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Startup-Steckbrief: smail.fm will E-Mails sozialer und sicherer machen

Im und um das Netz bilden sich viele kleine Neugründungen. In unserem Startup-Steckbrief stellen wir euch wöchentlich einige interessante Projekte vor. Heute geht es um das Startup smail.fm, das eine E-Mail-Applikation bereitstellt, die es Nutzern laut eigenen Aussagen ermöglicht, vollkommen abhörsicher zu kommunizieren. Im Interview stehen uns die Gründer Max Fechner und Sebastian Sadowski Rede und Antwort.

Startup-Steckbrief: smail.fm will E-Mails sozialer und sicherer machen

Die Startup-Gründer Max Fechner und Sebastian Sadowski im Gespräch:

Die beiden Startup-Gründer Max Fechner und Sebastian Sadowski (v.l.): „Der Fokus liegt zunächst auf Wachstum und Branding“.
Die beiden Startup-Gründer Max Fechner und Sebastian Sadowski (v.l.): „Der Fokus liegt zunächst auf Wachstum und Branding.“

t3n.de: Lieber Max, erklär uns doch mal smail.fm.

Max Fechner: smail.fm ist eine E-Mail-App und steht für „social & secure mail“. Wir bringen automatisierte Verschlüsselung für den E-Mail Verkehr, sodass unsere Benutzer vollkommen abhörsichere E-Mails schreiben können, ohne Extra-Installationen oder komplizierte Einstellungen. Nicht einmal wir selbst haben Zugriff auf die Inhalte. Gleichzeitig bringen wir die Darstellung von E-Mails auf die nächste Stufe. Gmail hat 2004 die Gruppierung nach Threads eingeführt und seit dem ist Usability-technisch nicht mehr viel passiert. smail.fm hingegen gruppiert E-Mails nach Personen, wie man das bereits von Kommunikation-Apps wie Facebook-Messenger oder WhatsApp kennt. Zusätzlich gibt es eine Foto- und Anhang-Ansicht, um Inhalte schneller wieder zu finden.

t3n.de: Was habt ihr gemacht, bevor ihr smail.fm gestartet habt und wie seid ihr auf die Idee dazu gekommen?

Sebastian Sadowski: Wir haben uns 2006 beim Beachvolleyball spielen am Strand von San Sebastián kennengelernt und arbeiten seitdem zusammen an Internet-Projekten. Letztes Jahr haben wir den webbasierten Code-Editor codev.it veröffentlicht und zeitgleich viele selbst entwickelte Bibliotheken der internationalen Community als Open Source zur Verfügung gestellt. Die Idee zu smail.fm entstand während eines gemeinsamen Surftrips an der Algarve im Februar dieses Jahres. Wir hatten schon oft davor darüber diskutiert, wie unzugänglich die derzeitigen E-Mail Programme sind und uns gefragt, warum immer mehr Menschen den Facebook-Messenger anstatt E-Mail benutzen. Und so kamen wir auf die Idee, Personen in den Mittelpunkt einer E-Mail App zu stellen. Gleichzeitig beobachteten wir, dass vor allem in Deutschland das Thema Datenschutz immer größer wird und dass Sicherheit ein Punkt wäre, mit dem man sich im Markt klar von der Konkurrenz abgrenzen könnte. So kamen wir auf die Idee, eine E-Mail App mit dem Fokus auf Personen und Sicherheit zu entwickeln: smail.fm.

t3n.de: Wie sieht euer Konzept zur Monetarisierung von smail.fm aus? Womit wollt ihr Geld verdienen?

Sebastian Sadowski: Unser Konzept zur Monetarisierung ist vielschichtig, besteht aber im wesentlichen aus In-Feed-Ads für normale User – bis hin zu Branding-Möglichkeit für Firmen. Der Fokus liegt zunächst auf Wachstum und Branding; ein großer Bekanntheitsgrad bietet später auch mehr Spielraum für die Monetarisierung.

t3n.de: Was sind/waren für euch die größten Hürden bei der Gründung?

Max Fechner: Wir finanzieren uns aus eigener Kraft, eben typisches Bootstrapping, wie das viele in der frühen Phase machen. Dadurch schreitet jedoch die Entwicklung von smail.fm langsamer voran, als es mit einer Fremdfinanzierung möglich wäre. Daher suchen wir zur Zeit nach interessanten Investoren, die uns auch durch ihr Netzwerk und ihre Mentoren weiterhelfen, smail.fm erfolgreich zu launchen.

t3n.de: Was ist euer Alleinstellungsmerkmal? Warum sollten unsere Leser smail.fm unbedingt einmal ausprobieren?

Sebastian Sadowski: Gerade nach den neuesten Daten-Skandalen der NSA, ist es offensichtlich geboten, alle E-Mails zu verschlüsseln. Die Gruppierung nach Personen setzt Nachrichten in den Kontext und stellt einen viel direkteren Bezug zu Freunden oder Kunden her, als man es bisher von E-Mails kennt. Wenn man das neue Interface einmal ausprobiert hat, möchte man nicht mehr mit den veralteten E-Mail Programme arbeiten – garantiert.

t3n.de: Wohin geht die Reise mit smail.fm? Was sind eure nächsten großen Baustellen?

Max Fechner: Wir sind gerade dabei, das Team zu erweitern und Geld zu akquirieren. Dann haben wir noch viele weitere Features in der Pipeline, über die wir leider jedoch nicht sprechen können. Die aktuelle Alpha-Version wird schon getestet und als nächsten Schritt bereiten wir den Beta-Launch vor.

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7 Antworten
  1. von Manu am 01.07.2013 (09:58 Uhr)

    Darauf habe ich gewartet! Wurde ja mal Zeit. =)
    Die Beta wird auf jeden Fall getestet, mal schauen ob sie überzeugen kann....

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  2. von ahoiin am 01.07.2013 (11:40 Uhr)

    Hallo Manu, schön, dass du darauf gewartet hast.
    Auch wir finden, dass es nun dafür höchste Zeit wird. Stay tuned.

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  3. von Cornelius am 01.07.2013 (11:52 Uhr)

    Hallo ahoiin,

    wie wird das denn vom Grundprinzip her funktionieren? Läuft das ganze mit bestehenden E-Mail Accounts, egal bei welchem Anbieter, oder braucht man dafür einen neuen Account bei euch?

    Wäre super, wenn du dazu ein paar Infos hättest.

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  4. von ahoiin am 01.07.2013 (12:00 Uhr)

    Hallo Cornelius,
    das ganze läuft ausschließlich mit bestehenden E-Mail Accounts.
    Somit kann man sich ganz schnell mit seiner E-Mail Adresse und User Passwort anmelden und muss auch nicht erst noch tausend E-Mail Einstellungen auswählen, wie IMAP oder POP3, Server, etc.
    Am Anfang werden wir erst die großen Anbieter wie Google Mail, Outlook, etc. unterstützen. Danach kommen dann auch eigene Domain Anbieter, sodass man all seine E-Mail Adressen mit smail.fm verwalten kann.

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  5. von Rico weigand am 01.07.2013 (12:22 Uhr)

    Hallo ahoiin,

    wird es auch iOS und Android-Apps (vielleicht sogar Windows Phone Apps) geben, über welche ich den Dienst nutzen kann oder steht bei euch eher das Web-Interface im Vordergrund?

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  6. von ahoiin am 01.07.2013 (12:27 Uhr)

    Hallo Rico,
    wir entwickeln zuerst die Web App, danach Native. Die Web App wird jedoch auch schon responsive und touch-optimiert sein.
    Eine Windows 8 Desktop App, iOS, etc. ist generell denkbar, steht jedoch erst einmal nicht im Vordergrund.

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  7. von Rico weigand am 01.07.2013 (12:57 Uhr)

    Gerade für den Windows Desktop wäre dies eine echte Alternative zu Outlook. Meiner Meinung nach sind Firefox, Opera Mail und Co. nämlich schrott ;). Werde euer Projekt auf jeden Fall weiter im Auge behalten.

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