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Startup-Portrait Outfittery: Stil-Expertinnen für männliche Shopping-Muffel

Startup-Portrait Outfittery: Stil-Expertinnen für männliche Shopping-Muffel

New York: Julia Bösch ist mit einem Freund unterwegs, einem „typischen Shopping-Muffel". Er will gut aussehen, möchte aber keine Zeit fürs Einkaufen verschwenden. Also nimmt er sich einen Shopper, der für ihn die passende Kleidung auswählt. Fast 100 US-Dollar kostet das pro Stunde, doch der Freund ist mit dem Ergebnis zufrieden.

Startup-Portrait Outfittery: Stil-Expertinnen für männliche Shopping-Muffel

„Das war mein Schlüsselerlebnis", erzählt Bösch heute. Seit knapp einem Jahr ist die 28-Jährige gemeinsam mit Anna Alex Geschäftsführerin der Paul Secret GmbH in Berlin und zusammen mit Tobias Nendel Mitgründerin von Outfittery.de - einem Portal für Männermode. „Wir haben uns gedacht, dass man das Konzept des Personal Shoppers doch auch irgendwie online abbilden können muss."

Bösch und Alex lernten sich an ihrem ersten gemeinsamen Tag beim ehemaligen Arbeitgeber kennen. „Wir haben schnell gemerkt, dass wir ähnliche Interessen hatten", erinnert sich Bösch. „Wir wollten etwas gründen und haben dann mehrere Monate mit dem Brainstorming verbracht." Weil sich noch niemand so richtig um Männer und Männer-Shopping im Internet gekümmert habe, sei die Idee immer weiter gereift. Am Ende sei dann Outfittery entstanden.

Das Prinzip ist simpel. Wer zum ersten Mal bei Outfittery einkaufen will, muss zunächst einige Angaben über sich machen. Das fängt an mit dem eigenen Stil, bei dem zwischen lässig, sportlich, klassisch und modisch gewählt werden kann. Anschließend werden verschiedene Kleidungsstücke angezeigt, aus denen man sich für diejenigen entscheidet, die am ehesten zu Hause im Schrank hängen könnten. Doch nicht nur Klamotten sind es, die den Style-Expertinnen am anderen Ende eine ungefähre Ahnung vom eigenen Stil vermitteln sollen. Auch ob man eher eine Yacht, einen Audi, einen Passat oder ein Fahrrad fährt, muss man angeben. Dann kommen Fragen nach Haarfarbe, bevorzugter Modemarke, Farbwahl und den Kleidungsstücken, die besonders benötigt werden. Weiter geht es mit dem gefühlten Alter. Das war es für den Anfang. Nach drei Minuten erfährt man dann, dass Nicole als persönliche Style-Expertin am besten zum beschriebenen Stil passt. Es wird ein Bild von ihr angezeigt, und nun kann ein Profil angelegt werden.

Jetzt wird es etwas komplizierter, es geht um Maße und Präferenzen. Körpergröße, Gewicht, Jeansweite und welche Probleme man beim Einkaufen am häufigsten hat – all das wird abgefragt. Auch, in welcher Branche man tätig ist und wie viel Geld man typischerweise für bestimmte Kleidungsstücke ausgibt, wollen die Berater von Outfittery wissen. Dann kann noch ein Bild hochgeladen, und ganz zum Schluss müssen die Kontaktdaten eingetragen werden.

Ist man damit fertig, kann ein persönliches Telefongespräch mit der zugewiesenen Beraterin vereinbart werden. Verschiedene Tage und Uhrzeiten stehen zur Verfügung. Fünf bis zehn Minuten soll das ganze dauern, dann will Nicole alle Informationen zusammen haben, um die Outfits zusammenstellen zu können.

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3 Antworten
  1. von Johannes am 29.01.2013 (09:25 Uhr)

    Leider gar nichts für Modemuffel, da man ja trotzdem Mode zugeschickt bekommt.
    Da geh ich lieber 10 Minuten ins C&A und hab meine Ruhe vor dem Quatsch...

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  2. von JayLee am 29.01.2013 (14:18 Uhr)

    Ich probiere es definitiv aus, sieht gut aus, Modomoto habe ich noch nie gehört.

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  3. von Christoph S. Ackermann am 29.01.2013 (17:51 Uhr)

    Nur Deutschland. NoGo.

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