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Startups

Immer Ärger mit dem Recruiting: Deutsche Startups finden keine Talente [Studie]

    Immer Ärger mit dem Recruiting: Deutsche Startups finden keine Talente [Studie]

Startups suchen Bewerber. (Foto: BartekSzewczyk – iStock.com)

Motivierte Mitarbeiter sind einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren für Startups. Aber gerade das Finden der richtigen Talente fällt vielen Gründern schwer. Zu diesem Ergebnis kommt jetzt eine Studie zum Startup-Recruiting von PricewaterhouseCoopers.

Die Wirtschaftsberatung PricewaterhouseCoopers (PwC) hat in einer Studie zum Startup-Recruiting zwischen Februar und Mai 2015 insgesamt 267 deutsche Gründer aus den Branchen Industrie, ITK und Life-Science zur Mitarbeitersuche befragt. 46 Prozent von ihnen gaben an, es sei eher schwierig, die richtigen Mitarbeiter zu finden – für 27 Prozent stellt sich die Aufgabe sogar als sehr schwierig dar. Insgesamt berichten damit fast drei Viertel aller Gründer von Problemen bei der Mitarbeitersuche.

Beim Startup-Recruiting haben fast drei Viertel der deutschen Gründer Probleme. (Grafik: PricewaterhouseCoopers)
Beim Startup-Recruiting haben fast drei Viertel der deutschen Gründer Probleme. (Grafik: PricewaterhouseCoopers)

Kanäle für das Startup-Recruiting: Private Kontakte, BA und Karriere-Netzwerke

Besonders wichtig für die rekrutierenden Startups sind private Kontakte und Empfehlungen aus dem eigenen Netzwerk: 74 Prozent der Befragten nutzten diesen Weg, gefolgt von Online-Stellenanzeigen (36 Prozent), der Bundesagentur für Arbeit (33 Prozent) oder Karrierenetzwerken wie XING (26 Prozent). Nur drei Prozent der Startups sind auch auf Jobmessen präsent, ausgefallene Wege wie die Vergabe von Abschlussarbeiten oder Kooperationen mit Universitäten stehen noch seltener auf dem Plan.

„Für 65 Prozent der Startups spielt das Bauchgefühl bei der Einstellung eine entscheidende Rolle.“

Auch das Bewerbungsverfahren folgt eher selten klaren Regeln: In den meisten Startups (95 Prozent) übernimmt der CEO selbst neben seinen zahlreichen anderen Verpflichtungen die Auswahl. Bei der Entscheidung über Zu- oder Absage für den Bewerber steht das Bauchgefühl ganz oben: 65 Prozent der Gründer gaben an, dass ihre Intuition immer eine Rolle spiele, für 45 Prozent sind Berufserfahrung und für weitere 39 Prozent der Lebenslauf des Bewerbers ebenfalls wichtige Entscheidungsfaktoren. Insgesamt scheint dieses Vorgehen gut zu funktionieren: 80 Prozent der Gründer wollen sich derzeit von keinem einzigen ihrer Mitarbeiter trennen.

Startup-Recruiting: Teamplayer und Ärmelhochkrempler haben besonders gute Karten

Wer selbst gerne bei einem Startup anheuern will, sollte sich vor allem durch Teamgeist, Flexibilität und eine Hands-on-Mentalität auszeichnen – also die Motivation, die Dinge anzupacken und Probleme selbst zu lösen. Das sind die drei wichtigsten Auswahlkriterien der befragten CEOs. Wer schwer zu motivieren ist, sich nicht mit dem Startup identifizieren kann und Probleme beim Teamplay hat, sollte sich lieber anders orientieren: Diese drei Faktoren sind die Top-Gründe, aus denen Startups sich von den gewonnenen Mitarbeitern wieder trennen.

(Grafik: PricewaterhouseCoopers)

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Gründern, die händeringend nach gutem Personal suchen, empfehlen wir die Maßnahmen aus unserem Artikel „Der sexy Arbeitgeber“ und dieses Interview zum Startup-Recruiting mit HR-Expertin Astrid Matzke.

Vielleicht auch interessant: Hier findet ihr Beispiele für beeindruckende Online-Bewerbungen und-Lebensläufe

via www.gruenderszene.de

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7 Reaktionen
Alexander
Alexander

Wie schon Viele geschrieben haben, sind X< 30K im Jahr einfach zu wenig für den Stress, die Arbeit und den Freizeitverlust.

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Anteile für alle
Anteile für alle

Beim Test in
http://t3n.de/news/startup-gruender-test-erfolgsfaktoren-613272/
wird darauf hingewiesen das es wohl üblich ist, nach 12 Monaten die ersten Anteile zu kriegen und ich glaube nach 4 Jahren das Maximum an Anteilen zu haben. Siehe auch Börsengang von Facebook wo nach xx Monaten viele Mitarbeiter ihre Aktien verkaufen durften.
Auch bei deutschen Industriekonzernen gehören Aktien (oder auch sogenannte Jahres-Wagen) zur Haus-Tarif-Bezahlung.
Doof nur wenn inzwischen immer mehr bei Tochter-Firmen ohne diese Tarif-Schmankerl arbeiten...

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Thomas Döring
Thomas Döring

Vielleicht sollten die Damen und Herren bei den Startups mal ihr Anforderungsprofil auf das Gehaltslevel reduzieren, das sie zahlen. Häufig suchen die Vollzeit-Super-Entwickler für alberne 2.500 Euro brutto oder eben Werkstudenten für lau oder Peanuts. Und wer nur Peanuts bezahlt, der bekommt eben nur ein par Affen und nicht das, was er braucht. Wobei das, was die brauchen, meistens aus weit unter dem liegt, was die gerne fordern. Ich habe den Eindruck, die wollen da oftmals mit 1 Person eine ganze Abteilung ersetzen und das dann zum Hunger- oder Praktikanten-Lohn. Dann, liebe Leute, bleibt mit euren ach so tollen Startups besser in Berlin und spannt da ein paar billige Idioten ein. Da laufen ja offenbar mehr davon rum als im Rest der Republik.

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Selber schuld
Selber schuld

Zu neuen Markt-Zeiten bekam man wenigstens Anteile. In dieser Umfrage ob man der smarte Gründer ist wurde auch darauf hingewiesen das es total normal ist Anteile nach 1 Jahr zu vergeben.
Nach dem Crash und die meisten Startups werden ja beendet waren die Anteile natürlich nichts mehr wert.
Wenn man schon ein Überangebot an preisgünstigen Arbeitskräften schafft durch angeblichen Fachkräftemangel sollte man auch schauen das die Skills stimmen. Dazu müsste man den Unis usw. verklickern was gefragt ist. Ein überangebot an Kaffee interessiert die Kakao-Industrie nicht. Oder leichter verständlich: Der Ölpreis war früher mal vertraglich oder so an den Erdgas-Preis gekoppelt. Inzwischen sind die aber weniger korrelliert. Ein Überangebot an Öl interessiert Erdgas-Kunden nicht so sehr. Das Überangebot existiert. Siehe Kommentare zu
http://t3n.de/news/it-fachkraefte-unternehmen-590267/
oder auch die geringen deutschen Informatiker-Löhne aus
http://t3n.de/news/entwickler-deutschland-verdienen-614031/
. Aber das Überangebot ist wohl falsch geskillt. Selber schuld. Jede Familie und Hausfrau organisiert frühzeitig Truthähne und Weihnachtsbäume.

Milliarden-Exits planen wollen aber nicht woher die Mitarbeiter kommen.
War die eigene Ausbildung nicht gut genug ?

Was empfiehlt denn die Studie ? Berater ? Head-Hunter ? ...

" Nur drei Prozent der Startups sind auch auf Jobmessen präsent, ausgefallene Wege wie die Vergabe von Abschlussarbeiten oder Kooperationen mit Universitäten stehen noch seltener auf dem Plan. "
Haben die alle nicht studiert und enden wie die Beispiele aus TV-Dokus oder die leeren Geschäfte an denen man monatelang vorbeiläuft ?
Etwa die Hälfte der Diplomarbeiten sind bei Firmen und Job-Messen finden jährlich an der Uni statt.

@Lutz: Die Gründungsneigung ist wohl gesunken wurde hier wohl berichtet glaube ich. Ist wohl auch besser so wenn man die Folgen betrachtet.
Gute Universitäten sorgen dafür das die Absolventen so schnell wie möglich Sozialbeiträge (Rente, Krankenkasse, Pflege-Versicherung, Arbeitslosen-Versicherung) und Steuern bezahlen.

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Lutz Finsterwalder
Lutz Finsterwalder

Oder die gründen lieber selber.

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Alexander
Alexander

Weil's woanders mehr Geld gibt. Keiner ist scharf darauf für nen Hungerslohn 150% zu geben. Und bei den meisten Start-Ups ist das die Realität.

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Eric
Eric

Stimmt, vor allemin Berlin ist die Bezahlung unter aller Kanone. Wie kann man überhaupt 150% Leistung geben? Ich bekomm doch auch nur 100% bezahlt.

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