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Dovetailed präsentiert Obst aus dem 3D-Drucker: „Wir haben das Konzept von frischen Früchten auf Abruf neu erfunden.“

Dovetailed präsentiert Obst aus dem 3D-Drucker: „Wir haben das Konzept von frischen Früchten auf Abruf neu erfunden.“

Immer frische Früchte in verschiedenen Variationen – das ist die Vision von Dovetailed. Das britische ermöglicht Obst aus dem .

Dovetailed präsentiert Obst aus dem 3D-Drucker: „Wir haben das Konzept von frischen Früchten auf Abruf neu erfunden.“
Obst aus dem 3D-Drucker. (Foto: Les Wilson/Dovetailed)
Früchte aus dem 3D-Drucker: Wenn Obst nicht mehr nur auf Bäumen wächst. (Foto: Les Wilson/Dovetailed)
Früchte aus dem 3D-Drucker: Wenn Obst nicht mehr nur auf Bäumen wächst. (Foto: Les Wilson/Dovetailed)

Früchte aus dem 3D-Drucker – das wünschen sich nicht nur Raumfahrtbehörden für ihre Astronauten, sondern könnte auch Molekularköche aufhorchen lassen. Und, das Vorhaben ist keinesfalls mehr nur Science-Fiction! Das britische Unternehmen Dovetailed hat am vergangenen Wochenende auf der „Tech Food Hack“-Messe in Cambridge einen solchen 3D-Drucker vorgestellt. Die kühne Aussage der Erfinder: „Wir haben das Konzept von frischen Früchten auf Abruf neu erfunden.“

Obst aus dem 3D-Drucker kommt als „Tröpfchen mit verschiedenen Geschmäckern“

Dabei sehen die Früchte gar nicht aus wie beispielsweise herkömmliche Äpfel, Birnen oder Bananen. Was Dovetailed verspricht sind viel mehr „Tröpfchen mit verschiedenen Geschmäckern“. Einfach gesagt, handelt es sich um ein Fruchtmus dem Natriumalginat zugemischt und per Sphärifikation in eine Form gebunden wird. Die dabei entstehende Außenhülle der Tröpfchen platzt anschließend im Mund und gibt den süßen Inhalt frei. Das Verfahren nutzen Molekularköche seit Jahren – allerdings konnte es bisher nur von Hand und nicht vollautomatisiert durchgeführt werden. Der spanische Sternekoch Ferran Adrià beispielsweise stellt mittels Shpärifikation preisgekrönten Fruchtkavier her.

Doch die Startup-Gründer wollen keineswegs nur ein Gerät für Gastronomen entwickeln. „Unser 3D-Drucker wird nicht nur Profiköchen, sondern auch in der Küche zu Hause neue Möglichkeiten eröffnen und uns neue Geschmackserlebnisse bescheren.“ Neben dem Vorteil, dass für die Endverbraucher künftig jedes Obst per Knopfdruck zur Verfügung steht, besteht nämlich sogar die Möglichkeit völlig neue Variationen herzustellen. Wie wäre es beispielsweise mit einem Kirsch-Banane- oder Apfel-Maracuja-Tröpfchen? „Geschmack, Textur, Größe und Form einer Frucht können alle individuell hergestellt werden“, betont Entwicklungsleiter Gabriel Villar . Hinzukommt, dass Interessierte ihr Obst auch wesentlich länger lagern können und die Früchte eben „druckfrisch“ auf die Teller bekommen.

3D-Drucker werden die Industrie bis ins Mark verändern

3D-Drucker werden die Industrie künftig gehörig aufrütteln – dessen sind sich Experten einig. „Die Herstellung neuer Produkte ist nicht mehr das Privileg weniger, sondern eine Chance für viele“, verkündete beispielsweise der Internet-Vordenker und einstige Wired-Chefredakteur Chris Anderson, der die Theorie des Long-Tail in seinem gleichnamigen Buch bekanntgemacht hat. „Man stellt her, was man braucht, wann man es braucht“, gab er schon 2004 zu verstehen.

„Man stellt her, was man braucht, wann man es braucht“, Chris Anderson.

Tatsächlich haben sich viele Unternehmen aus verschiedenen Branchen auf das Verfahren gestürzt. Neben Dovetailed arbeitet beispielsweise auch Barilla an entsprechende Fertigungsprozesse für Lebensmittel. Das italienische Unternehmen möchte in absehbarer Zeit Spaghetti aus dem 3D-Drucker anbieten. Und auch der Automobilhersteller Tesla setzt auf 3D-Drucker um Ersatzteile in den Vertragswerkstätten produzieren zu lassen – auf die Kundewünsche zugeschnitten und mit der großen Chance sowohl die Lieferketten kurz und die Lagerbestände so klein wie möglich zu halten.

via www.cnet.com

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7 Antworten
  1. von designnerd am 27.05.2014 (09:16 Uhr)

    Als Naturliebhaber, Mensch oder Genießer dreht sich hier bei mir der Magen um. Ich sag nur Soylent Green...

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  2. von Peter P am 27.05.2014 (09:36 Uhr)

    Da kann ich mich ja lang fragen, was "Spährifikation" eigentlich ist. Ist die Autokorrektur noch im NSA-Modus? ;-)
    (Übrigens gleich 2mal)

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  3. von Andreas Weck am 27.05.2014 (09:42 Uhr)

    Hallo Peter, entschuldige. Einmal falsch gelesen und abgespeichert. Hab es korrigiert. Danke vielmals!

    Herzlichst, Andreas Weck

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  4. von Danny am 27.05.2014 (10:39 Uhr)

    Also mir persönlich wäre das nichts. Da bevorzuge ich doch eher echte Früchte anstatt irgendwelche chemischen Produkte, die einem vorgaukeln sie wären gesund. Da wartet man wohl besser noch 10 Jahre oder länger, wenn es ausgereift ist und langzeitstudien vorhanden sind, ob es irgendwas im Körper beeinflusst oder an Krankheit fördert.

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  5. von Alte Ideen am 27.05.2014 (11:01 Uhr)

    Interessant wäre z.B. mit solchen oder ähnlichen Methoden Mainstream-schmackhaftes Tofu mit Geschmacksstoffen lecker zu machen und ganze Kontinente zu versorgen.

    Das Konzept und Bausätze von 3D-Druckern gibts schon weit länger als 10 Jahre. Damals wollte man Sandalen usw. für ein paar Cent produzieren und die Drucker sollten unter $1000 kosten.

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  6. von amayer am 27.05.2014 (12:14 Uhr)

    Supi: Man nehme einen Artikel verwende x-mal das Wort 3D-Drucker, Startup, und evtl. noch Crowdfunding und schon wird man auf t3n über "in Form gebrachte Götterspeise" informiert.

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  7. von Christian am 27.05.2014 (15:00 Uhr)

    Das Binden von Flüssigkeiten in kleine Kugeln hat doch nichts mit spähen zu tun, sondern mit Sphären, also Sphärifikation

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