagte Geschäftsführerin und Mitgründerin Anke Domscheit-Berg. Das dort erfolgreiche Konzept will das Unternehmen jetzt auch nach Deutschland bringen.

„Wir haben aktuell einen Breitband-Flickenteppich in Deutschland“, sagte die Netzaktivistin. Darunter befinde sich viel „Pseudo-Breitband“ wie etwa das von der Deutschen Telekom aufgebaute Vectoring in herkömmlichen Kupferkabel, in das bis zu 80 Prozent der Breitband-Förderung gesteckt werde. Dabei sei es „längst Konsens, dass nur Glasfaser den Datenströmen der digitalen Gesellschaft gerecht“ werde. Aktuell liege der Anteil in Deutschland allerdings bei 1,2 Prozent. Dagegen basierten in Schweden 49 Prozent aller Anschlüsse auf der Zukunftstechnologie. „Etwa zwei Drittel aller schwedischen Kommunen haben ein eigenes Glasfasernetz.“

Unter dem Markennamen Opengiga will die Viaeuropa Deutschland als eine Art Plattform-Anbieter die nötige Infrastruktur aufbauen, auf deren Basis dann etwa die Internet-Provider ihre Dienste anbieten können. Die Nutzer könnten dann aus einer Vielzahl von Anbietern wählen. Das passive Netz bleibe dabei im Besitz der Kommunen, betonte Daniel Domscheit-Berg, Netzaktivist und Mitgründer des Startups. Bereits in acht bis zwölf Jahren hätte sich die Investition in der Regel amortisiert.

100 Prozent Glasfaserabdeckung in Schweden bis 2018

Dabei will die Firma von der 17-jährigen Erfahrung des schwedischen Partners beim Glasfaserausbau profitieren. „Was bei uns in Schweden geht, das funktioniert auch hier in Deutschland“, sagte Jonas Birgersson, der die Viaeuropa AB im Jahr 1999 gründete. Die Stadtwerke der kleinen südschwedischen Stadt Landskrona erwarten etwa, dass sie bis 2018 auf diese Weise eine Abdeckung von hundert Prozent mit schnellen Glasfaserleitungen erreichen.

„Breitband ist die Lebensader der Kommunen, ohne schnelles Internet gibt es keine Entwicklung“, sagte Franz-Reinhard Habbel, Sprecher des Deutschen Städte- und Gemeindebunds. Dabei trügen Unternehmen im ländlichen Raum in Deutschland erheblich zum Wirtschaftswachstum bei. Aktuell seien die Kommunen auf dem Weg, Kapazitäten aufzubauen und sich zusammenzuschließen. Denn es gebe einen erheblichen Investitionsdruck, um im Wettbewerb bei der Ansiedlung wirtschaftlich erfolgreicher Unternehmen zu bestehen. sdr/dpa

Mehr zum Thema Glasfaser: Mehr Bandbreite: Neues Verfahren erhöht Kapazität von Glasfaser deutlich

Mal sehen was das gibt
Mal sehen was das gibt

Erinnert an RWE: Der Gründer gab den Gemeinden auch Aktien mit mehr Stimmrechten und das gilt immer noch oder wurde (wie bei VW und den Landes-Aktien) erst vor kurzem geändert und viele Gemeinden waren/sind auf die Einnahmen angewiesen.

Laut CNBC-Gast flossen immer übermäßig (und von der Presse nie kritisierte) Gelder in neue Geschäftsmodelle. Deutschland war 1800 oder so voll mit PRIVATEN Eisenbahnen und Schweiz ist das wohl immer noch normal und die Leute fahren dort wohl gerne Bahn.
"Du kannst durch ganz NRW von einer Seite zur anderen fahren und keinen Kilometer auf Deutscher Bundesbahn".
neben den Eisenbahnen sind oft so Kabel-Kanäle aber auch Steine und manche Steine liegen offen und da sieht man das es nur ein Kanal ist wo Glasfasern drin liegen können. Arcor (Später Vodafone ?) basierte evtl auf dem Eisenbahn-Glasfaser-Netz.
Das man Kirchtürme und die ganzen riesigen Super-Strom-Masten mit WiFi-Spots und Direct-Wifi-Richtfunk (Wimax ist billig zu haben!) für die letzte Meile dienen, sollte auch endlich klar sein.
Abwasser-Kanäle gehen auch. Oder was stört eine Glasfaser, welche oben im Kanal hängt ? Die sind nur 50cm Durchmesser und Beton-Kleber gibts ja wohl !

Google Fiber wurde übrigens aufgegeben oder (wie 90% aller Google-Käufe bzw. Google-Projekte) stagniert so vor sich hin. Man sollte also überlegen, ob und wie hier die relevanten Unterschiede sind.
http://www.golem.de/news/gigabit-breitband-google-fiber-soll-alphabet-zu-teuer-sein-1608-122914.html
http://www.golem.de/news/funk-google-fiber-stoppt-ausbau-um-drahtlos-zu-werden-1608-122603.html
Die gehen übrigens (nach Jahren) also auch auf meine Idee, die letzte Meile per Funk zu machen und vielleicht auch, das man sich den Weg zum Google-Fiber-Grauen-Kasten (wie die Erschliessungs-Kosten in der Grundsteuer oder Miete) selber mit den Nachbarn finanziert...
Vielleicht geht es eher darum, auf einen Zug aufzuspringen. Die Sender machen ja angeblich "VR" - aber in Wirklichkeit nur simples 360.
Holländer waren meist profitabel. "Deutsche Glasfaser" baut fleissig aus und ist wohl ganz gut aktiv.

google: qsc vermarktet glasfasern
Es gibt zillionen/tausende/... Kilometer Dark-Fiber so wie leere Autobahnen.

Bei Gemeinden bezahlt man eh monatlich in der Miete oder Grundsteuer Erschliessungskosten usw.
Die letzte Meile macht man selber. Ist doch wohl klar. Direct-Wifi oben auf den Grauen Kästen bewegt sich ja nicht. Später oder wenn man eh den Parkplatz neu verlegt wird zugeschlagen und leer-Rohre für Glasfasern verlegt.
FlowTex war ein ungünstiges Geschäftsmodell aber an sich funktionert Horizontal-Bohren unter der Straße ja. Überall gehören Leer-Rohre rein wenn was aufgerissen wird.

Man könnte per Tablett von zu Hause konstruktiv und legal mit-entscheiden und für Verbesserung sorgen. Doch bloss wo kann man das programmieren ohne zum deutschen Austin Meyer oder Aaron Swartz zu werden ? Da kann man dann auch endlich Openleaks mal eben programmieren. Denn nur die Mathematik gibt vor wie es zu laufen hat. Man muss also nur 1-2 Beratungs-Tage von Bruce Schneier kaufen können.
Ganz früher mal hat man bei Mathematikern Informatik gelernt. Daher sind diese Punkte ziemliche Trivial-Programmierung:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Wikipedia-Gruender-Zehn-Dinge-die-frei-sein-muessen-120873.html
Für Heise ist es ""exotisch"" aber Leute mit Allergien oder Glutenfrei oder Vegan oder Natrium-Arm oder anti-GenFood wollen das wissen. Aber Heise hatte schon den Bietagenten damals nicht verstanden. Golem neulich auch nicht. Jeder Bieter lernt schnell, wie es funktioniert und das es viel Sinn macht als davor die - sehr sehr lästigen - Auktionen ohne Bietagent.

Statt also lobbyistisch herumzulaufen sollte das Volk vom Tablett aus regieren. So eine App wäre also nützlicher für alle Volks-Projekte. Bald jammern alle, das es keine Elektro-Tankstellen gibt. Die hätte man crowd-finanziert in jeder Gemeinde realisieren können. Stattdessen fliessen Subventionen an Elektro-Autos welche China viel billiger produzieren wird. Davon abgesehen sind vor Supermärkten zehn bis zwanzig Prozent Elektro-Fahhräder. Die haben sich also von selber (wie Katzen und Kaninchen) OHNE Steuergelder ausgebreitet und viele neue Fahrer erschlossen welche früher nur einmal pro Woche im Auto einkauften und jetzt täglich per E-Bike einkaufen !

Glasfaser-Anschlüsse sharen ist wohl rechtlich problematisch.
Mecklenburg kriegt also die Subventionen. Wer dort aber kann sich diese Tarife überhaupt leisten auser Merkel um Netflix in 4k-UHD-1 zu schauen ?
Die Armut wächst täglich... Auch weil Rot-Grün nicht geliefert hat und ich (die Presse interessiert sich meist erst hinterher wenn alle bezahlen müssen) kein Land dafür gefunden habe und hier viele oft vieles besser wissen aber auf diese Frage niemals Antwort kam.
http://www.golem.de/news/mecklenburg-vorpommern-alle-breitband-foerderantraege-fuer-bundesland-bestaetigt-1604-120508.html
http://www.golem.de/news/ftth-fttb-mecklenburg-vorpommern-saugt-die-breitbandfoerderung-auf-1607-121958.html
Die Armut lauert überall:
http://www.golem.de/news/medienanstalt-analogabschaltung-im-tv-kabelnetz-kommt-1509-116192.html
denn 600 Euro reichen ja wohl:
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/reden-wir-ueber-geld-muentefering-wer-auf-nur-euro-rente-kommt-muss-nicht-arm-sein-1.3164473
Er war Arbeits-Minister. Er hat Eure Renten und die Renten Eurer Eltern und Groß-Eltern geplant... Fragt die doch ob sie Müntefering kennen.

Wessen Familie nicht in Armut leben will, sollte besser mal die basis-demokratisierung am Second-Screen-Tablett von Fußballverinen, Parteien, Parteitagen, Pressekonferenzen usw. per Partizipations-App dem Lobbyistmus-Hinterzimmern entgegen stellen. Oder sehen wie das Land untergeht und Zillionen Jobs wegen Benziner-Aussterben (Trabbis sind auch weg, Plattenspieler und Tastenhandies auch und vor 10 Jahren waren RÖHRENmonitore noch ganz normal !) dauerhaft weg sind und der Strom rationiert wird... Denn Elektro-Autos haben HUNGER: HUNGER AUF STROM.

Also mal sehen was das gibt. Die Erfolgsquote ist überschaubar...

Antworten
JuliaN12
JuliaN12

Na ob die Domscheit-Bergs den Unterschied zwischen schwedischer und deutscher Bürokratie kennen? Ein pragmatischerer und realistischerer Ansatz ist das wohl eher die zentrale Nachfragebündelung von PRO Glasfaser.

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