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Startups

Regelverstöße bei Berliner Startup: Bericht erhebt „schwere Vorwürfe“ gegen Auctionata

    Regelverstöße bei Berliner Startup: Bericht erhebt „schwere Vorwürfe“ gegen Auctionata

(Bild: Auctionata)

Ein kürzlich aufgetauchter Bericht erhebt schwere Vorwürfe gegen das Berliner Auktions-Startup Auctionata, Home24 sichert sich frisches Kapital für eine „neue operative Phase“ und der renommierte Founders Fund bekommt seine erste Partnerin: Das und mehr in den heutigen Startup-News.

KPMG-Bericht: Schwere Vorwürfe gegen Auctionata

Die Auctionata-Gründer Georg Untersalmberger (l.), Susanne und Alexander Zacke. (Foto: Auctionata)
Die Auctionata-Gründer Georg Untersalmberger (l.), Susanne und Alexander Zacke. (Foto: Auctionata)

Das Berliner Online-Auktionshaus Auctionata hat in den letzten Monaten vor allem mit positiven Meldungen – Umsatzsteigerung, neue Investoren und ein angestrebter Börsengang – auf sich aufmerksam gemacht. Dem Magazin Wirtschaftswoche (Premium-Zugang) liegt jetzt allerdings ein Bericht vor, demzufolge es bei dem 2012 gegründeten Startup zu schweren Unregelmäßigkeiten gekommen sein soll.

So sollen Mitgründer Alexander Zacke, seine Frau und weitere Aufsichtsräte, Investoren und Mitarbeiter wiederholt Objekte über die Auktionen des Startups erworben haben – unter eigenem Namen oder unter Pseudonym. Ein klarer Verstoß gegen die Gewerbeordnung: Sie untersagt es Versteigerern, in den eigenen Auktionen mitzubieten. Den aus 2015 stammenden Bericht hat Auctionata nach eigenen Angaben selbst bei der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG in Auftrag gegeben. Laut CEO Zacke beziehen sich die Vorwürfe allesamt auf die Gründungsphase, in der man natürlich „auch Fehler gemacht“ habe. Mittlerweile seien die Missstände behoben beziehungsweise Verbesserungen auf den Weg gebracht.

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Konkurrenz für IKEA: Frische Millionen für Home24

Startup-News: Home24 hat seine dritte Finanzierungsrunde abgeschlossen. (Foto: Home24)
Startup-News: Home24 – hier das neue Management-Team mit Christoph Cordes (l.), Marc Appelhoff und Philipp Kreibohm – hat seine dritte Finanzierungsrunde abgeschlossen. (Foto: Home24)

Der Online-Möbelhändler Home24 verkündet ein neues Investment in Höhe von 20 Millionen Euro. An der bis dato dritten Finanzierungsrunde des Startups sind sowohl bestehende Gesellschafter wie Rocket Internet und Baillie Gifford als auch neue Investoren beteiligt. Zudem wird das Management-Team des Unternehmens um Marc Appelhoff und Christoph Cordes, Gründer und CEO der im letzten Jahr von Home24 übernommenen Fashion For Home GmbH, erweitert. Sie stehen Home24-Gründer Philipp Kreibohm ab sofort zur Seite, der bisherige Home24-CEO Domenico Cipolla dagegen scheidet aus dem Führungsteam aus. Home24 ist seit 2009 am Markt und derzeit in sieben europäischen Märkten sowie in Brasilien aktiv. Noch schreibt das Startup keine schwarzen Zahlen, im Dezember hat Home24 35 Mitarbeiter entlassen. Das neue Investment soll jetzt eine „neue operative Phase“ auf dem Weg zur Profitabilität einläuten.

Erste weibliche Partnerin bei Peter Thiels „Founders Fund“

Cyan Banister ergänzt als erste weibliche Partnerin die Ränge des renommierten „Founders Fund“ um Peter Thiel.

Banister, die bisher als Entwicklerin, CTO und Gründerin aktiv gewesen ist, hat ihren guten Riecher für Startups in den letzten Jahren durch Angel-Investments in DeepMind Technologies, das Google 2014 übernommen hat, Postmates oder Uber bewiesen. In ihrer neuen Rolle kann sie auf ein gut gefülltes Portemonnaie zurückgreifen, um Jungunternehmen zu fördern: Erst am Freitag hat der Founders Fund bekannt gegeben, einen neuen Fonds in Höhe von 1,3 Milliarden US-Dollar aufgelegt zu haben.

Mark Zuckerberg setzt auf Teamwork-Tool Asana

Das von Facebook-Mitgründer Dustin Moskowitz und Justin Rosenstein entwickelte Kollaborationstool Asana kann sich über eine gewaltige Finanzspritze in Höhe von 50 Millionen US-Dollar freuen. Neben Moskowitz’ ehemaligem Kollegen Mark Zuckerberg investieren in dieser Series-C-Runde bekannte Silicon-Valley-Größen wie Sam Altman (Y Combinator), Tony Hsieh (Zappos) oder Eric Ries (The Lean Startup) in Asana. Insgesamt liegt die Bewertung des 2009 gegründeten Startups nach Angaben von TechCrunch jetzt bei 600 Millionen US-Dollar. Erst im Oktober des letzten Jahres hat Asana sich ein umfassendes Redesign gegönnt – mit dem neuen Geld soll jetzt auch die Expansion in Europa forciert werden. Allerdings ist der Markt hart umkämpft, wie nicht zuletzt unser Überblick über 10 kostenlose Projektmanagement-Lösungen zeigt.

Hier findet ihr die Startup-News der letzten Tage. Ihr habt einen Tipp für unsere Redaktion? Schreibt @lojanna@hexitus oder @frauhegemann bei Twitter!

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Eine Reaktion
Bessere Auktions-Gesetze
Bessere Auktions-Gesetze

"So sollen Mitgründer Alexander Zacke, seine Frau und weitere Aufsichtsräte, Investoren und Mitarbeiter wiederholt Objekte über die Auktionen des Startups erworben haben"
Oft sind Auktionen aber von Auktionatoren persönlich vor Ort wie im Film und nicht von Kapitalgesellschaften.
Und das Problem ist vermutlich das künstliche Hochtreiben und im Text steht "Mitbieten" von Preisen um beispielsweise die Gebühren (10%-30% ? bei normalen Auktionen wie im TV) für den Auktionator zu erhöhen. Wenn es also für den Privat-Bedarf eingekauft wurde, sollte man klarer das Problem beschreiben.

Bei Zwangsversteigerungen von Immobilien sind oft Verwandte dabei damit das kleine Familien-Eigenheim nicht all zu billig versteigert wird. Im TV wurde mal berichtet wie die Profi-Händler bei Gewerbe/Militär/Bundes/Landes/...-Auto-Versteigerungen die kleinen Privatpersonen von Schnäppchen fern halten.
Die Samwers berichteten auch mal wie sie alte eigene Sachen (ich glaube eine alte Eisenbahn) vom Dachboden oder aus dem Keller versteigert hatten.

Früher konnte man Auktions-Stücke auch begutachten. Evtl stand das auch im Auktions-Gesetz und war evtl. ein Problem bei Ebay. Auch laufen Auktionen normalerweise länger so lange die Preise weiter steigen. Zollauktion macht das wohl. Ebay wohl leider nicht.

Der Auktionsbegriff hat sich erweitert, die Auktions-Gesetze vielleicht nicht obwohl Rot-Grün das damals beim neuen Markt zusammen mit der Preis-Bindung für E-Books hätte klären können...

Der neue Markt bewies, wieso immer erst der Kleinanleger und als letztes der Boni-Manager, Berater usw. zu auszuzahlen sein sollten.
Auch Crowd-Voraus-Zahlung und natürlich Crowd-Investment ist natürlich vielleicht nur von USA zeitnah mit passenden Gesetzen zum Investoren-Schutz versehen worden.
Washington DC änderte für Uber die Taxi-Gesetze. New York wohl auch.

Preis hochtreiben ist schlecht. Aber persönlich bei automatisierten Auktionen für sich selber dauerhaft (und nicht zum schnellen profitablen Weiterverkauf) Produkte kaufen sollte unter klaren Regeln (vielleicht z.B. Namens-Nennung und/oder Verzicht auf die Gebühren) nicht unmöglich sein.

Die Angelegenheit ist also vielleicht lange nicht so klar wie z.b. Selbst-Rezensionen mancher gehypter Startup-Firmen bei Amazon.

Das hier finde ich beispielsweise problematischer für das Kundenverständnis von Amazon-Boni-Managern, war aber viellicht kaum Thema:
http://www.golem.de/news/urteil-amazon-darf-kunden-nicht-von-gekauften-filmen-aussperren-1602-119430.html

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