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Startup-News: 3 Deutsche greifen Nike an und Kickstarter wird gemeinnützig

Startup-News: 3 Deutsche greifen Nike an und Kickstarter wird gemeinnützig

In dieser Rubrik servieren wir euch jeden Morgen die wichtigsten Startup-News zum Tagesstart. So macht sich unter anderem fit fürs Crowdinvesting und mehr als ein Dutzend in München verraten, warum ihre Stadt das bessere Berlin ist.

Startup-News: 3 Deutsche greifen Nike an und Kickstarter wird gemeinnützig

Kickstarter wird zum gemeinnützigen Unternehmen

Das Gründerteam von Kickstarter. (Foto: Kickstarter)
Das Gründerteam von Kickstarter. (Foto: Kickstarter)

Kickstarter überrascht mit einem für US-amerikanische Tech-Verhältnisse ungewöhnlichen Schritt: Ab sofort ist die weltweit größte Crowdfunding-Plattform ein gemeinnütziges Unternehmen. Wie aus einem Bericht der New York Times hervorgeht, haben die Gründer von ihre Firma am Wochenende in die Rechtsform einer „Public Benefit Corporation“ überführt.

Diese Gesellschaftsform verpflichtet Unternehmen zur gemeinnützigen Ausrichtung und unterliegt hohen Anforderungen an die Transparenz. Die Gründer begründeten die Entscheidung damit, ihre Mission, kreativen Menschen bei der Umsetzung von Projekten zu helfen, nicht durch einen möglichen Exit gefährden zu wollen. „Wir wollen niemals verkaufen oder an die Börse gehen“, sagte Yancey Strickler, einer der Kickstarter-Gründer. „Das würde unserem Unternehmen Entscheidungen abverlangen, die nicht im besten Interesse unserer Firma sind.“

Indiegogo macht sich fit fürs Crowdinvesting

Startup-Büros: So gemütlich geht es bei der Crowdfunding-Seite Indiegogo zu. (Foto: Officelovin)
Startup-Büros: So gemütlich geht es bei der Crowdfunding-Seite Indiegogo zu. (Foto: Officelovin)

Und auch vom größten Kickstarter-Konkurrenten Indiegogo gibt es Neuigkeiten: Einem Bericht von Fast Company zufolge plant die US-Crowdfunding-Plattform künftig „nicht nur T-Shirts und Poster“ als Dank für finanzielle Unterstützung an Fans auszugeben. Unter der Bezeichnung „Equity Crowdfunding“ (hierzulande bekannt unter Crowdinvesting) will Indiegogo in Zukunft auch echte Anteile an den auf der Plattform gelisteten Unternehmen in Aussicht stellen.

Damit sollen zum einen neue Erlösmodelle geschaffen, zum anderen aber auch Szenarien wie die berühmte Crowdfunding-Kampagne von Oculus Rift vermieden werden. Die Datenbrille konnte 2013 mehr als zwei Millionen US-Dollar von Unterstützern einsammeln, ging ein Jahr später jedoch für zwei Milliarden US-Dollar an Facebook. Am Verkauf beteiligt wurde keiner der Unterstützer.

Freeletics lanciert eigene Mode-Kollektion

Mit Freeletics wollen die drei Münchner etablierte Marken wie Nike oder Under Armour angreifen. (Foto: Freeletics)
Mit Freeletics wollen die drei Münchner etablierte Marken wie Nike oder Under Armour angreifen. (Foto: Freeletics)

Das Münchner Fitness-Startup Freeletics sorgt mit anspruchsvollen Workouts verpackt in einer schmucken App schon länger für Furore: Jetzt hat das von Mehmet Yilmaz, Andrej Matijczak und Joshua Cornelius gegründete Unternehmen eine eigene Mode-Kollektion auf den Markt gebracht und nimmt damit etablierte Sportmarken ins Visier. Das berichtet Gründerszene und zitiert die Gründer aus einem im April geführten Interview . „Wir [...] haben aggressive Ziele. Wir wollen die größte digitale Sportmarke der Welt werden und es mit Größen wie Nike und Under Armour aufnehmen“, hieß es damals. Mittlerweile beschäftigt Freeletics 100 Mitarbeiter und gibt an, sechs Millionen Nutzer zu haben.

Lesetipp: Mehr als ein Dutzend gute Argumente, ein Startup in München und nicht in Berlin zu gründen

Nein, es muss nicht immer Berlin sein: Zwar ist München als alternative Startup-Hochburg schon lange kein Geheimtipp mehr, allerdings gab es selten eine so umfassende Auflistung von Argumenten dafür, wie sie deutsche-startups.de veröffentlicht hat. Das Startup-Portal hat sich bei mehr als einem Dutzend Münchner Startups – von Paymill über Tado bis hin zu Westwing – umgehört und nach den Vorzügen der bayrischen Landeshauptstadt für Gründer gefragt.

Hier findet ihr die Startup-News der letzten Tage. Ihr habt einen Tipp für unsere News-Redaktion? Schreibt @lojanna oder @hexitus bei Twitter!

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Eine Antwort
  1. von Lohntransparenz für alle am 21.09.2015 (11:23 Uhr)

    Flexibles Crowding wie Paypack, MandatorySelfbuy, echte Anteile, Mezzazine... habe ich schon vor Jahren gefordert. Langsam etablieren sich Alternativen.
    Kickstarter müsste endlich ein idea-Center/Pre-Crowdfunding-Server eröffnen wo man seine Ideen die man in korrupten Diktaturen nicht etablieren kann, vorschlägt und quasi seine Geschäftsidee verschenken kann damit woanders die Verbesserung entsteht.

    Sind in München die Mieten bezahlbar ? Wie hoch sind die Löhne ? Gute Länder haben Lohnstatistiken. Die Rentenversicherung (19%), Arbeitslosenversicherung(1,9%) und Krankenkassen(14-15%) kennen die Lohnverteilung der Betriebssstätten und Arbeitgebernummern und sollten öffentliche Statistiken veröffentlichen. Natürlich nur für Firmen die das wollen und sich dadurch von offiziellen Stellen kostenlos bestätigen lassen können statt mit gekauften Gutachten wie "Das Top-boni-Management von Foo-Bar-Baz-Darkroom-ACME-IT-Startup kriegt überdurchschnittliche Boni und Begünstigungen, Firmenwagen, Privatschul-Gebühren, zweit und dritt-Wohnungen in New York und Barcelona usw.". Die guten Firmen können sich durch ehrliche Löhne dann von den Dunkel-Munkel-Firmen absetzen.... Diese Idee wurde natürlich gemobbed. Doch wie schon häufig kam der Zeitpunkt an dem es passierte und es jemand doch mal durchgezogen hat:
    Lidl hat in UK einen gigantischen Medien-Tsunami bewirkt weil sie offiziell empfohlene Mindestlöhne bezahlen wollen.
    news-Google-UK ist voll damit:
    news.google.co.uk: Lidl

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